Ich kann mein Bein nicht mehr aktiv bewegen (kein Ischias). Was könnte das sein?

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Hallo walesca,

die von Dir beschriebene Art der Beschwerden, könnte ich ebenfalls zeitweilig von mir selbst genau so beschreiben. Bei mir handelt es sich dabei um eine Coxarthrose. Diese anfallsweisen Schmerzen mit sehr heftiger Bewegungseinschränkung haben mich vor kurzer Zeit bewogen, mir ein Auto mit Automatikgetriebe zu kaufen. Denn bei mir ist das li. Kupplungsbein betroffen.

Die zeitweise fast vollständige Unfähigkeit das Bein zu heben ist eine vom Hirn übers autonome Nervensystem gesteuerte Blockade.

Auch bei mir half Ibu nicht, zum Glück aber Diclofenac einigermaßen.

Ich komme aber mittlerweile recht schmerzfrei über die Runden, denn auf Dauer nehme ich regelmäßig Lebertran, Teufelskralle u. Vit. E, und zusätzlich ein Nahrungsergänzungsmittel namens "Gelenkproteine forte". Mir ist bekannt, dass diese Nahrungsergänzungen allgemein als unnötig eingestuft werden, aber ich fühle mich gut seit ich es nehme, also hilft es (mir). 

Aber dieses Gelenkprotein forte beinhaltet eine hohe Dosis Glucosaminsulfat , Chondroitinsulfat und 50Vol.% Kollagenhydrolysat.  Dies ist ein wesentlicher organischer Bestandteil des Bindegewebes, dazu zählt auch der Gelenkknorpel. Daher ist zu erklären, dass ich einige Patienten hatte, die durch langjährige Einnahme von Haushalts-Gelatine beachtliche Verbesserung bei deren Gelenkproblemen hatten. Auf Grund dieser Erfahrungen empfehle diese Gelatine gerne, auch wenn einige ganz Schlaue meinen, dass Gelatine nicht an den Knorpel "vordringen" könne. Fest steht Knorpel, bzw. Gelatine, ist Nahrung für Knorpel, dies weiss ich bereits aus meiner Kindheitszeit, wo mein Vater noch Schäferhunde züchtete und den Welpen oft Knorpel zu fressen gab, damit die Lauscher schön früh aufrecht standen.

Zusätzlich fahre ich 2 x oder gerne auch 3 x pro Jahr nach Bad Heviz in Ungarn. Der Heilsee dort hat geradezu unglaubliche Wirkung, - und das sage ausgerechnet ich, der früher nie etwas von Heilbädern gehalten hat.

Ungarn hat noch keinen €uro, ist daher noch sehr preiswert, eine Übernachtung in einer Privatpension ab 8€, ein (Abend-)Essen ab 6€, - dies nur am Rande. Guckst Du "heviz.hu" ,oben re. Sprache wählen.

Du schließt den Ischias sehr kategorisch aus. Du weisst, dass es drei Äste dieses Nerves gibt? Einer davon geht in die Leiste, nur soviel dazu. Lass es also besser mal mit überprüfen.

Ich würde noch nicht zum Sonntags-Notdienst gehen. Was kann er machen? Entweder eine Hammerspritze zwecks Betäubung, oder vielleicht Cortison ins Gelenk? Ach man weiß es nicht. Versuchs mal mit DICLOFENAC ratiopharm 75 mg SL Retardkapseln, die haben mir ganz gut übern Berg geholfen, wenn so ein entzündlicher Schmerzanfall kam.

Dies alles gilt aber nur für den Fall, wenn es sich bei Dir ebenfalls um den Beginn einer Coxarthrose handelt. Dies kann aber nur Dein Arzt genau überprüfen (lassen). Um einen Termin beim Doc. kommst Du also kaum herum.

Alles Gute, Winherby




Hallo Winherby! Ja, auch ich habe eine Coxarthrose in den Hüften, die aber noch nicht ganz so schlimm ist, dass ich neue Gelenke bräuchte. Schon seit Jahren nehme ich "Glucosamin 800 + Chondroitin von Doppelherz" und habe dadurch eine wesentliche Verbesserung erreichen können. Dazu Wassergymnastik und Nordic-Walking - damit kam ich bisher ohne solche Extrem-Attacken über die Runden. Aber es kann ja eben auch mit der Sarkoidose zusammenhängen, denn auch dabei kann es zu Gelenk- und Muskelschmerzen kommen. Wenn ich das nur wüsste!! Du hast Recht, dass der Notarzt ja nicht wirklich etwas machen kann. Daher werde ich bis morgen abwarten, dann zu meinem HA gehen und ggf. noch eine Nacht in meiner bequemen Gartenliege übernachten. Danke für Deine ausführliche Antwort! LG

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@walesca

Hallo Walesca,

hab ich es mir doch gedacht, denn die beschriebenen Symptome passen exakt zur Coxarthrose.Dass man dann zwischendurch immer mal wieder solche Schmerzattacken bekommt ist bedauerlich, aber fast nicht zu vermeiden.

Ich habe für mich festgestellt, dass es z. T. mit den Schuhen zusammen hängt. Wenn ich meine Lieblingssommerschluffen anhabe, muss ich besonders aufpassen welche Bewegung ich mache, - speziell bei Richtungsänderungen.

Es hängt mit der Schuhsohle zusammen: Je griffiger die Sohle des Schuhes ist, umso mehr werden die Beingelenke belastet. Die Drehung des Körpers bei einer Richtungsänderung wird ja über die Gelenke von oben nach unten weitergeleitet. Zuerst übers Becken zum Hüftgelenk, dann über die Knie und die Sprunggelenke. Kommt dann an den Schuhsohlen, durch deren Rutschfestigkeit, ein Widerstand gegen diese Drehung auf, dann entsteht in den Beingelenken eine höhere Torsionsbelastung, tendenziell quasi eine „Verdrehung“. Diese Drehbelastung im Gelenk fällt besonders dann auf, wenn ein Gelenk bereits vorgeschädigt ist.

Viele Sportler haben damit zu kämpfen, besonders bei den Sportarten, wo eine hohe Belastung durch schnelle Richtungswechsel stattfindet, als klassisches Beispiel nenne ich gerne Tennis. Schön griffige Sohlen an den Tennisschuhen, damit man nicht ausrutscht, erzeugt bei Stopps oft so ein Quitsch-Bremsgeräusch, ist Dir sicher mal aufgefallen beim Hallentennisturnier, früher als wir noch alle unserem Bobbele zugeschaut haben. Drum passieren proportional die meisten Bänderdehnungen am Sprunggelenk und Kreuzbandverletzungen beim Hallensport. Das gleiche beim Fußball, der griffigen Stollen wegen. Auf dem Sandplatz hat der Fuß viel Schlupf, es passiert viel weniger. Für guten Schlupf wird auch im Ballsaal gesorgt, indem für die Tänzer Sägespäne gestreut werden, auch ein Schutz für die Gelenke.

Und nun sind wir beim für uns blöden Dilemma: Einerseits tragen wir Gelenkgeschädigte gerne weich gesohlte Schuhe, der guten Schrittstoß-Dämpfung wegen. Andererseits sorgt diese schöön weiche Sohle gleichzeitig für gute Rutschfestigkeit, - autsch! Ideal wären Schuhe mit fester und "rutschfreudiger" (Hartgummi-) Sohle, aber mit weicher, dämpfender Zwischenlage zwischen Fußbett und Laufsohle, quasi so eine Sandwich-Sohle. Am besten mit dem weich besohlten Schuh ab zum Schuhmacher und eine „rutschige“ Laufsohle zusätzlich drunter pappen lassen.

Ich würde mich jetzt an Deiner Stelle nicht auf die Sarkoidose festlegen, red Dir das nicht ein, bitte keinen Nocebo-Effekt entwickeln. Denn erstens schriebst Du, dass die im KH bisher lediglich einen Verdacht darauf haben, und zweitens tritt die Sarkoidose eher in der Lunge und in den Lympfgefäßen auf. „Verdacht auf“... sagt mir erstmal, dass die Erkrankung, -wenn überhaupt-, noch im Anfangsstadium ist. Davon mal ausgehend denke ich, dass die Hüftschmerzen vom Hüftgelenk verursacht werden, vermutlich ein Entzündungsschub.

Womöglich aber entwickelst Du jetzt eine Wetterfühligkeit. Das kenne ich von meiner Mutter, sie hat 6 Hüftgel.-OPs hinter sich. Bei blauestem Himmel und strahlendstem Sonnenschein sagt sie, dass es bald regnet. Ja, jaaaa, ist schon guuut, denkt jeder, - zwei Stunden später: Wolkenbruch!

Soweit wie bei meiner Mum will ich es für mich nur ungern kommen lassen, deshalb treibe ich keinerlei Sport mit Belastung der Hüftgelenke, wie Walken, etc. Ich fahre Rad und schwimme, kann ich Dir wärmstens empfehlen. Nichts gegen Nordic-Walking, im Gegenteil, dafür hab ich sogar eine zeitlang Kurse geleitet, aber die Hüftgelenke bleiben belastet. Auch die Versuche manch Betroffener mit den MBT-Schuhen können hilfreich sein, aber auch damit steht der Körper immer auf den Hüften. 30 Jahre früher, als Präventionsmassnahme, da hätte das noch eher Sinn gemacht.

An Deiner Stelle würde ich weiterhin das Doppelherz nehmen, zusätzlich vielleicht die Teufelskralle + Vit. E gegen die Entzündungen, notfalls (wie jetzt) Diclo, und ich würde nicht mehr walken gehen, sondern radeln oder schwimmen (kann Dich ja mal mitnehmen nach Ungarn) . Und wenn Dich meine Feststellung bzgl. der Schuhsohle überzeugt, dann gehst Du evtl. mal zum Schuhmacher?

So das war´s schon wieder, hmmm, mal wieder lang geworden. Komisch, bei den meisten anderen hier fallen die Antworten fast immer sehr kurz aus.

Ich hoffe, dass es Dir heute schon wieder besser geht, der Wetterumschwung ist ja durch, lG, Winherby

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@Winherby

Tja, Winherby, den Verdacht auf Sarkoidose haben sie im KH wegen eines Hautausschlages, geschwollener Beine und des hohen Fiebers geäußert. Dazu war dann auch noch der Interleukin-2-Wert im Blut erhöht. Du hast Recht, es wird sicher erst ganz am Anfang sein, aber seitdem bin ich halt ganz schön verunsichert!! Aber die Coxarthrose liegt da wohl wirklich näher, auch wenn ich eine so heftige Attacke noch nicht erlebt habe. Das mit den Schuhen, die sich auf die gesamte Statik auswirken, ist mir auch bewusst. Ich trage schon seit Jahren nur Bequemschuhe (Finn-K.) mit speziellen Einlagen darin, die direkt am Fuß angepasst werden. Damit wird eine kleine Fehlbildung der Füße optimal korrigiert. (jurtin.at). Aber wegen der ständigen Krankheiten bin ich schon seit Monaten nicht dazu gekommen, mir in Rheinbach (150 km von hier) neue Einlagen anfertigen zu lassen. Vielleicht ist ja auch die dadurch entstandene Fehlbelastung der Gelenke der Auslöser für die Beschwerden - hoffentlich!! Ich danke Dir für die fachliche Diskussion, die mich doch ein wenig beruhigt hat. Heute geht es auch schon ein klein wenig besser, so dass ich wohl keine 2. Nacht in meiner bequemen Gartenliege nächtigen muss. LG

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@walesca

Hallo walesca, danke für den Stern. Da dürfen wir ja mal gespannt sein, was da nun schlussendlich bei rauskommt. Wünsche Dir alles Gute, Winherby

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@Winherby

Hallo walesca,

machst Du nicht mehr mit hier bei GF ?? Habe lange nichts mehr gelesen von Dir.

Geht es Dir nicht so gut? Wegen der Hüftgelenke oder wg. der Sarkoidose? Melde Dich doch mal. würde mich sehr freuen von Dir zu hören, lG, Herbert

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Hallo,

je nachdem in welchem Organsystem dieSakroidose verdachtsmäßig gestellt wurde, könnte  es evtl was mit der Bewegungseinschränkung zusammenhängen. Allerdings könnten auch andere Ursachen möglich sein. Bei Leistenschmerzen denkt man schnell an Hernien, oder auch die Hüfte.

Ich kann mich den anderen nur anschließen- am besten heute noch ins Krhaus. Am besten in das, wo Du gerade die drei Wochen warst :)

Gute Besserung  Bea

Die Sarkoidose wurde an Hand von Blutwerten festgestellt. Ich war wegen unklarem Fieber (über 40°!) dort. Durch einen Hautausschlag war der Arzt auf diese Spur gekommen, aber es wurde keinerlei Krankheitsherd gefunden (Rö und CT von NNH, Lunge und dem gesamten Bauchraum, dazu noch Herz-Echo durch die Speiseröhre). Ja, es kann natürlich auch von der Hüfte kommen, die auch ziemlich kaputt ist. Ich werde einfach mal bis morgen warten und alles mit dem HA besprechen. Danke für Deine Antwort. LG

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Hallo Waleska,

es tut mir sehr leid, was Du gerade wieder durchmachst und ich wünsche Dir, dass es Dir recht bald wieder besser geht.

Wegen des Beines würde ich so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen, denn nur der Arzt kann klären was die wirkliche Ursache ist.

Alles Gute und liebe Güße

Chris

Danke für Deine Anteilnahme. Es ist halt die Frage, ob dies eine Erscheinungsform der festgestellten Sarkoidose ist, oder andere Ursachen hat. Bevor ich damit schon wieder ins Krankenhaus gehe, will ich morgen erst einmal mit meinem Internisten reden. LG

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