Ist die private Krankenversicherung qualitativ besser als die gesetzliche?

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7 Antworten

Hallo! Ich bin privat versichert, war aber auch mal gesetzlich versichert, so dass ich ganz gut vergleichen kann.

Sicherlich gibt es Ärzte, die große Unterschiede zwischen gesetzlich und privat Versicherten machen. Das fängt dann z.B. schon bei der Terminvergabe an. Bei einem Orthopäden hatte ich es mal erlebt, dass ich für einen Termin als Neu-Patientin angerufen habe und gleich am nächsten Tag einen Termin bekommen habe. Im Wartezimmer traf ich eine Bekannte. Sie sagte "jetzt musste ich schon 3 Monate auf meinen Termin warten und sitze trotzdem schon 3 Stunden hier". Ich habe dann lieber nicht gesagt, wann ich meinen Termin bekommen habe. Und nach 5 Minuten wurde ich schon aufgerufen...

Aber so extrem ist es auch nicht bei allen Ärzten. Ich habe auch viele Ärzte erlebt, die überhaupt keinen Unterschied zwischen gesetzlich und privat versicherten machen. Mein Hausarzt z.B. Da kommt man immer genau der Reihe nach dran, wer zuerst gekommen ist, wird auch als Erster behandelt (es gibt da keine festen Termine außer für bestimmte Untersuchungen). Natürlich wird bei Notfällen eine Ausnahme gemacht.

Und auch mit den Terminen geht es als privat Versicherter nicht immer schneller. Diese Erfahrung habe ich gerade in den letzten Tagen gemacht. Und dabei erwähne ich immer schon, dass ich Privatpatient bin (auch wenn ich das eigentlich ungerne mache). Ich sollte einen Termin beim Kardiologen, beim Neurologen und beim Endokrinologen machen. Der Neurologe war der schnellste, da gibt es den Termin schon Ende August. Bei den Kardiologen (ich habe 6 verschiedene angerufen) lagen die angebotenen Termine bei Wartezeiten zwischen 3 Monaten und "wir haben den nächsten freien Termin im März". Höhepunkt war aber heute morgen der Endokrinologe. Da sagte mir die Sprechstundenhilfe doch glatt, dass es den ersten freien Termin für Neupatienten erst nächstes Jahr im Juni (!) gibt. Also hat man auch bei der Terminvergabe nicht immer Vorteile. Zumal ja immer mehr gesetzliche Kassen auch einen sog. Terminservice anbieten und garantieren, in spätestens 3 Wochen einen Termin zu bekommen.

Vorteilhaft kann auch sein, dass man sich u.U. problemlos an spezielle Ambulanzen an den Kliniken wenden kann, die bieten ja häufig Privatsprechstunden an. Diese Möglichkeit ist für gesetzlich versicherte nicht immer und überall gegeben.

Vielleicht nehmen sich manche Ärzte auch für ihre Privatpatienten etwas mehr Zeit, fertigen diese nicht in 2 Minuten ab, sondern befassen sich auch mal 10 Minuten mit ihnen. Das liegt aber wohl auch daran, dass bei den privat Versicherten jeder Patientenkontakt abgerechnet werden kann und nicht nur eine Quartals-Pauschale.

Im Krankenhaus hast du als privat Versicherter auch mögliche Vorteile. Das was ich am Wichtigsten ansehe ist, dass man - je nachdem, wie man versichert ist - in einem 1 - oder 2-Bett-Zimmer untergebracht wird und nicht in 3er oder 4er Zimmern. Du wirst dann auch meistens vom Chefarzt behandelt. Das kann, muss allerdings kein Vorteil sein, denn manche Chefärzte sind so betriebsblind oder abgehoben, dass man vom Oberarzt oder Stationsarzt besser behandelt werden würde.

In manchen Krankenhäusern gibt es für Privatpatienten auch eine größere Speisenauswahl, zusätzliche Getränke (z.B. Säfte) oder auch die Tageszeitung. Aber ich finde, das sind eigentlich alles unwesentliche Dinge.

Das krasseste Erlebnis mit der Unterscheidung zwischen GKV und PKV habe ich vor Jahren mal in einer Spezialklinik gemacht. Da war ich wirklich froh, dass ich privat versichert war. Ich bekam ein 2-Bett-Zimmer (wie versichert), eine Mitpatienten, die ich da kennengelernt habe, war gesetzlich versichert, die lag in einem 6-Bett-Zimmer! Unser Zimmer wurde jeden Tag geputzt, deren Zimmer nur 2-3x/Woche. Wir bekamen Mineralwasser, soviel wir brauchten, die gesetzlich versicherten mussten es sich kaufen. Und wenn der Mindestaufenthalt bei 2-3 Wochen liegt, kann das ordentlich ins Geld gehen (es war weit und breit kein Discounter). Gegessen wurde in einem Speisesaal. Den privat Versicherten wurde viel mehr Auswahl z.B. beim Brotbelag angeboten (z.B. roher und gekochter Schinken, verschiedene Käsesorten, Nutella u.a.), die gestzlich Verischerten bekamen nur den Standard-Brotbelag. Und beim Mittagessen gab es für die einen z.B. 3 Kartoffeln, für die anderen nur 2. Bzw. insgesamt unterschiedlich große Portionen. Da war es mir manchmal schon peinlich, privat Versichert zu sein (wobei wir dann Dinge bestellt und den anderen gegeben haben).

Ich denke aber, dass bei der grundlegenden medizinischen Versorgung keine Unterschiede bestehen, es ist wohl eher so, dass bei den Privatpatienten eher noch was oben drauf kommt, aber nicht, dass bei den gesetzlich Versicherten was abgezwackt wird.

Viele Grüße

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In erster Linie ist wohl eine bevorzugte Terminvergabe das Plus. Allerdings hört man in letzter Zeit häufig, dass Privatpatienten mit unnötigen Untersuchungen und Behandlungen 'belastet' werden. Die private Krankenversicherung zahlt ja....

Andererseits gibt auch sinnvolle Behandlungsmethoden, die bestimmte Private zahlen, viele gesetzliche Versicherungen jedoch ablehnen (z. B. Akupunktur).

Eine Behandlung durch den Chefarzt kann auch einem gesetzl. Versicherten zugute kommen. Es kommt halt auf das Krankheitsbild an. Wobei ein Arzt, der jeden Tag 'am Patienten arbeitet' sicher genauso gut, wenn nicht besser sein kann, als ein Chefarzt, der sich auf die Verwaltung konzentriert und nur ab und zu aktiv ist.

Ein großer Vorteil ist natürlich, dass man wohl nicht in einem 3-Bett-Zimmer untergebracht wird. Der große Nachteil: Die hohen Versicherungskosten, die vor allem im fortschreitenden Alter belastend sein können.

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Ich kann nicht uneingeschränkt bestätigen, dass man als PP extra viele Vorteile genießt. Ich bin in der Postbeamten-KK, die inzwischen auch die gleichen Einschränkungen einführt, wie z.B. die GKV. Reha-Sport wird grundsätzlich nur 1 x bewilligt (GKV oft mehrfach!), bei Medikamenten gelten die gleichen Festbeträge (ohne vorherige Ankündigung!! Es wird einfach weniger erstattet) oder die Medis werden nur noch von bestimmten Firmen erstattet. Auch bei Hilfsmitteln gelten zunehmend die Verträge mit bestimmten Firmen. Bezieht man es woanders, bleibt man auf erheblichen Kosten sitzen!!! Bei Physiotherapeuten oder Heilpraktikern habe ich schon wegen der Erstattungen ein schlechtes Gewissen, denn wo andere Kassen die Beträge erhöhen, ist unsere PBeaKK fleißig dabei, diese zu KÜRZEN!! Da ist dann i.d.R. eine gute Selbstbeteilungung die Folge. Manche Ärzte/Zahnärzte meinen, als PP hat man ja genug Geld für eine dicke Rechnung. Als Beamter im mittleren Dienst ist man aber dort zwangsweise (!) versichert und hat keine Möglichkeit, die Krankenkasse zu wechseln!!! Das führt oft zu langen Diskussionen beim Arzt. Ja, man bekommt bei vielen Ärzten (bes. Fachärzten) schneller einen Termin und kann sich diese auch frei auswählen. Dass es aber eine qualitativ bessere Behandlung dafür gibt, möchte ich doch bezweifeln. Der Arzt ist aber in seiner Verordnungspraxis freier, was aber bei der Kostenerstattung dann wieder eliminiert wird! Ganz besonders nervig ist es, dass jedes Teil in der Apotheke erst einmal selbst bezahlt werden muss, ehe dann - 3-4 Wochen später (!) - die Erstattung erfolgt. Da kommen schon leicht mal auf einen Schlag 400-600 Euro zusammen, was wieder die Haushaltskasse enorm belastet. Von den örtlichen Apothekern gibt es dabei keinerlei Entgegenkommen (z.B. auf Rechnung! Kommentar: "wir sind keine Sparkasse!") Was nützt mir im Krankenhaus ein Zweibettzimmer, wenn dafür nur die Hälfte der OP-Kosten erstattet wird, nur weil die OP nach einem neuen Verfahren durchgeführt wurde (die Hälfte der durchgeführten OP bezweifelt die KK ganz einfach!!!!!)? Was nützt mir die Chefarztbehandlung, wenn der Oberarzt viel mehr Routine hat? Dann kann ich gut auf die 2 Tagesvisiten (je 1x Händeschütteln) verzichten.

Glaubt mir, wir würden gern in eine GKV + Zusatzversicherungen wechseln wenn wir die Möglichkeit dazu hätten. Ihr seht, soooo rosig sind die PKV auch nicht immer!!!!

Alles Gute wünscht Euch walesca

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Kommentar von walesca
05.08.2013, 11:11

In den meisten PKV-Tarifen werden Taxifahrten gar nicht bezahlt. (von @RHWWW)

Hier ein absurdes Beispiel! Wenn mein Mann mich selbst zur Op in die Augenklinik fuhr, bekamen wir nur -,20 € pro Entfernungs-km erstattet (auf der Rückfahrt würde ich ja nicht mehr mit im Auto sitzen!). Bei Abholung von dort ebenso. Gesamtkosten für beide Fahrten ca. 50,- €. Anstandslos (!) bezahlt aber die PBeaKK nach einer OP die Kosten für eine Taxifahrt nach Hause (140,- €!!) Das verstehe wer will. LG

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Die Frage muss man eindeutig mit "Ja" beantworten. Der Arzt ist bei der Untersuchung und Behandlung eines Privatpatienten nicht durch irgendwelche Vorgaben der Privatversicherung eingeschränkt. Er kann also so (be)handeln, wie es ihm seine Ausbildung und Erfahrung möglich machen. Anders beim Kassenpatienten. Hier hat der Arzt nur einen eng begrenzeten Spielraum, den ihm die gesetzlichen Kassen und das SGB V durch das Regelleistungsvolumen sowie die Medikamenten- und Heilmittelbudgets vorgeben.

Im Prinzip ist es heutzutage bereits so, dass die kranken Kassen (!) vorschreiben, was ein Arzt hinsichtlich Diagnostik und Therapie machen darf, z.B. welche Medikamente er verordnen darf und welche nicht. Das gilt zwar nicht für den einzelnen Patienten, aber sehr wohl für die Gesamtmenge aller Kassenpatienten, die der Arzt pro Quartal sieht. Verordnet er mehr, als es sein Medikamentenbudget zulässt, kann er von den Kassen in Regress genommen werden, was den Ruin der Praxis bedeuten kann. Behandelt der Arzt mehr Patienten, als es sein Regelleistungsvolumen (RLV; =Maximalhonorar) zulässt, erhält er für die "überschüssigen" Patienten so gut wie kein Honorar mehr. Das führt dazu, dass weniger Termine für Kassenpatienten vergeben werden, als zeitliche Kapazität zur Verfügung stünde. Wenn das zu erwartende Honorar gemäß der Terminliste erreicht ist, werden für Kassenpatienten eben im laufenden Quartal keine Temrine mehr vergeben, sondern erst für das Folgequartal. So baut sich ein Kassenpatientenberg auf, der von Quartal zu Quartal höher wird.

Ein weiterer Aspekt sind naturheilkundliche Verfahren, die zwar von vielen Patienten gewünscht werden aber von den gesetzlichen Kassen laut G-BA-Beschluss nicht erstattet werden dürfen. Bestenfalls als Satzungsleistung kann eine gesetzliche Kasse diese Leistungen z.B. im Kostenerstattungsverfahren übernehmen, dann aber i.d.R. nur in sehr mageren Umfang. Beim Privatpatienten werden dagegen naturheilkundliche Verfahren in aller Regel erstattet (Ausnahmen: Beihilfe, PostbeamtenKK)

Als Kassen- und Privatarzt kann ich jedem mit Brief und Siegel bestätigen, dass Privatpatienten nicht nur eine raschere sondern auch eine bessere Behandlung erfahren, als Kassenpatienten.

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Kommentar von Lexi77
31.07.2013, 18:33

Hallo Landarzt! Das mit der besseren Behandlung mag sicherlich stimmen. Und das mit der rascheren Behandlung in vielen Fällen auch. Aber wenn ich als Privatpatient(!) mit akuten Beschwerden (ständiges umkippen/Bewusstlosigkeit) zum Kardiologen geschickt werde und am Telefon in mehreren verschiedenen Praxen gesagt bekomme, dass ich erst Anfang bis März nächsten Jahres einen Termin bekommen könnte, dann kann da doch auch was nicht stimmen. Noch krasser war es beim Endokrinologen (o.k., die gibt es hier nicht so oft). Die hat mir doch knallhart einen Termin für Neupatienten für nächstes Jahr im Juni angeboten! Habe dann mal in einer Ambulanz einer Uniklinik angerufen und da einen Termin schon in 3 Wochen bekommen (aber auch nur so "spät" weil der Professor noch im Urlaub ist, die Sekretärin hat sich sogar entschuldigt, dass es etwas länger dauert bis zum Termin!) Was machen dann gesetzlich Versicherte??? Haben die dann Wartezeiten von 2 Jahren??? Irgendwas läuft da verdammt schief...

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Kommentar von walesca
04.08.2013, 09:43

Beim Privatpatienten werden dagegen naturheilkundliche Verfahren in aller Regel erstattet (Ausnahmen: Beihilfe, PostbeamtenKK)

Dies kann ich als Versicherte bei der PBeaKK mit Beihilfeanspruch nur bestätigen (s. auch meine Antwort).

Der Arzt ist bei der Untersuchung und Behandlung eines Privatpatienten nicht durch irgendwelche Vorgaben der Privatversicherung eingeschränkt. Er kann also so (be)handeln, wie es ihm seine Ausbildung und Erfahrung möglich machen.

Das stimmt schon, aber es ist danach fraglich, ob der PP auch alle diese Kosten erstattet bekommt (was oft nicht der Fall ist!!). Worin liegt dann der Vorteil? LG

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Was die Qualität der ärztlichen Versorgung angeht, so ist diese identisch. Bei Privatversicherten erhält ein Arzt aber mehr Geld für die gleiche Leistung. Darum werden Privatpatienten eben auch oft bei der Terminvergabe bevorzugt.

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Hallol,

es gibt Ärzte, die bei der Terminvergabe und den Zeiten im Wartezimmer Unterschiede machen.

Bei Leistungen ist aber nicht nur wichtig, was man bekommt, sondern auch was von der Versicherung erstattet wird.

In der GKV erfährt man meistens direkt vom Arzt vor der Behandlung, was die Krankenkasse nicht bezahlt. Man kann dann entscheiden, ob man die Leistung privat bezahlen möchte (oder sich bei der Krankenkasse erkundigen/beschweren).

In der PKV erbringt der Behandler zunächst die Leistung. Bei den vielen verschiedenen PKV-Tarifen kann er gar nicht wissen, wer was versichert hat. Wenn man die Rechnungen zur Erstattung einreicht, entscheidet die Versicherung, ob diese Leistung im Tarif enthalten ist und ob die Leistung das Maß des Notwendigen überschreitet. Häufiger hat man den Eindruck, dass dieser letzte Punkt besonders bei Kranken und Älteren intensiver geprüft wird (man kann ja praktisch nicht mehr wechseln).

Leistungen, bei denen die GKV häufig mehr bietet als die PKV:

  • Reha/Kuren (auch Mutter-Kind-Kuren)

  • Heilmittel (Ergotherapie, Podologie)

  • Psychotherapie

  • Hilfsmittel

GKV-Hilfsmittelkatalog:

http://www.gkv-spitzenverband.de/krankenversicherung/hilfsmittel/hilfsmittelverzeichnis/hilfsmittelverzeichnis.jsp

  • Haushaltshilfe

  • Krankengeld bei Erkrankung des Kindes

  • Taxifahrten

  • Hebammenhiulfe

  • Mutterschaftsgeld

häufige Beschwerden von PKV-Versicherten:

.pkv-ombudsmann.de/taetigkeitsbericht/

Wenn man in die PKV gewechselt ist, kann man nur in wenigen Sonderfällen zurück in die GKV wechseln (diese Sonderfälle sinfdin den letzten Jahrebn per Gesetz immer weiter eingeschränkt worden). Man sollte vor einem Wechsel immer einen lebenslangen Vergleich der Beiträge machen: als Alleinstehender, mit Familie (ggf, nicht berufstätiger Ehegatte), als Rentner mit niedrigeren Einnahmen

Noch Fragen offen?

Gruß

RHW

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Kommentar von Lexi77
30.07.2013, 07:59

Stimmt, bei der Reha sind tatsächlich gesetzlich Versicherte besser dran. Die privaten Versicherer übernehmen da immer nur einen ganz geringen Betrag pro Tag, bei mir waren es letztes Jahr 9€/Tag. Auch die Beihilfe hatte Abzüge gemacht, so dass ich letztendlich bei meinem 4wöchigen Reha-Aufenthalt über 1000 € aus eigener Tasche bezahlen musste. Und die gesetzlich Versicherten nur ihre 10 € / Tag, sofern sie die 28-Tage-Grenze noch nicht erreicht hatten, sonst gar nichts.

Allerdings habe ich bei den Hilfsmitteln mit meiner Versicherung Glück, die übernehmen die Dinge, die ich wegen meiner künstlichen Ernährung brauche, aus Kulanzgründen, obwohl sie es nicht müssten. Da steht dann immer als Anmerkung drunter "Diese Leistung steht nicht in unserem Leistungskatalog. Entgegenkommend zahlen wir diese Leistung trotzdem" oder sowas in der Art. Das ist dann wohl auch von Versicherung zu Versicherung verschieden.

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Kommentar von Landarzt
30.07.2013, 11:28

Leistungen, bei denen die GKV häufig mehr bietet als die PKV: [...]

Sorry, aber das halte ich für ein Gerücht. Gerade in den von dir aufgezählten Bereichen gibt es bei den GKV erfahrungsgemäßs massive Einschränkungen! Beim PP gibt es mit der Verordnung und Erstattung aber in aller Regel gar kein Problem.

Das gleiche gilt für den GKV-Hilfmittelkatalog.

Haushaltshilfe von der GKV?! Kannst du meistens vergessen. Erstens dauert die Bearbeitungszeit oft so lange, dass der Pat. nicht selten schon wieder gesund ist, bevor die Haushaltshilfe genehmigt wurde (oft erlebt) und zweitens zahlen die Kassen so wenig, dass man dafür keine Haushaltshilfe findet, bzw. der Pat. sowieso das meiste selbst zahlen muss.

Taxifahrten werden von der GKV grundsätzlich nur übernommen, wenn sie vorher beantragt und genehmigt wurden.

Hebammen mögen Privatpatientinnen auch viel lieber als Kassenpatientinnen, weil sie an der GKV-Patientin kaum was verdienen und Mutterschaftgeld gibt's bei Privaten Versicherungen auch, meist sogar mehr als bei der GKV.

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Guten Tag,

diese Frage kann man ohne Probleme mit einem JA beantworten. Doch es existieren einige Aber:

Versicherte sollten in der heutigen Zeit die Tarife gegenüberstellen. Nur durch den Vergleich können mögliche Nachteile oder Leistungsausschlüsse erkannt werden. Auch die tatsächlichen Kosten einer Police spielt immer mehr eine Rolle. Mögliche Rückerstattungen gehören zu einem der wichtigsten Auswahlkriterien. Doch in der Regel sollte die Leistung bedeutender sein. Auf http://privatekrankenkasse-testsieger.de/private-krankenversicherung-leistungen/ kann man erfahren, welche konkreten Leistungen eine PKV übernimmt.

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