hoher Blutverlust - Blutverdünner Pause

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Um diese Frage zu beantworten, braucht es mehr Information. Entscheidend ist, was 2011 die Indikation für die Antikoagulation mit Falithrom war. Es gibt eigentlich nur eine handvoll Indikationen hierfür:

  • Vorhofflimmern im Zusammenhang mit bestimmten Risikofaktoren,
  • ein oder wiederkehrende thrombembolisches Ereignis (tiefe Venenthrombose/Embolie) unklarer Ursache oder
  • Mechanischer Herzklappenersatz.

Beim Vorhofflimmern und dem mechanischen Klappenersatz besteht die Indikation zur "Verdünnung" meist lebenslang. Bei einer tiefen Venenthrombose/Lungenembolie gibt es auch befristete Indikationen für 3 oder 6 Monate.

Grundsätzlich kann man die Therapie mit Falithrom abrupt absetzen und man sollte das auch tun, wenn keine Indikation für die Therapie mehr besteht.

Menstruationsblutungen (mit oder ohne Antikoagulation) können zu einer chronischen Eisenmangelanämie führen. Wenn diese sogar transfusionspflichtig wird, wie es bei Ihnen der Fall war, dann besteht Handlungsbedarf: Ein Gynäkologe muss schauen, ob die verstärkte Blutung eine behandelbare Ursache hat, die Indikation für Falithrom muss eben kritisch hinterfragt werden, u.U. muss eine Eisensubstitution erwogen werden usw.

Wenn es richtig läuft, dann ist es Aufgabe Ihres Hausarztes, das zu koordinieren und mit den verschiedenen Disziplinen (Kardiologe, Gynäkologe, Klinikärzten) das weitere Vorgehen zu besprechen.

bei ner erhöhten blutungsneigung durch herabsetzen der gerinnung und dem damit verbundenen blutverlust bei einer menstruation nutzt auch kein eisen.. sondern es muss ganz normal vollblut gegeben werden um den verlust wieder aufzufüllen..

das wurde ja auch gemacht wie sie schreibt. es geht hier auch um keine behandlung von eisenmangelanämie oder sonstige störung der häm synthese sondern es geht um den blutverlust ausgelöst durch die herabgesetze gerinnung.

es geht hier einzig und allein um das abwägen von thromboseneigung vs. gerinnungshemmung sprich erhöhte blutungsneigung.

um die wirkung von falithrom zb herabzusetzen bei solchen blutungen wie bei der fragestellerin wird massiv vitamin k gegeben um die gerinnung wieder zu erhöhen.

eigenmächtig den gerinnungshemmer weiter zu nehmen ohne ärztliche indikation ist ziemlich unvernünftig nur aus der angst heraus es könnten sich thromben bilden..

der arzt der die komplette krankengeschichte hat weiß was er tut un ihm sollte man vertrauen und nicht einfach selbstmedikation betreiben

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@Cerebrum

Sie wissen eigentlich nichts von der Patientin. Sie wissen nicht, ob eine akute, protrahierte Blutung zur transfusionspflichtigen Anämie geführt hat, oder ob grundsätzlich eine Hypermennorhoe besteht, die über einen längeren Zeitraum zu einer chronischen Eisenmangelanämie geführt hat. Sie wissen auch nicht, ob die Gerinnungshemmung bei der Blutung überhaupt eine entscheidende Rolle spielt, oder nicht eine andere Disposition besteht. Sie kennen die Indikation für die orale Antikoagulation genauso wenig wie ich, nehmen aber an, dass keine besteht.

Schauen Sie nochmal ins Buch bezüglich der Transfusion/Eisensubstitution: Vollbluttransfusionen, werden heutzutage nicht mehr durchgeführt, wenn überhaupt, dann höchstens im Rahmen der Katastrophenmedizin. Wir transfundieren heute Erythrozytenkonzentrate. Wenn wir jemanden nach einer Blutungsanämie oder bei einer schweren Eisenmangelanämie z.B. nach chronischem Blutverlust transfundieren müssen, dann ersetzen wir natürlich nicht den kompletten Blutverlust durch Transfusionen. Es reicht in den meisten Fällen den Hb über einen kritischen Wert anzuheben. Zur Unterstützung der eigenen Hämatopoese geben wir dann aber natürlich Eisen.

Im Rahmen einer akuten Blutung unter Falithrom nützt es Ihnen primär nichts, dem Patienten "massiv vitamin k" zu geben, denn die Synthese der fehlenden Gerinnungsfaktoren dauert Stunden. In diesem Fall müssen Sie die fehlenden Gerinnungsfaktoren direkt geben. Sie können damit die Gerinnung innerhalb von Minuten normalisieren.

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