Inwiefern hängen Schizophrenie und Drogen zusammen?

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4 Antworten

Speziell beim Thema "Schizophrenie" und verwandte Psychosen sind die meisten Psychiater ziemlich auf dem Holzweg. Das meinen die Betroffenen-Selbsthilfebewegung und eine Minderheit von Psychiatern und Psychotherapeuten, die sich mehr auf empirische Erfahrungen stützen als auf unbewiesene Theorien über genetische Veranlagung! Man muß wissen, daß die "Szene" von der beteiligten Pharma-Industrie beherrscht wird, die mit ihren Medikamenten Milliarden einnimmt und die ganze Szene mit Informationen überflutet, die alle den Tenor haben, daß eben "nur" oder "hauptsächlich" diese Medikamente helfen. Von anderen Erfahrungen, Sichtweisen, Ursachen- und Erklärungsmodellen, Psychotherapie und so weiter hört man aus dieser Richtung natürlich nichts!

Tausende Menschen wurden und werden wahrscheinlich weiterhin Opfer eine fehlerhaften ärztlichen Einschätzung! Ein Skandal! Über den leider nicht berichtet wird. Die Öffentlichkeit kann das nicht beurteilen - sie weiß von diesen Erkrankungen zu wenig; und alle anderen "Verantwortlichen" in Krankenkassen, Behörden und anderswo müssen sich auf die "fachmännischen" Meinungen und urteile der Psychiater verlassen, die die "Deutungsmacht" haben. Und die Opfer, die das ausbaden müssen, sind natürlich in erster Linie die Patienten, aber auch ihre Angehörigen und das weitere Umfeld.

Wir vom Betroffenenverband gehen davon aus, daß Drogen eine schizophrene Psychose AUSLÖSEN können, aber nicht wirklich VERURSACHEN. Es muß ein gewisses Potenzial vorhanden sein an unterdrückten / verdrängten Gefühlen, Bedürfnissen, Bewußtseinsinhalten, Konflikten usw. Diese im Unbewußten liegenden Dinge treten bei Einnahme von Drogen an die Oberfläche des Bewußtseins und überfordern sehr oft die betroffenen Menschen. Der Verstand setzt aus, weil die Dinge, die da aus dem Unbewußten erkennbar werden, zu belastend sind, um sie aushalten zu können. Mit den Genen hat das eigentlich NICHTS zu tun.

Ich räume ein, daß eine gewisse Prädisposition bei einigen Menschen eintreten kann dadurch, dass sie sehr sensibel / Empfindsam sind und dadurch eher zu seelischen Verletzungen / Traumata neigen, die sich später zu einer Psychose / Schizophrenie entwickeln können - UNTER DER VORAUSSETZUNG, daß die anderen Faktoren, die auch dazugehören, gegeben sind.

Bei den Ursachen von Schizophrenie wird von einem Zusammenwirken unterschiedlicher Faktoren ausgegangen, wobei angenommen wird, dass die genetische Veranlagung (Disposition) eine zentrale Rolle spielt.

Die genetische Veranlagung, biochemische Faktoren oder Geburtskomplikationen können aber als Disposition verstanden werden, die nur dann zur Entstehung einer schizophrenen Erkrankung führt, wenn andere Faktoren hinzukommen.

Als Beispiele für Faktoren, die bei einer entsprechenden Veranlagung zum Ausbruch von Schizophrenie führen, gelten Drogenkonsum und besonders einschneidende Lebensereignisse.

(http://www.onmeda.de/krankheiten/schizophrenie.html?p=3)

Was war zuerst da, die Henne oder das Ei? Bei Schizophrenie ist das genauso, man kann es eigentlich nicht beantworten. Einerseits besteht bei dieser Krankheit eine genetische Disposition, andererseits aber führt langjähriger Drogenmissbrauch auch oft zu Schizophrenie. Aber macht es denn überhaupt Sinn, diese Frage zu stellen? Es ist doch schlimm genug, wenn diese Krankheit ausgebrochen ist.

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