Hilft Antibiotika bei Wurzelentzündung?

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3 Antworten

Man kann das versuchen, beseitigt aber nicht die Ursache. Wenn z.B. eine Krone auf dem Zahn ist, die man nicht opfern möchte und man auch keine WSR anstrebt, ist es eine Möglichkeit, Antibiotika zu nehmen. Aber die Entzündung kommt häufig irgendwann wieder.

Meinst Du mit Wurzelentzündung eine Entzündung an der Wurzelspitze, eine Zyste ?

Oder meinst Du eine Pulpitis, wenn sich der Nerv im Wurzelkanal entzündet hat ?

Eine Wurzelspitzenentzündung wird mit einer Wurzelspitzenresektion behandelt, die Wurzelspitze wird gekappt, in dieser Sitzung kann auch eine Wurzelbehandlung gemacht werden, die Wurzelkanäle werden gesäubert, anschließend erfolgt eine Wurzelfüllung.
Ein Antibiotikum wird oft verschrieben, welches schon vor der WSR eingenommen wird um die Keimzahl so gering wie möglich zu halten.

Eine Pulpitis wird mit einer Wurzelkanalbehandlung behandelt. Zuerst eine lokale Betäubung des Zahnes, Aufbohren des Zahnes mit einem Bohrer, dann entweder eine Vitalexstirpation (Entfernung des Nervs) mittels einer Rattenschwanzfeile (Wurzelkanalinstrument), Wurzelkanalaufbereitung (mit Feilen und Bohren) und Wurzelfüllung. Befinden sich im Wurzelkanal Entzündungsbakterien die an einem Tag nicht entfernt werden können wird eine med. Einlage in den Zahn eingebracht, diese kann mhermals gewechselt werden, wenn der Zahn sauber und entzündungsfrei ist erfolgt eine Wurzelfüllung und später evtl. eine Überkronung. Wurzelbehandelte Zähne werden mit der Zeit porös und können abbrechen.

Ein Antibiotikum alleine reicht nicht als Behandlung, es muss zusätzlich immer einer der beiden Schritte erfolgen, entweder die WSR oder eine Wurzelkanalbehandlung, ein Antibiotikum wirkt unterstützend.

Bei einer Wurzelbehandlung werden Wurzelkanäle von entzündetem Gewebe gereinigt, antibiotisch gespült und nach Abfüllung wieder verschlossen.

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