irgendwie ratlos

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2 Antworten

Hallo, ich habe dafür, so glaube ich, eine einfache Erkärung, Du bist falsch eingestellt und bist jetzt (s. Blutwerte) in eine Überfunkton gerutscht. Die Laborwerte sind doch hoffentlich aktuell, oder?

Abweichungen beim Wert von T3 kann der Körper eine gewisse Zeit lang ausgleichen. Deshalb treten erhöhte oder erniedrigte Werte erst bei ausgeprägter Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion auf. Die Normwerte von T3 liegen bei 2,0 – 4,5 pg/ml beziehungsweise bei 5,4 – 12,3 pmol/l. Erhöhte Werte deuten auf eine Schilddrüsenüberfunktion (Hperthyreose) hin, erniedrigte Werte auf eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose). Bei lange dauernden schweren Krankheiten kann T3 allerdings auch erniedrigt sein, ohne dass eine Schilddrüsenunterfunktion vorliegt. T4 = Thyroxin (oder Tetrajodthyroxin)

Der Normalbereich von T4 liegt bei 0,8 – 1,8 ng/dl beziehungsweise bei 10 – 23 pmol/l. Wenn zu Therapiezwecken schon Schilddrüsenhormone eingenommen werden, ist diese Normbereichsgrenze erhöht. Der obere Wert kann dann je nach Labor bei 2,5 bis 3,5 ng/dl liegen. Ein erhöhter Wert von T4 deutet auf eine Schilddrüsenüberfunktion (Hperthyreose) hin, ein erniedrigter auf eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose). TSH – Thyreoidea Stimulation Hormon

Das Thyreoidea-stimulierende Hormon (TSH) wird in der Hirnanhangdrüse gebildet und reguliert die Jodaufnahme der Schilddrüse ebenso wie deren Hormonproduktion. Da es aber seinerseits unter anderem selber durch die Schilddrüsenhormone reguliert wird, zeigt ein normaler TSH-Wert an, dass die Schilddrüsenfunktion nicht gestört ist.

Die Bestimmung des TSH-Wertes ist die Basis jeder Schilddrüsenfunktionsuntersuchung. Der Normalbereich von TSH liegt zwischen 0,3 und 2,5 mU/l. Werden Schilddrüsenhormone eingenommen, wird die Einstellung auf 0,5 – 1,0 mU/l empfohlen. Erniedrigte Werte von TSH: Wenn zu wenig TSH gemessen wird, produziert die Schilddrüse entweder zu viele Hormone oder die eingenommene Hormondosis ist zu hoch. Es liegt dann eine Hyperthyreose vor. Ausnahme: Bei einem Kombinationspräparat aus T3 und T4 kann der Wert zu niedrig ausfallen, ohne dass eine Schilddrüsenüberfunktion vorliegt. In jedem Fall muss ein zu niedriger TSH-Wert weiter abgeklärt werden.

Erhöhte Werte von TSH: Wenn zu viel TSH gemessen wird, produziert die Schilddrüse zu wenig Hormone (Schilddrüsenunterfunktion) oder die von außen zugeführte Hormondosis ist zu niedrig. Auch hier ist eine weitere Diagnostik notwendig. Sekundäre Hyper- oder Hypothyreose

T3 und T4 stehen in Wechselwirkung zu TSH. Sind die Werte von T3 und T4 erhöht, ist normalerweise das TSH erniedrigt und umgekehrt. Sind alle drei Werte erhöht, liegt die Ursache nicht bei der Schilddrüse selber. Die Probleme rühren dann entweder von einer Schilddrüsenhormonresistenz her oder von einem TSH-produzierenden Tumor. Man spricht von einer sekundären Hyperthyreose. Beides kommt allerdings äußerst selten vor. Bei einer sekundären Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion) ist die Funktion der Hirnanhangdrüse gestört.

Ich bin kein Arzt, aber wie Du in den markierten Stellen nachlesen kannst, deutet eine Erhöhung von FT3 und FT4 auf eine Überfunktion hin und auch der niedrige TSH-Wert lässt auf eine Überfunktion schließen. Geh doch mal zu einem Endokrinologen. Ich habe den Eindruck, dass Du viel zu hoch eingestellt bist. Wahrscheinlich hattest Du mal eine Unterfunktion und weil Du zu hoch dosiert die Schilddrüsenhormone einnimmst, bist Du jetzt in eine Hyperthyreose gerutscht. Ein Arzt sollte entscheiden, inwieweit Du die Dosis verringern musst. lg Gerda

Ich habe noch eine Anmerkung zu machen: Du solltest bei einer Schilddrüsenerkrankung, vor allem wenn Du Euthyrox einnimmst, mindestens 2 x jährlich die Blutwerte überprüfen lassen!! Sollten das alte Werte sein, kann man damit nichts anfangen. Am Tag der Blutuntersuchung darfst Du das Schilddrüsenhormon nicht einnehmen. lg Gerda

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Diese genannten Laborwerte sind nicht aktuell, bei meinen aktuellen Werten bin ich bei einem TSH Wert von 0,04. Nur verstehe ich nicht so ganz, wie man im Jahr 2010 - wo erstmalig eine Überprüfung der Schilddrüsenwerte vorgenommen wurde - eine Unterfunktion bestimmen konnte. Die Funtkion der Schilddrüse inkl. der Wechselwirkung mit der Hirnanhangdrüse habe ich ja verstanden, und bin eigeintlich jetzt der Meinung, niedriger TSH Wert, erhöhte FT3 und FT4 Werte ergeben eine Überfunktion. Wobei meine FT3 und FT4 Werte 2010 noch im Normbereich lagen.

Auch bei meiner jetzigen Untersuchung waren die FT3 und FT4 noch im Normbereich und das TSH bei 0,04. Geb dir aber Recht, dass hiebei die Dosis etwas zu hoch gewesen sein könnte.

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@Sonja5

Das ist mir auch mal passiert, dass ich in eine Überfunktion gerutscht bin, da war mein TSH auch so schrecklich niedrig. Die Ärzte haben damals auf der Stelle meine Dosis verringert und ich musste sechs Wochen später zu einer erneuten Kontrolle. Aber ich kann Dich schon verstehen - bei den Werten aus 2010 würde ich jetzt auch auf eine Schilddrüsenüberfunktion nachdenken. Man sollte bei Dir mal die TPO-AK und TRAK-Werte bestimmen. Ich bin kein Arzt, aber erst diese Werte haben bei mir die Ärzte zur richtigen Diagnose geführt. Hole Dir am besten einen Ü-Schein für einen Nuklearmediziner - den dürfte es ja wohl in Deiner Nähe geben. Schau bei Radiologie in Deinem Umfeld nach, die arbeiten mit Nuklearmediziner meist gemeinsam in einer Praxis. Man darf die Werte nicht unabhängig voneinander betrachten, man muss alle Werte haben, um zu einer genauen Diagnose zu kommen. lg Gerda

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@gerdavh

Ich habe jetzt am 28.04. einen Termin im Krankenhaus bekommen, Nuklearmedizin. Meine Schilddrüsenmedikamente habe ich jetzt ein paar Tage nicht genommen, bin mir jetzt nur unsicher, ob ich sie nicht bis zum 28.04. mal überhaupt weglassen sollte und dann das Ergebnis abwarten. Danke für deine Antworten. lg Sonja

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Hallo!

Wenn das die Werte von 2010 sind, dann stellt sich mir die Frage, hast du nun seitdem das Euthyrox 100 genommen? Ein so deutlich erniedrigter TSH-Wert spricht eigentlich schon eher für eine Überfunktion:

TSH basal erhöht: Ist das TSH basal erhöht, deutet es in den meisten Fällen auf eine Unterfunktion der Schilddrüse hin.

Ursachen für erhöhte TSH-Werte:

•Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose), z.B. bei Hashimoto-Thyreoiditis

•Struma wegen Jodmangels (Jodmangelstruma)

TSH basal erniedrigt: Ein erniedrigter TSH-Wert wird meist durch eine Überfunktion der Schilddrüse verursacht.

Ursache für niedrige TSH-Werte:

•Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose), z.B. bei Morbus Basedow

(http://www.onmeda.de/behandlung/schilddruesenwerte-tsh-wert-(tsh-basal)-4445-3.html)

Wenn man solche Medikamente nimmt, wie dir verschrieben wurden und der Verdacht auf eine Fehlfunktion (egal ob Über- oder Unterfunktion) besteht, dann sollte bei der Einnahme auch regelmäßig eine Kontrolle der Werte erfolgen. Die Werte von 2010 sind dann jetzt nicht mehr interessant, interessant wäre evtl. der Verlauf der Werte in der Zwischenzeit sowie insbesondere die aktuellen Werte.

Du solltest also auf jeden Fall mal die aktuellen Werte bestimmen lassen. Und dann solltest du dir einen Endokrinologen suchen, das ist der Facharzt für Schilddrüsenfragen. Ich warne dich aber schonmal vor, die Wartezeiten sind oft sehr lang, da musst du ggf. etwas rumtelefonieren (bei einem wollten mir die tatsächlich erst einen Termin in 1 Jahr geben, bei einem anderen (Ambulanz in Uniklinik) habe ich innerhalb von 3 Wochen einen Termin bekommen). Der Endokrinologe kann die Schilddrüse dann mal richtig untersuchen (auch Ultraschall und ggf. Szintigraphie) und dich dann auch entsprechend medikamentös einstellen.

Alles Gute, LG, Lexi

Danke für deine Antwort, ich habe mich damals mit dem Thema nicht so befasst, und als mir der Arzt dann eine Unterfunktion diagnostizierte, hab ich das so hingenommen und die Tabletten geschluckt. Meine Beschwerden gingen nicht weg, aber meine Werte besserten sich komischerweise, nur meine Beschwerden nicht. Ich ließ dann 2012 im Krankenhaus die Werte bestimmen, ein Ultraschall zeigte schon vorher, dass meine Schilddrüse sehr klein wäre. Ergebnis im Krankenhaus - alles okay. Werte bekam ich von denen keine. Als ich der Ärztin meine Beschwerden wie leichte Übelkeit, Schwindel, Kopf wie in Watte getaucht, Nackenbeschwerden trotz Physiotherapie usw. sagte, meinte sie nur, dass käme niemals von der Schilddrüse. Ich bin auch schon von oben bis unten durchgequeckt. Man fand nichts bei mir. Nur eben Schilddrüsenunterfunktion. Viel Auswahl an Ärzten haben wir auch nicht, wohne ja am A.... der Welt.

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@Sonja5

OhOh, wenn Deine Schildrüse sehr klein ist, könntest Du auch Hashimoto haben. Das ist eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse, wo die Schilddrüse ständig entzündet ist und daher immer mehr schrumpft. Auch wenn Du keine Endokrinologen in Deiner Nähe hast, solltest Du Dich um einen Termin bemühen. Auch ein Nuklearmediziner kann hier durch erweiterte Blutuntersuchungen und Ultraschall feststellen, was das los ist. Meinen Befund "Hashimoto" habe ich vom Nuklearmediziner bekommen, beim Endokrinologen war ich erst wegen einer anderen Sache viele Monate später. lg Gerda

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@gerdavh
Viel Auswahl an Ärzten haben wir auch nicht, wohne ja am A.... der Welt

Das geht mir nicht anders, ich wohne auch auf dem Dorf, wo es "nur" den normalen Hausarzt gibt, Fachärzte findet man erst in den nächsten Städten. Da muss man manchmal eben einen etwas weiteren Fahrtweg in Kauf nehmen, wenn man zu einem Spezialisten will. Das finde ich persönlich aber auch nicht schlimm. Ich fahre lieber etwas weiter und werde dann auch optimal behandelt. Zu meinem Endokrinologen fahre ich auch immer mit dem Zug ca. 1,5 Std. (eine Strecke); mit dem Auto ca. 1 Std. Aber da muss man ja schließlich nicht jede Woche hin, so dass das - zumindest für mich - durchaus akzeptabel ist. (Anm.: Zu (m)einem Gastroenterologen, der sich auf meine Magenerkrankung spezialisiert hat, fahre ich sogar 2 Std. eine Strecke).

Bei deinen Beschwerden und deinen Gesamtumständen würde ich dir schon raten, trotzdem einen Facharzt aufzusuchen, auch wenn er etwas weiter weg ist. Denn das muss ja auf jeden Fall mal gründlich abgeklärt werden.

Einen - hier von Gerdavh auch erwähnten - Nuklearmediziner hätte ich übrigens auch erst in der nächst größeren Stadt, ca. 30 km entfernt, gefunden.

Meine Schilddrüsenmedikamente habe ich jetzt ein paar Tage nicht genommen, bin mir jetzt nur unsicher, ob ich sie nicht bis zum 28.04. mal überhaupt weglassen sollte und dann das Ergebnis abwarten.

Ich würde sie an deiner Stelle doch wieder nehmen, denn bis zum 28. (ich nehme mal an, du meinst Mai) sind es noch 14 Tage. Und wenn du dann bis dahin das L-Thyroxin nicht nimmst, dann erscheinen deine Werte ja ganz anders, als sie derzeit - mit den Tabletten - eigentlich sind. U.U. kommt dann dein Arzt zu dem Schluss, dass alles o.k. ist, wenn du sie nicht nimmst. Übrigens hatte mein Endokrinologe (Prof. an der Uniklinik) gesagt, dass ich die Tablette auch am Morgen vor der Blutentnahme nehmen soll. Das sieht offenbar jeder Arzt anders. Da solltest du dich dann vorher erkundigen, wie "dein" Arzt das gerne hätte.

Alles Gute für dich!

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