Ist eine Kartoffeldiät ungesund?

1 Antwort

Ich weiß nicht, wo Du das gelesen hast, aber: es ist falsch. Hier siehst Du, warum:

Zusammensetzung/Theorie: Das Ziel der Kartoffeldiät und anderer Monodiäten mit Obst oder Gemüse ist die Entwässerung des Körpers. Bei der Kartoffel-Diät werden pro Tag zirka 600 Gramm Pellkartoffeln und als Beilage Gemüse in fettfreier Zubereitung verzehrt. Die Kartoffel-Diät wird häufig für einzelne Diättage eingesetzt.

Als Dauerkost geeignet: Nein

Risikonährstoffe/-wirkstoffe (Anm.: das heißt, die fehlen dabei dem Körper): Kalzium, Eisen, fettlösliche Vitamine, ungesättigte Fettsäuren, Eiweiß

Ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar: Nein. Die Kartoffel-Diät ist in der Nährstoffzufuhr zu einseitig und aus ernährungswissenschaftlicher Sicht nicht zu unterstützen.

Ernährungsmedizinisch sinnvoll: Nein. Die Kalzium-, Eisen- und Eiweißversorgung ist zu gering. Durch die geringe Fettzufuhr kommt es zu einem Mangel an fettlöslichen Vitaminen und ungesättigten Fettsäuren. Positiv ist der hohe Kohlenhydratgehalt.

Bewertung: Nicht empfehlenswert, gesundheitsgefährdend

Kommentar: Die Einstellung im Umgang mit Lebensmitteln wird durch die Diät nicht geändert. Eine dauerhafte Durchführung einer Monodiät birgt sogar gesundheitliche Risiken. Der sportliche Aspekt spielt bei der Kartoffel-Diät keine Rolle.

Verantwortlich: Sven David Müller (Diätassistent und Diabetesberater DDG) unter Mitarbeit von Simone Mersch (cand. oec. troph.), Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V., Aachen

Quelle: freenet.de

Was möchtest Du wissen?