Frage von sonne123, 79

Indikation für den Notarzt?

Hallo,

wie ich schon in einer meiner vorherigen Fragen geschrieben habe, ist meine Mutter mit RTW nach einem kurzfristigen Aufenthalt zu Hause wieder ins KH eingeliefert worden. Diagnose im KH: Harnverhalt.

War es richtig die 112 zu verständigen oder wäre der ärztliche Bereitschaftsdienst ausreichend gewesen? Muss dazu sagen, das ich zuerst mit dem ärztlichen Bereitschaftsdienst telefonierte und dieser mir empfahl die 112 zu verständigen. Meine Mutter schrie vor Schmerzen. Der Notarzt wurde mit auf den Weg geschickt, welcher jedoch den Transport ins KH nicht weiter begleitete. Sie war nach Anlegen eines Tropf schmerzfrei.......Die Vorgehensweise will ich nicht anzweifeln. Meiner Mutter wurde geholfen und nur das zählt.

Ein Notarzt wird alarmiert wenn lebensbedrohliche Zustände das erfordern. Zählen akute Schmerzzustände dazu, so das ein Notarzt gerechtfertigt ist? Nach einem kurzen Gespräch mit einem der Rettungssanitäter hatte ich den Eindruck, das der ärztliche Bereitschaftsdienst ebenso diese Hilfe leisten konnte. Dazu war es kurz vor Mitternacht.....Wie verhalte ich mich, wenn so ein akuter Zustand erneut eintritt? Man möchte ja nicht unnötig Rettungsmittel in Gang setzen.....

LG

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Taigar, 60

Hi Sonne,

Vorweg: Du hast absolut richtig gehandelt .. Du hast den ärztlichen Bereitschaftsdienst kontaktiert welcher dir die 112 nahegelegt hat. Von daher zweifel nicht daran ob du dich richtig Verhalten hast.

Ob ein Notarzt mit zu einem Einsatz entsandt wird hängt von dem Einsatzszenario ab aber auch davon wie der Leitstellen Disponent das ganze einschätzt. Ggf. hat man die Schreie von deiner Mutter mitbekommen und vorsichtshalber einen Notarzt auf den Weg geschickt. Bloße Schmerzen stellen meines Wissens keine Notarzt Indikation dar.

Das Notärzte mit den auf den Weg geschickt werden obwohl die Indikation sich letztendlich nicht ergibt ist keine seltenheit, wie bei euch geschehen hat der Notarzt den Transport ja dann nicht weiter begleitet und war dann wieder frei für neue Einsätze.

Wie verhalte ich mich, wenn so ein akuter Zustand erneut eintritt? Man
möchte ja nicht unnötig Rettungsmittel in Gang setzen.....

Genauso wie das mal zuvor .. Ruf den ärztlichen Bereitschaftsdienst an, wenn du auf die 112 verwiesen wirst ruf dort an. Meistens fragen die bei der Leitstelle (so war es bei mir jedenfalls immer) ob so etwas schon mal vorgekommen sei, da kannst du ja dann sagen was beim letzten mal war und dass der Notarzt eher unnötig gekommen ist.

Alles in Allem ehrt es dich sehr dass du dir Gedanken darüber machst ob das alles nun gerechtfertigt war, aber deine Mutter hatte ja tatsächlich ernste Probleme. Wenn du wüsstest wegen was für Lapallien der Rettungsdienst gerufen wird ..

Alles Gute!

Kommentar von sonne123 ,

Der Dezernent in der Leitstelle sagte, das er einen RTW und dazu einen Notarzt schicken würde. Ich weiß im Nachhinein nicht mehr, was ich überhaupt am Telefon gesagt habe. War total im Stress.  Ein Grund kann sein, wie von dir vermutet, die Schreie meiner Mutter im Hintergrund, die wirklich nicht zu überhören waren. Ich konnte nichts weiter tun, als sie versuchen zu beruhigen und das Warten auf Hilfe. Gut war, das sie einen Notrufknopf hat und ich somit telefonisch informiert wurde, so das ich mich gleich auf den Weg machen konnte. Danke für deine Antwort verbunden mit lieben Grüßen

Kommentar von sonne123 ,

Meinte Disponent und nicht Dezernent....

Kommentar von xraynrw ,

Es gibt einen Notarztindikationskatalog. Danach entscheidet der Disponent. Für Interessenten:

http://www.bundesaerztekammer.de/aerzte/versorgung/notfallmedizin/notarzt/indika...

Kommentar von Taigar ,

Kann ich verstehen dass du total im Stress warst, wird auch eine menge Adrenalin dabei gewesen sein. Ich finde wie gesagt du hast alles richtig gemacht, deine Mutter kann Stolz sein so eine gewissenhafte Tochter an ihrer Seite zu haben. :)

Kommentar von sonne123 ,

Danke für das nette Kompliment, leider sehen das nicht alle so und da ist es manchmal recht schwer. Danke! LG 

Kommentar von Taigar ,

Das kann ich mir Vorstellen, aber lass dich davon nicht beirren. Bleib Stark und so wie du bist, du machst das schon richtig! LG zurück

Antwort
von Winherby, 28

Hallo Sonne,

natürlich war alles richtig, wie Du gehandelt hast, zumal Du der Empfehlung des ärztl. Bereitschaftsdienstes gefolgt bist. 

Der Disponent der Leitstelle der 112 kennt ja die jüngere  Krankenvorgeschichte Deiner Mutter nicht, und er weiss nicht, dass Du sie kennst. Wenn der Disponent dann beim Telefonat die Schmerzschreie eines kranken/verletzten Menschen im Hintergrund hört, dann kann er garnicht anders, als den Arzt mitzuschicken.

 Denn Du als Laie kannst und darfst ja nicht entscheiden, warum die schreiende Mutter solche Schmerzen hat, das kann und darf nur der mitgeschickte Arzt. Daher war es richtig, dass ein Notarzt dabei war, zumal er Deine Mutter schnell schmerzfrei stellen konnte. 

Nun will ich nur sehr hoffen, dass die Ärzte im Krhs die Ursache des Harnverhaltes bald finden und abstellen. Bei meiner Mutter war es die Verengung am unteren Ende des Ureters. Sie bekam dagegen eine Schiene in den Ureter, diese wird alle ca 6 Monate mal gewechselt. Seither hat sie kaum noch Probleme. Ich wünsche Deiner Mutter alles Gute und Dir mehr Ruhe, lG

Antwort
von farasi, 49

wenn jemand seine blase nicht leeren kann, besteht akute lebensgefahr.

es war richtig den rettungswagen zu rufen und es war richtig, um einen notarzt zu bitten.

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