Ich friere wie ein Schneider und schwitze zugleich, warum?

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1 Antwort

Mein Hausarzt weiß keinen Rat

Was hat er denn bisher bei Dir untersucht (sh. unten)? Es sollten zunächst einmal organische Ursachen ausgeschlossen werden, ehe man eventuell an psychische Gründe denkt.

Häufige Ursache für das Frieren sind Durchblutungsstörungen …

  • … als Folge von zu wenig Bewegung (Wie wäre es mal wieder mit Treppensteigen, Radfahren und regelmäßigem Sport?)
  • … als Folge von Flüssigkeitsmangel (Trinken Sie bitte im Winter ausreichend lauwarmes Wasser, heißen Kräuter-, Gewürz- oder Ingwertee, oder zur Abwechslung auch mal eine Gemüsebrühe.)
  • … als Folge von starkem Rauchen (Wer viel raucht, weiß selbst, dass das nicht gesund ist. Falls Sie zudem übermäßig stark frieren, wäre es sinnvoll, die tägliche Menge an Zigaretten zu reduzieren oder gleich ganz mit dem Rauchen aufzuhören.)

Der Körper versucht zwar, mit Gänsehaut, Zähneklappern und Zittern eigene Wärme zu produzieren. Aber der Notfallplan klappt meist nicht, sodass der Organismus das warme Blut aus den Extremitäten abzieht, um die inneren Organe zu schützen.

Mit kalten Händen und Füßen können sich bemerkbar machen:

  • zu niedriger Blutdruck
  • Diabetes
  • Unterfunktion der Schilddrüse
  • hormonelle Umstellungen
  • akuter Eisenmangel

Fragen Sie bitte Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, ob das ständige Frieren mit einer dieser Ursachen zusammenhängen könnte. Denn erst wenn Sie den Grund kennen, können Sie wirksam entgegensteuern.

http://warmup-cooldown.de/6-medizinische-gruende-fuers-frieren/



Faustulus 29.11.2015, 11:12

Erst mal vielen Dank für die ausführliche Antwort auf meine Frage. Zu den einzelnen Punkten möchte ich folgendes bemerken.

Ich schätze meine körperliche Bewegung als mindestens durchschnittlich ein. So gehe ich beispielsweise jeden Morgen eine dreiviertel Stunde mit dem Hund und erledige viele Besorgungen per pedes (zum Bäcker und zurück sind es immerhin über drei Kilometer).

Natürlich könnte ich hin und wiederetwas mehr trinken (wer eigentlich nicht?), aber mein Tageskonsum an Flüssigkeit bewegt sich immerhin um plus/ minus zwei Liter. Ich habe nie geraucht, und Alkohol ist sehr selten ein Thema, und wenn, dann absolut gemäßigt (alle Jubeljahre ein Schnäppschen nach dem Essen,ein Glas Rotwein am Abend)

Mein Blutdruck befindet sichfast immer und seit ewigen Zeiten in einem perfekten Bereich (120/80).

Diabetes liegt nachweislich nicht vor, desgleichen eine Unterfunktion der Schilddrüse oder akuter Eisenmangel. Diese Punkte wurden inzwischen mehrfach abgeklärt.

Einehormonelle Umstellung ist zunächst einmal nicht auszuschließen (Ich bin 66, männlich), und meine Heilpraktikerin hat bereits in diese Richtung therapiert – bislang leider offenbar ohne Erfolg.

Inzwischen fühle ich mich übrigens wieder etwas besser, das akute Frieren ist einer „unterschwelligen“ Form gewichen. Vielleicht noch ein paar Erläuterungen zu dem Phänomen:

Diese„Schübe“ treten ohne auf den ersten Blick erkennbare Ursachen/ Auslöser auf, so mitunter auch mitten im Sommer bei 35 Grad. Dann ziehe ich z.B. einen dicken Pullover an, friere jedoch weiterhin und bin bald schweißgebadet. Eine Gänsehaut ist dann nicht in Sicht, ich zittere nicht, und meine Zähne denken nicht daran zu zittern.

Irgendwie habe ich die Vermutung, dass sich zwar mein Organismus„temperaturkonform“ verhält (z.B. durch das Schwitzen bei entsprechender Kleidung), mein Gehirn jedoch eine falsche Information(Frieren!) weitergibt.

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evistie 29.11.2015, 18:08
@Faustulus

Schön, dass Du noch etwas mehr dazu geschrieben hast. Da Du schon etwas älter bist und sicherlich bereits irgendwelche Medikamente einnimmst, wäre beispielsweise auch eine Medikamentenneben-  oder Wechselwirkung möglich. Offenbar fährst Du zweigleisig (Arzt + Heilpraktikerin) - wissen die beiden voneinander? Wenigstens Dein Arzt sollte wissen, was Dir die Heilpraktikerin verabreicht. Denn auch "natürliche" Mittel können Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln haben! Ein gutes Beispiel dafür ist z. B. Johanniskraut: als "harmloses" Mittel gegen Stimmungsschwankungen und Depressionen ist es sogar frei verkäuflich, hat aber trotzdem erhebliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten i. S. einer Wirkungssteigerung oder -Schwächung.

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