Ist das Verlangen nach reichhaltigem Essen bei Kälte normal?

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6 Antworten

Ja, das ist völlig normal. Der Körper verbraucht bei Kälte deutlich mehr Energie, um die normale Körpertemperatur aufrecht zu erhalten.

Die einzige geeignete Alternative wäre ca. 3 Monate Aufenthalt im jetzt sommerlichen Südafrika.

Aber hier solltest Du Deinem Körper an Brennmaterial soviel bereitstellen, wie er braucht und verlangt. Alles andere ist mMn ungesund, weil unnatürlich. Eine saisongerechte Ernährung ist für die Gesundheit sehr wichtig. Im Sommer isst man ja auch entsprechend weniger. LG

Normal ist es schon, ich wage aber zu bezweifeln, ob das auch gesund ist. Sicher, unser Körper reagiert wie von der Natur vorgegeben. Aber wir leiden heutzutage ja keinen Mangel mehr. Wir sind gut bis sehr gut ernährt und sehr oft auch etwas zu schwer. Man sollte also gut abwägen, ob man dem Verlangen des Körpers in diesem Fall nachgeben soll.

Da spielt unsere Evolution mit ein. Insofern, als dass der Mensch in Kälteperioden den Drang verspürt, mehr zu essen. Eine Fettschicht wärmt ja. Nur haben wir diese heutzutage gar nicht mehr nötig und zu viel Fleisch ist nicht gesund! Eine gute Alternative zum Fleisch als Eiweißsorte sind Hülsenfrüchte- auch als Eintopf oder Suppe.

Generell gilt, dass man in der kalten Jahreszeit vermehrt warm essen sollte und Salate, Joghurt oder Rohkost etwas hinten anstellen kann.

Das kenne ich auch. Man braucht dann häufiger etwas Warmes und Deftiges. Möglich wäre, dass du dir einen gesunden Eintopf zubereitest mit viel frischem Gemüse. Das ist deftig und gesund!

Warum nach einer Alternative suchen, wenn dein Körper doch genau weiß, was er will; im Winter bitte etwas mehr von allem. Kälte ist aber relativ. Wenn es draußen stürmt und schneit ist es zwar kalt, aber sicher nicht bei dir im Haus. Für den Kalorienbedarf wird das Wetter erst interessant, wenn man sich dem auch aussetzt.

Was wir zu welcher Jahreszeit essen bestimmt sich zum einen aus dem Nahrungsangebot und zum anderen aus Traditionen. Früher hat man im Herbst geschlachtet, um nicht alle Tiere durch den Winter bringen zu müssen, und das Fleisch durch Einkochen, Verwursten, Pökeln und Räuchern haltbar gemacht. Deshalb gibt es im Winter Grünkohl mit Schweinbacke, Sauerkraut mit Kasseler, da muss Speck in die Suppe...

Früher war es im Winter tatsächlich nur abends in der "Guten Stube" mollig warm. Da brauchte es tatsächlich täglich bis zu 1.000 Kalorien mehr, also deftiges Essen. Um dieser traditionell bedingten Kalorienfalle zu entgehen, sollte man sich mit Fett aus Nüssen versorgen oder statt fettem Fleisch besser fetten Fisch essen.

Ich würde mehr Fett essen. Das liefert gute gesunde Energie, wenn Du Butter oder Kokosöl nimmst.

Besonders die Butter aus Irland ist gesund, sie hat kaum Cholesterin.

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@Winherby

Ob aus Irland oder sonst wo her, "Weidebutter", also Butter aus Milch von Kühen, die auf Weiden stehen und Gras fressen, ist die gesündere.

http://www.zeit.de/2010/21/E-Butter

Was haben die irischen Kühe, was den deutschen fehlt? Warum werden Jahr für Jahr rund 168 Millionen Päckchen Butter aus Irland importiert, wenn es bei uns doch genug Kühe gibt, um alle Frühstückstische mit Butter zu versorgen? Und wenn zugleich die preisverfallgeplagten Milchbauern hierzulande händeringend nach neuen Absatzmärkten suchen? Was ist das Geheimnis der irischen Butter?

»Es ist die irische Herkunft, die die Butter so einzigartig macht«, schwärmt Kerrygold im romantisierenden Werbesprech, »der volle Geschmack der Natur Irlands.« Onno Poppinga, Rinderzüchter und bis 2009 Professor für ökologische Agrarwissenschaften an der Universität Kassel-Witzenhausen, hat eine andere Antwort: »Das Geheimnis der irischen Butter ist das Versagen der deutschen Molkereien.« Nicht ein mysteriöser irischer Frühling färbt die Butter so goldgelb wie das Papier, in das sie gewickelt wird, sondern – ganz banal – das Gras. Und nicht etwa besonders frisches und würziges Gras, das nur in Irland sprießt, sondern ganz gewöhnliches Weidegras, wie es auch in Friesland oder auf der Schwäbischen Alb oder sonst wo in Deutschland wächst. Vielmehr: wachsen könnte.

Denn die deutschen Landwirte haben einen großen Teil der Weiden in den vergangenen Jahren umgepflügt, um darauf Getreide und Mais anzubauen. Der Mais wird nach der Ernte im Herbst als Silage haltbar gemacht und das ganze Jahr über an das Milchvieh im Stall verfüttert, Konservenfutter für Kühe. »Das Futter beeinflusst aber die Zusammensetzung der Milch: Gras enthält mehr Carotin als Mais, und das färbt die Butter gelb«, erklärt Poppinga. »Das Futter bestimmt auch die Zusammensetzung der Fette in der Milch: Die kurzkettigen Fette aus den Gräsern geben dem Milchfett eine andere Konsistenz, es macht die Butter weicher.« Das Geheimnis der irischen Butter ist also: Es gibt keines. Irische Butter ist Butter von Kühen, die fressen, was sie fressen sollten und wofür ihr Verdauungsapparat gemacht ist. Diese Butter ist nicht nur gelber und leichter zu streichen, sondern hat weitere Vorteile: Weidekühe leben gesünder und länger als Hochleistungskühe, die nie aus dem Stall kommen und mit Kraftfutter zu neuen Milchrekorden getrieben werden. Kühe, die vor allem Gras fressen, erkranken nicht an den schmerzhaften Labmagenverdrehungen, an denen Stallkühe häufig leiden, wenn sie zu viel Mais, Soja und Getreide gefressen haben. Außerdem ist Weidewirtschaft besser für den Boden als Maisanbau, sagen Ökologen. Denn die Weiden sind das ganze Jahr über grün, während Mais erst spät gesät wird; vorher liegt ist der Boden frei, Wind und Regen können ihn leichter abtragen.

Gesünder ist die Butter von Weidekühen wahrscheinlich auch, das zeigen Untersuchungen. »Milch von Kühen, die überwiegend Gras gefressen haben, enthält doppelt so viele Omega-3-Fettsäuren wie Milch von Stallkühen«, erklärt der Milchexperte und Molkereiberater Daniel Weiß, der an der Technischen Universität München den Einfluss des Futters auf die Milchqualität untersucht hat. Die Omega-3-Fettsäuren stehen in dem Ruf, das Risiko für einen Herzinfarkt zu senken. Weiß ist ein vorsichtiger Mann, er hält nichts von allzu simplen Ernährungsempfehlungen, aber seine Ergebnisse haben die Butterbranche aufgeschreckt. »Jetzt auf Weidemilch umzustellen wäre für die meisten Molkereien ein riesiges logistisches Problem«, sagt der Milchfachmann.

Warum aber haben die Landwirte in Deutschland ihre Kühe überhaupt in den Stall getrieben? »Das war politisch so gewollt, das Argument war die Effizienz. Hochleistungskühe im Stall geben mehr Milch«, erklärt Weiß. Gelb einfärben kann man die Butter auch noch in der Molkerei, die Zusatzstoff-Zulassungsverordnung erlaubt es, sie mit Carotinen zu versetzen.

Daniel Weiß hat die Milch von vielen Molkereien im Labor analysiert und herausgefunden, dass ausgerechnet die Unternehmen, die mit weidenden Kühen vor atemberaubender Alpenlandschaft werben, gar keine Weidemilch verarbeiten: Bärenmarke (»alpenfrische Milchprodukte«) und die Müller-Tochter Weihenstephan. »Marketing-Lüge« nennt Weiß das. Wer deutsche Butter aus Weidemilch will, muss Biobutter kaufen. Oder die Bergbauernbutter der Molkerei Berchtesgadener Land. Die hält, was sie verspricht: Butter von Kühen, die Gras fressen.

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