Inwiefern hat man als Patient ein Mitspracherecht bei der Auswahl des Antidepressivums?

3 Antworten

Meinst Du nicht, daß Deine Freundin dies am besten direkt mit dem verschreibenden Arzt klärt? Dort kann sie ihre Argumente gegen das von ihr abgelehnte Medikament vorbringen und der Arzt kann entweder ihre Bedenken zerstreuen oder aber begründen, warum er dieses Medikament für besonders geeignet hält und ob es Alternativen gibt.

Es ist doch bei dieser aut-idem-Regelung ähnlich: nur wenn der Patient den Arzt davon überzeugen kann, daß es das teure Medikament sein muß und nicht ein preiswertes Generikum, bekommt er das Kreuz bei aut idem (und das gewünschte Medikament). Also: alles hängt vom behandelnden Arzt ab.

Grundsätzlich sollte man davon ausgehen, dass der Arzt Deiner Freundin Medikamente verschreibt, bei denen er davon ausgehen kann, dass sie der Patientin helfen. Wenn Deine Freundin wegen eines verordneten Medikamentes Bedenken hat, sollte sie dies mit ihrem Arzt besprechen und ggf.um ein alternatives Präparat bitten. Der Arzt wird auch wissen, dass es winig Sinn macht, eimen Patienten eine Medzin zu verschreiben, die dieser dann voraussichtlich nicht einnehmen wird. Ein einfühlsamer Arzt wird auf das Problem Deiner Freundin eingehen.

Grundsätzlich entscheidet der Arzt über die Wahl der Medikamente. Ein Arzt weiß aber auch, dass es sinnlos ist, einem Patienten etwas zu verschreiben, was er nicht einnehmen möchte, weil sich der Patient dann möglicherweise verweigert. Die Psychische Komponenente spielt da eine große Rolle. Wenn deine Freundin dem Arzt erklärt, was und warum sie etwas nicht einnehmen möchte, dann wird der Arzt sicher Verständnis haben.

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