Ist eine Lungenfibrose immer fortschreitend?

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2 Antworten

Bei der idiopathischen Lungenfibrose (englisch: idiopathic pulmonary fibrosis = IPF) handelt es sich um eine relativ seltene Lungenerkrankung, deren Ursache man nicht genau kennt (idiopathisch= unklare Ursache). Meistens sind Männer im Alter über 50 Jahre betroffen.

Leider haben bisherige medikamentöse Therapien nur teilweise zu einem Behandlungserfolg geführt. Neben der Gabe von Sauerstoff werden in Kombination mit dem entzündungshemmenden Kortison zusätzliche Immunsuppressiva wie beispielsweise Azathioprin eingesetzt, allerdings mit bisher eher unbefriedigendem Therapieerfolg. Diese Kombination wird heute gemäss einer kürzlich veröffentlichten Studie mit N-Acetylcystein ergänzt. Zwar gehen die fibrotischen Veränderungen mit einer leichten Entzündung einher, allerdings vermochten antientzündliche Medikamente den Krankheitsverlauf leider nur teilweise zu beeinflussen. Neue therapeutische Ansätze sind daher dringend angezeigt.Heute versucht man daher vielmehr, den Vernarbungsprozess mit antifibrotischen Medikamenten zu verlangsamen. Viele dieser neuen Medikamente sind noch in klinischer Erprobung, zeigen teilweise jedoch bereits vielversprechende Resultate**. Universitäre Zentren in der Schweiz, wie beispielsweise das Berner Inselspital, sind sowohl in der Grundlagenforschung wie auch an internationalen klinischen Studien zur Erprobung von neuen Medikamenten gegen IPF beteiligt.** Aufgrund der schwierigen Behandlung ist es sinnvoll, dass Betroffene mit IPF möglichst innerhalb von Studienprotokollen behandelt werden. Falls die Krankheit jedoch bereits weit fortgeschritten ist, muss die Möglichkeit einer Lungentransplantation diskutiert werden.

http://www.lung.ch/de/krankheiten/seltene-lungenkrankheiten/idiopathische-lungenfibrose.html

gruß berta

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Fortschreitend ja, aber es kommt darauf an, wie schnell. Behandelt wird mit Kortisonpräparaten und mit Immunsuppressiva. Es kommt darauf an, wie die Lunge auf die Präparate reagiert. Das kann bedeuten es geht noch wenige Jahre aber auch noch viele Jahre, es ist also eine Organspende nicht immer nötig.

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