Frage von tonkey04, 90

Hodenkrebs und Hodenhochstand - Wahrscheinlichkeit?

Hallo Leute,

meine Mutter hat mir heute eine Nachricht mitgeteilt, die ich eigentlich lieber nicht so erfahren hätte. Sie meinte zu mir, dass ich als kleines Kind (bis zum zweiten Lebensjahr) Hodenhochstand hatte. Der hat sich dann spontan aufgelöst. Alles ist seitdem in Ordnung.

Nun ist es ja so, dass Hodenhochstand Hodenkrebs begünstigen kann. Wie hoch wäre in meinem Fall denn die Wahrscheinlichkeit, wenn man das so beurteilen kann? Ich mache mir ziemlich viele Sorgen, dass ich nun durch meinen Hodenhochstand, von dem ich ja gar nichts wusste dazu verdammt bin mit Garantie eines Tages Hodenkrebs zu bekommen.

Ist es quasi so, dass man, wenn man Hodenhochstand hatte mit Garantie Hodenkrebs bekommt? Oder ist es dann immer noch eher unwahrscheinlich (eventuell mit Prozentangabe)?

Vielen Dank schonmal für alle Antworten.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Winherby, 55

Hallo tonkey,

Hodenkrebs zu bekommen ist in erster Linie genetisch bedingt. Haben verwandte Männer Hodenkrebs gehabt, ist das Risiko bereits höher.

"Hodenkrebs ist mit einem Anteil von etwa 1,6 Prozent aller Krebsneuerkrankungen eine eher seltene Tumorerkrankung. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts erkranken jedes Jahr rund 4.000 Männer an einem bösartigen Hodentumor. Zum Vergleich: Bei Dickdarmkrebs sind es pro Jahr rund 35.400 Männer, bei Lungenkrebs etwa 34.000."

Der ganze Artikel hier:

https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/k...



Kommt nun der Frühkindliche Hodenhochstand ins Spiel, steigt das Risiko statistisch gesehen um das ca. 3fache.

Das ist sicher nicht schön, aber auch kein Grund zum Verzweifeln. Die Heilungschance steigt auf bis zu 100%, wenn die Erkrankung frühzeitig erkannt wird.

Die Garantie für Hodenkrebs ist also nicht gegeben. Sei froh, dass es Dir Deine Mutter gesagt hat, denn  „Betroffene sollten regelmäßig die Hoden abtasten und dabei auf Verhärtungen und Vergrößerungen achten“, sagt DGU-Pressesprecherin Prof. Dr. Sabine Kliesch. 

Der gesamte Beitrag ist hier zu lesen:

https://www.urologenportal.de/artikel+M5807aad5403.html

Also, Kopf hoch und lass Vorsicht walten, aber steigere Dich da nicht hinein.

 LG




Kommentar von Winherby ,

Danke für die Bewertung, und, - alles OK? LG

Antwort
von evistie, 53

Ist es quasi so, dass man, wenn man Hodenhochstand hatte mit Garantie Hodenkrebs bekommt?

Nein, so ist es ganz gewiss nicht. Und es wird Dir auch niemand eine Prozentzahl nennen (können). Lies bitte hier: http://www.navigator-medizin.de/eltern_kind/die-wichtigsten-fragen-und-antworten...

Bevor Du ab jetzt völlig unangemessene Panik schiebst, sei Dir gesagt: Hodenkrebs ist nicht eines Tages "einfach so da", sondern es gibt zuvor mögliche Warnsignale, als da sind:

  • eine tastbare, schmerzlose Verhärtung im Hoden
  • eine Schwellung oder Schmerzen im Hodenbereich
  • ein Schweregefühl oder ein Ziehen im Hoden oder in der Leiste
  • ein Anschwellen oder Schmerzhaftigkeit der Brustdrüsen einer oder beider Brüste)

  • Bei fortgeschrittener Erkrankung können zudem Rückenschmerzen auftreten, die durch eine Vergrößerung der Lymphknoten im hinteren Bauchraum hervorgerufen werden.

https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/k... 

Bleib also aufmerksam gegenüber etwaigen körperlichen Veränderungen - mehr kannst (und solltest) Du nicht tun. 

Antwort
von whoami, 37

Mein Schwager hatte das auch, und erfreut sich heute mit 52 bester Gesundheit.

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