Ich kann manchmal den Stuhlgang nicht halten, muss ich Windeln tragen?

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Die Hilfs- bzw. Therapiemöglichkeiten hängen von den Ursachen der Stuhlinkontinenz ab (z. B. Schädigung des Schließmuskels / Beckenbodenschwäche / Durchfallerkrankungen / Nervenschädigungen).

Als Hilfsmittel, damit der Stuhl nicht unkontrolliert die Unterwäsche und Kleidung beschmutzt, sind zahlreiche Produkte im Handel erhältlich.

Dazu zählen zum Beispiel Inkontinenzvorlagen, Inkontinenzhosen, Netzhosen für Inkontinenzvorlagen, Stuhlauffangbeutel und Analtampons.

Zusätzlich sind bei leichter bis mittelschwerer Stuhlinkontinenz die langfristige Regulierung des Stuhlgangs (regelmäßig, weder Durchfall noch Verstopfung) sowie Beckenbodengymnastik empfehlenswert.

Bei Nervenschäden als Ursache der Stuhlinkontinenz ist die sogenannte sakrale Nervenstimulation eine vielversprechende neue Behandlung, bei der ein Schrittmacher die noch intakten Nervenenden des Schließmuskels stimuliert. Der Schließmuskel zieht sich dadurch zusammen und hält den Stuhl zurück. Um Stuhl zu entleeren, wird der Schrittmacher dann abgeschaltet.

Wenn der Schließmuskel definitiv nicht mehr funktioniert und zerstört ist, kann eine Operation bei Stuhlinkontinenz helfen, den Stuhlgang wieder bewusst zu kontrollieren.

(onmeda.de)

Übungen zur Stärkung des Beckenbodens könnten auch Abhilfe schaffen. Allerdings geht das nicht so schnell, es dauert eine Weile, bis der Beckenboden gefestigt ist. Bis dahin wären Windeln eine zeitweilige Alternative.

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