Ist die Demenz ein schleichender Prozess oder merkt man es doch schnell?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Schön wäre es ja, wenn lediglich "zu wenig getrunken" der Grund für Gedächtnisstörungen wäre. Leider deutet aber vieles darauf hin, dass Dein Opa eine beginnende Demenz (und zwar die aggressivste vom Typ Alzheimer) entwickelt.

So eine Demenz kommt tatsächlich meist schleichend und wird dann jahrelang gern sowohl vom Patienten als auch von der Umgebung "schöngeredet". "Na ja, Namen hat Opa sich noch nie gut merken können!" oder "Man wird ja wohl mal was vergessen dürfen...!" - kommt Dir das bekannt vor?

Ja, Ihr solltet etwas machen. Und zwar, den Opa dazu bewegen, eine "Gedächtnissprechstunde" aufzusuchen. Daraus ergibt sich dann alles weitere.

http://www.deutsche-alzheimer.de/index.php?id=41

Ach ja, und - es wäre besser, wenn Dein Opa nicht mehr selbst autofahren würde. Mein Onkel musste erst drei "unerklärliche" Unfälle haben, ehe er das Auto freiwillig stehen ließ (nach dem dritten Crash war es eh nur noch Schrott). Es war der Anfang seiner Alzheimer-Demenz. Bei meinem Mann war es ähnlich, nur konnte ich das Steuer so geschickt übernehmen, dass er heute meint, er hätte freiwillig mit Fahren aufgehört. Das ist für ihn sehr wichtig, weil er Zeit seines Lebens gern Auto gefahren ist und es entsprechend vermisste, war es doch etwas, was er noch lange "konnte", auch als seine Demenz schon feststand.

Das ist ganz unterschiedlich. Manchmal beginnt die Erkrankung ganz langsam und schreitet auch nur langsam voran. In anderen Fällen kann die Krankheit innerhalb kürzester Zeit ausbrechen. Mehrfach nach dem Namen von Verwandten zu fragen ist meiner Meinung nach ein Alarmsignal. Dein Opa sollte kein Auto mehr fahren, sonst kommt noch jemand zu schaden oder schlimmeres. Ich denke man sollte ein ernsthaftes Wort mit ihm reden.

Sehr viele Informationen findest Du auch bei Wegweiser Demenz

http://www.wegweiser-demenz.de/demenzerkrankung.html

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