Inwiefern könnte eine Psychotherapie bei Adipositas helfen?

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Adipositas beruht in den allermeisten Fällen auf einer Eßstörung und ist insofern genau so psychotherapierbar wie Bulimie und Anorexie. In der Praxis dürfte es allerdings schwer sein, von der Krankenkasse eine reine Psychotherapie (ohne gleichzeitige drastische Änderung des Eßverhaltens unter Aufsicht) bezahlt zu bekommen. Ob eine Therapie klappt oder nicht, hängt immer damit zusammen, ob der Patient "mitarbeitet" oder nicht. Hier http://fressnet.de/blog/?p=699 fand ich noch eine interessante Betrachtung:

Psychotherapie bei Adipositas … ist ein Thema, das im Allgemeinen in der Versenkung bleibt - ein kleines Angebot, wenig Spezialisierung und wohl auch etliche Therapeuten, die dem Problem verständnislos gegenüberstehen. “Weniger Essen und mehr Bewegung” ist das verbreitete “Patentrezept”- Wie es um die Psychodynamik der Übergewichtigen steht - wer will das eigentlich wissen - oft genug doch noch nicht einmal die Betroffenen selbst. Psychodynamisch könnte man sagen, dass ein emotionaler Hunger mit Nahrung beantwortet wird und die Nahrungsaufnahme dafür verwendet wird, die Affekte zu regulieren. Dementsprechend sind auch Beziehungen überwiegend oral determiniert und Konflikte werden durch beständige Nahrungsaufnahme und Inaktivität gewissermaßen süchtig abgewehrt. Betroffene haben große Angst vor dem psychischen Verhungern. Psychische Befunde einer Adipositas: · Angst vor Enttäuschung und Zurückweisung · ausgeprägte Versorgungswünsche · Aggressionsgehemmtheit · Bereitschaft zur Anpassung und zur Zurückstellung der eigenen Bedürfnisse · anklammerndes oder kontaktvermeidendes Verhalten · Trennungsangst · Fortdauernde Sehnsucht nach einem versorgenden mütterlichen Objekt (süchtige Beziehungsstruktur) · versiegende Sexualität · große Einsamkeit

Wie schnell wirkt eine Psychotherapie?

Hallo, wenn man eine Psychotherapie macht, wann zeigt sie die erste Wirkung? Schon nach der ersten Stunde oder erst später?

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Venlafaxin, Lyrica, Dominal, Zopiclon, Jatrosom

Hallo

ich bin stark depressiv , habe eine BPS und PTBS, 2 Krebserkrankungen.

ich war jetzt wieder in der Klinik und wurde auf Venlafaxin gesetzt. Ich nehme morgend 185,7 und mittags 150. Lyrica morgens und abends je 150 und zum Schlafen Dominal 80 (manchmal 2x) und Zopiclon. Ich weiß, dsss das abängig macht. HAtte es letztes Jahr nach jahrelanger Einnahme selber ausgeschlichen, weil ich Amitriptylin bekommen habe. Das kann ich wg. der NW (Blasenentleerungsstörung) nicht mehr nehmen.

Die Einstellung ist jetzt ca. 6 Wochen her. Eine Besserung merke ich nicht. ich habe schon viel durchprobiert. Mir wurde zu Jatrosom geraten. Das will ich wegen der einzuhaltenden Diät jedoch nicht nehmen. Oder hat jemand gute Erfahrung damit?

Danke für eure Antworten

Grüssle

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wie kann ich meine psychiaterin überzeugen, das medikament zu wechseln?

ich bekomme seit 2 jahren das neuroleptikum seroquel wegen verdacht auf borderline persönlichkeitsstörung (stimmungsschwankungen, svv) und depressionen (wobei es auf vor allem auf ersteres anspricht). ich habe es damals in der klinik bekommen und wurde damals sorgfältig ausgesucht (war das dritte medikament, die ersten zwei haben bei mir nicht richtig gewirkt). es wirkt stimmungsstabilisierend und beruhigend und war damals ein segen um einfach mal von meinem gefühlschaos runterzukommen. damals hatte ich 300 mg (Retardtabletten).

nach dem klinikaufenthalt bin ich nun in ambulanter psychotherapie in kombination mit psychopharmaka (seroquel). allerdings wirkt das medikament zu sehr sedierend und ich habe das gefühl, dass es mich in der entwicklung meiner therapie eher behindert, bzw. dass alles einfach bleibt wie es ist. ich habe zwar kaum stimmungsschwankungen mehr gehabt, allerdings oft eine sehr gedrückte stimmung. das habe ich meiner psychiaterin dann auch gesagt und sie meinte, wir sollten die dosis reduzieren. das haben wir dann auch gemacht und sind von 300 auf 200 runter. in den ersten tagen merkte ich, dass meine stimmung im schnitt weniger depressiv war, allerdings die stimmungsschwankungen wieder zurückkamen. nach ein paar wochen verflog der positive effekt allerdings wieder und es war wie vorher, nur mit zusätzlichen stimmungsschwankungen. bei weiteren reduktionsschritten ist genau das selbe passiert: nebenwirkungen blieben, eigentliche wirkung des medikamentens verschlechterte sich. mittlerweile bin ich bei 75 mg (25 mg Mittags, 50 Abends)

nun zu den eigentlichen fragen:

irgendwie finde ich, das bringt nichts mehr so weiter und habe das gefühl, dass es sinnvoll ist, das medikament zu wechseln. es soll zwar stabilisierend wirken, allerdings nicht sedierend, sondern eher stimmungsaufhellend. gibt es sowas?

wie kann ich meine psychiaterin überzeugen, dass ich ein anderes medikament will? sie tendiert meiner meinung nach mittelfristig gesehen eher zu absetzen, wovor ich allerdings grosse angst habe und ich glaube, dass es nicht klappen wird - noch nicht jetzt. ich will ihr eigentlich nicht einfach sagen: "ich möchte das medikament wechseln". vielleicht hat sie dann das gefühl, dass ich glaube, sie macht ihre arbeit nicht richtig. ich habe mich mit der medikation von psychopharmaka etwas eingelesen, habe mir ein paar bücher fachliteratur besorgt, da mich das thema irgendwie interessiert. ich weiss natürlich, dass diese entscheidungen meine ärztin zu treffen hat, allerdings finde ich einfach, seroquel ist nicht mehr das richtige medikament für mich. ich habe auch angst, dass sie mich nicht richtig ernst nimmt, da ich erst 16 bin. und noch die letzte frage: welche medikamentengruppe wäre für mich am ehesten geeignet? wenn ich ihr vielleicht einen vorschlag bringe, nimmt sie mich vielleicht eher ernst, da sie merkt, dass ich mich informiert habe und es mir wichtig ist.

vielleicht kann mir ja jmd. ein paar anregung für mich.

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Appetit und Hunger durch Akupressur bremsen?

Ich habe von einer Akupressur- Therapie gehört, bei der der Hungernerv so beeinflusst wird, dass man automatisch weniger hunger hat. Angeblich ist der Erfolg schon bewiesen. Ich würde diese Akupressur- Therapie gerne durchführen, frage mich aber, ob sie überhaupt wirken kann? Hat jemand von euch auch schon mal davon gehört, oder noch besser Erfahrungen damit gesammelt? Ich würde das gerne machen lassen, wenn ich mich darüber noch genauer informiert habe. Auch über die Kosten, die ja wahrscheinlich, wie ich unser Gesundheitssystem kenne, privat gezahlt werden müssen. Mir ist klar, das so eine Therapie nur begleitend zu einer Ernährungsumstellung funktionieren kann.

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Lebensberatung oder Psychotherapie, was ist besser?

Die Psychotherapie wird ja von der Krankenkasse bezahlt. Aber die Lebensberatung umfasst - so glaube ich - mehr Gebiete. Also auch mit ganz praktischen Hilfestellungen und so. Sehe ich das richtig? Aber ich glaube eine Lebensberatungsstelle muss man selber bezahlen, nicht wahr?

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