Ich bin mir recht sicher das ich Depressionen habe. Wie sage ich das meinen Eltern?

5 Antworten

Zuerst solltest Du mit Deinem Hausarzt über Deinen Zustand reden. Im Gegensatz zu Sally (dinska) glaube ich nicht, dass Dich ein Erstgespräch mit Deiner Mutter auch nur einen Schritt weiterbrächte. Sie ist offenbar nicht Deine "Person des Vertrauens". Zu Deinem Arzt könntest Du Vertrauen haben, weil er ohne Deine Einwilligung nicht mit Deinen Eltern sprechen dürfte. Anmerkung: Wenn Du Dich bei Deinem HA anmeldest, sag' gleich dazu, dass das Gespräch länger dauern wird, damit nicht nur 10 Minuten eingeplant werden. Sollte eine Sprechstundenhilfe so dreist sein, zu fragen, worum es geht(soll ja mal vorkommen), dann sag klar, dass Du das nur dem Doc erzählen willst.

Hm, das ist schwierig, darauf zu antworten. Wir kennen Deine genaue Situation nicht und wissen auch nicht, was Du für ein Mensch bist.

Was mir aber beim Lesen aufgefallen ist, will ich Dir gerne mitteilen:

Du lernst nicht für Deine Eltern! Wenn Deine Eltern Dich nur als Schulnoten wahrnehmen, ist das ihr Problem, nicht Deines. Du bist nicht dafür verantwortlich, daß Deine Eltern sich gut fühlen können, indem sie Dich als Vorzueigeobjekt mißbrauchen.

Natürlich fragt man als Eltern auch, was für Noten ein Kind hat. aber mit meinem 5er-Kind habe ich mich über eine 4 gefreut, und bei dem 1,0er frage ich: woher kommt denn jetzt die 2?

Ich finde es aber wichtig, daß man das beste aus der jeweiligen Lernsituation macht. Manches geht einfach nicht. Wenn man aber faul ist oder wegen falscher Prioritäten ständig schlechte Noten hat, sollte man etwas ändern.

Falsch ist es dagegen, Liebe und Zuwendung durch Leistung erreichen zu wollen (oder zu sollen). Hast Du "nur" Angst, Deine Eltern zu enttäuschen (wenn Du schlechte Noten heimbringst) oder haben sie das mal so formuliert? Als eines meiner Kinder beim selben Lehrer 3 Fünfen geschafft hatte, fühlte ich mich selbst ein bißchen schuldig, daß ich nicht eher daran gedacht hatte, ihm Hilfe zu besorgen. Ich habe mich dann beim Lehrer um Buchhilfen bemüht, um mich ins Thema einzuarbeiten, und als ich das selbst nicht konnte, habe ich ihm jemandem vermittelt, der ihm helfen kann.

Eigentlich besteht ja eine Beziehung daraus, daß man etwas zusammen macht; zusammen lebt, zusammen spielt, zusammen arbeitet, miteinander redet. Gibt es das bei Euch nicht? Sind die Noten die einzige Verbindung zwischen Euch? Redet Ihr gar nicht darüber, was Ihr denn da eigentlich gelernt habt, also die Inhalte?

Ein Kind sollte auch nicht darüber nachdenken müssen, ob es die Eltern enttäuscht oder dagegen einer Vorstellung entspricht, die sie sich von ihren Kindern gemacht haben. Kinder leben letztendlich nicht die Träume ihrer Eltern aus, sondern haben ihr eigenes Leben. Das gehört zum Loslassen der Eltern dazu, daß sie nicht mehr alles mit ihren Kindern teilen können, sondern daß diese eigene Interessen entwickeln.

Wenn Du jetzt allerdings nicht mal mehr Interesse an Deine eigenen Interessen hast, kann das schon sein, daß Dir die Trennung von Deinem Freund noch im Magen liegt. Die Umstände kennen wir nicht, aber vielelicht gibt es da noch etwas unbearbeitetes, Schuld und Vergebung, die noch nötig sind, wo evtl. noch etwas geredet werden muß. Vielleicht kannst Du Dir da Hilfe holen von einem Älteren, dem Du vertraust - gibt es so jemanden?

Schlafprobleme können hier ihre Ursache haben, aber auch ganz woanders. Z.B. werden durch den Stress (= vermehrter Nervengebrauch) Magnesium und die B-Vitamine verbraucht, so daß es dann oft zu einem eklatanten Mangel kommt. Schau mal, wofür die B-Vitamine alles wichtig sind: https://www.medizinfuchs.de/preisvergleich/vitamin-b-komplex-ratiopharm-kapseln-60-st-ratiopharm-gmbh-pzn-4132750.html#produktinformation.

In der Mangelsymptomliste findest Du auch Depressionen und
Angstzustände  http://www.vitalstoff-lexikon.de/index.php?PHPSESSID=tuchd25aunogtba5hjhlj2m0e0&activeMenuNr=3&menuSet=1&maincatid=169&subcatid=440&mode=showarticle&artid=444&arttitle=Mangelsymptome&

Da könntest Du auf jeden Fall mal ansetzen, das kostet nicht viel und hilft recht schnell. Damit kannst Du auf jeden Fall die körperlichen Schäden reduzieren, und meist hilt das auch psychisch einiges weiter.

Was war vor den anderthalb Jahren?

Liebe Grüße von Hooks

Hallo Asorii,

bei einer früheren, ähnlichen Anfrage hat dinska folgendes geantwortet und ich könnte es nicht besser ausführen, deshalb kopiere ich Dir diese Antwort, die ich Dir empfehle:


Wenn du mit deinen Depressionen allein bleibst, werden sie sich immer weiter verstärken und dein Leben kann völlig aus den Bahnen geraten.

Suche ein Gespräch erstmal mit deiner Mutter. Sage einfach Mutti ich
habe ein Problem und brauche deine Hilfe. Dann erzählst du ihr, was dich
bedrückt, deine Ängste, Depressionen und was das alles mit dir macht.
Verschweige nichts.


Wenn man alles mal ausgesprochen hat, kann das schon eine Befreiung sein. Dann kann man überlegen auch mit deinem Vater, wie es weiter gehen soll.

Stelle aber immer die Bedingung, dass du in alle Maßnahmen mit
einbezogen wirst und dass nichts gegen deinen Willen geschieht. Nimm
aber Hilfe von außen an. Vielleicht hilft erstmal eine Therapie.


Auf alle Fälle hast du einen wichtigen Schritt gemacht, dass du dich geöffnet  und hier deine Frage gestellt hast. Egal wie es dann weitergehen wird, es ist ein wichtiger und richtiger Ansatz.

Ich wünsche dir alles Gute und dass ihr den richtigen Weg für dich findet!

Auch ich wünsche Dir alles Gute und dass es Dir bald besser geht.

Sallychris
















Persönlichkeitsstörung, wenn ja welche?

Hallo,

ich merke mittlerweile immer mehr, dass etwas nicht mit mir stimmt. Ich bin 21 Jahre alt. Ich habe seit ca 3 Jahren sehr extrem gemerkt, dass ich mich verändere. Jedoch dachte ich immer, dass das "nur" eine Angststörung und depressive Züge sind. Ich habe mich ziemlich gut informiert über alle möglichen Krankheiten und bin mir jetzt fast schon sicher, dass ich bestimmt eine Persönlichkeitsstörung habe. Ich versuch mich mal bisschen zu beschreiben und sage euch die Verhaltensweisen, die ich bewusst bemerkt habe.. Ich bin sehr eifersüchtig, das kommt daher dass ich starke Verlassensängste habe.. ich kriege förmlich Wutausbrüche, weil ich mich direkt betrogen fühle. Ich denke dass das an der ambivalenten Bindung zu meiner Mutter liegt, von der ich mich bis heute nicht emotional lösen konnte. Ich habe große Angst vor Menschen zu sprechen weil ich denke dass man mich fertigmacht.. sogar wenn ich an Menschen vorbeilaufe denke ich immer dass die was Negatives über mich denken oder mich vielleicht dumm anmachen. Symptome einer Zwangsstörung habe ich auch, ich muss immer andere Menschen korrigieren in ihrer Rechtschreibung oder diskutiere einfach ewig, wenn sie meine Meinung nicht akzeptieren und werde dann aggressiv. Ich bin aggressionsgehemmt und habe Angst vor Konflikten, vor allem mit anderen Männern. Wenn eine handgreifliche Situation passiert werde ich sehr nervös und versuche das zu überspielen, wenn ich selbst in so eine Lage komme, dann tu ich entweder so als würde mich das nicht interessieren (Der Klügere gibt nach) oder, wenn ich beispielsweise betrunken bin, dann drehe ich völlig durch, weil mein Körper mit dem Adrenalinüberschuss nicht klarkommt. Ich habe ständig Phantasien von großer Macht, wie ich andere Menschen dominiere (in negativer Form) oder wie ich beispielsweise von ganz vielen Menschen vergöttert werde (Wunsch nach Liebe).. Ich bin ständig angespannt und muss oft gegen die Wand oder die Tür schlagen, weil ich vor Wut poche. Jedoch bin ich vor anderen Menschen extrem harmonisch, weil ich diese Wut verberge und nicht zeigen kann. Ich bin sehr hygienisch und habe perfektionistische Züge, ich will immer "perfekt aussehen" und von anderen dafür angesehen werden. Seit meiner Kindheit leide ich unter meiner Schüchternheit, weshalb ich auch gemobbt wurde. Ich versuche meine Ängste ständig zu überspielen und benehme mich stark extrovertiert, da ich mich sonst minderwertig fühle. Wenn ich mit meinen Kumpels bin, habe ich das Gefühl, dass ich mit jedem Einzelnen eine eigene Freundschaft führe. Das hört sich positiv an, doch ich meine damit, dass ich bei jedem eine andere Rolle bzw einen anderen Menschen spiele. Ich verstelle mich UNBEWUSST, das heißt ich passe meine Art an, lache wie sie oder sage Dinge, von denen ich weiß, dass sie eine positive Reaktion bringen. Das hat natürlich lange gedauert, das bewusst zu bemerken!

Ich glaube eigentlich nicht, dass hier jemand eine Erklärung dafür hat, wenn doch, dann schießt los! +

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