Hypnose bei Depression?

2 Antworten

Bei bestimmten Formen der Depression sollte Hypnose nicht oder nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden. Da bei diesen Depressionen bestimmte Hirnbereiche unteraktiviert sind und die hypnotische Trance zu einer Art "Beruhigung" verschiedener Gehirnaktivitäten führt, kann es im ungünstigsten Fall dazu führen, dass die Hypnose – völlig unabhängig von den gegebenen Suggestionen oder hypnotischen Interaktionen – bewirkt, dass die unteraktivierten Areale des Depressiven noch weiter heruntergefahren werden.

Dies bezieht sich vor allem auf sogenannte endogene Depressionen, die sich von den reaktiven Depressionen, die aufgrund belastender Lebensumstände entstehen, in ihrer neurologischen Funktionsweise stark unterscheiden.

Beim gesunden bzw. nicht endogen depressiven Menschen arbeitet das Gehirn nach der Hypnose wieder im normalen Wachzustand. Beim endogen Depressiven kann es aber sein, dass die unteraktivierten Areale, die für die Depression verantwortlich sind, hierzu nicht mehr in der Lage sind und somit im Anschluss an die hypnotische Trance in ihrer Aktivität noch geminderter sind als zuvor. Das könnte bedeuten, dass der Klient nach der Hypnose noch depressiver ist als zuvor.

Reaktive Depressionen können, weil sie eben nicht auf einer cerebralen Dysfunktion basieren, häufig sehr gut mit Hypnose behandelt werden.

Die Beurteilung, ob eine Depression nun endogen oder reaktiv ist, sollte in jedem Fall von einem Psychotherapeuten oder Psychiater vorgenommen werden. Da dies für den Therapeuten aber oft sehr schwer ist, ist bei Depressionen grundsätzlich erhöhte Vorsicht geboten. Eine Verschlechterung des Zustands nach einer Hypnosesitzung sollte auf jeden Fall als Indiz gesehen werden, dass es sich um endogene Depressionen handeln könnte.

Die bei einer reaktiven Depression zugrundeliegenden "Probleme" werden hierbei entweder im voranzustellenden gesprächstherapeutischen Teil oder aber über die Hypnoanalyse ermittelt und und dann im Dialog zwischen Patient und Therapeut bearbeitet. Das Ergebnis dieser Arbeit fließt dann in die hypnotische Intervention mit ein. Da ein Hypnose-Therapeut ja nicht nur Hypnotiseur sondern eben auch Therapeut ist, musst Du Dir keinen Psychiater suchen, der mit Hypnose arbeitet. Wenn Dein Psychiater eine reaktive Depression diagnostiziert, kann Dir jeder gute Hypnose-Therapeut weiterhelfen.

ich persönlich würde eine therapie vorziehen, denn depressionen kommen ja nicht grundlos und denke, dass eine hypnose da genau so viel hilft wie beim rauchn aufhören oder beim abnehmen. du solltest dir mit deinem neurologen gemeinsam überlegen, wie ihr vorgehen wollt und ich kann dir wärmstens eine klinik empfhellen, wo du dich mal gänzlich nur auf deine gesundheit konzentrieren kannst

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