Hilfe: Meine Mutter (seit 5 Jahren im Pflegeheim) kann/will kaum noch ein Wort reden, was kann das sein??

5 Antworten

Es geht hier doch gar nicht um das Alter, sondern um den gesundheitlichen Gesamtzustand deiner Mutter. Was du da alles aufzählst ist erschreckend.

Ich kenne einige Menschen, die so ab 80 nach einer OP nach und nach dement wurden und sich davon nicht mehr erholten, trotz ärztlichem Beistand und Betreuung.

Dass du dir Sorgen machst, kann ich nachvollziehen, aber stelle dir mal vor, du wärst in ihrer Situation, was würdest du dann noch wollen? Also für mich wäre das der blanke Horror.

Ich habe meine Mutter 4 Jahre gepflegt bis zu ihrem Tod und konnte in der letzten Zeit auch nicht verstehen, warum sie keinen Lebenswillen mehr hatte, sie hatte doch mich und ihre Kinder.

Aber sie war auch fast blind, das Gehör ließ nach und sie konnte allein nichts mehr tun, fühlte sich 24 Stunden am Tag mit sich und ihren Gedanken allein. Da halfen auch die paar Stunden nichts, wenn wir zusammen waren, sie fühlte nur noch Leere und Einsamkeit und ging letztlich mit 98 Jahren an sich selbst zugrunde.

Sie war sehr gläubig und sagte immer, dass Gott sie verlassen hat und sehnte ihren Tod herbei. Damals konnte ich das noch nicht verstehen, doch je älter ich werde, desto mehr kann ich das nachvollziehen.

Auch mein Rat ist, mute deiner Mutter nicht zuviel zu. Die Ärzte können keine Wunder vollbringen und es wird vielleicht etwas besser, aber vielleicht auch schlechter. Lohnen sich da die Schmerzen, die du ihr zumutest?

Gib ihr Beistand und besuche sie sooft wie möglich.

Ich fürchte mehr kannst du nicht tun. Man kann nicht alles erzwingen, manchmal muss man einfach loslassen, so weh es auch tut!

Ich wünsche dir viel Kraft und deiner Mutter alles Gute, egal wie es weitergeht!

Nein, solltest Du nicht!

Bei aller Höflichkeit, aber ich kann nicht so recht nachvollziehen, was Du von Deiner Mutter, - und was Du von den Ärzten erwartest.

Sie ist Diabetikerin, fast blind, arteriosklerotisch, osteoporotisch, multimorbide, gehunfähig, hilflos.

Da ist es doch eher fast ein Wunder, dass sie überhaupt so alt geworden ist. 

Lass die gute Frau doch in Frieden gehen! Wir müssen alle mal sterben.

Und wenn nicht jetzt, ja wann denn dann?, - möchte ich Dich im Falle Deiner Mutter fragen. Glaubst Du ernsthaft, dass die Frau noch länger so leiden will? Sie will es ganz sicher nicht, auch wenn sie Deine Frage mit "einem klaren Nein" beantwortete.

Meine Mutter ist da im Vergleich mit ihren 91 Jahren noch viel besser dran, sie ist lediglich sehr schwach geworden, denn sie isst wenig, wiegt dadurch immer weniger und sie wird in letzter Zeit recht oft verwirrt. Und sie betet jeden Tag, der Herr möge sie doch endlich heimholen.

Was erwartest Du denn von einer solchen neurologischen Untersuchung? Dass die Ärzte die ultimative Lösung finden, Deine Mutter entsprechend behandeln, und dass sie dann alsbald wieder munter rumhüpft?

Dass Du psychisch down bist, weil Du insgeheim sehrwohl erkennst, dass Deine Mutter auf ihrer Zielgeraden ist, ich bin sicher, das kann jeder verstehen. Aber dieses Gefühl mit Vorwürfen gegen die Ärzte zu verknüpfen, das ist mMn falsch und fehl am Platz. Ärzte sind auch nur Menschen, sie können zwar im Rahmen ihrer Möglichkeiten versuchen Krankheiten zu heilen, aber für Wunder sind sie nicht zuständig.

Deshalb sei zufrieden, dass Du die Bekanntschaft und Freundschaft mit Deiner Mutter neunzig Jahre lang genießen durftest, danke ihr dafür und lass sie gehen, quäl sie doch nicht. VG

Wenn du deine Mutter gehen lassen willst, dann tu´s, aber ich will nicht in deiner Haut und schon gar nicht in der deiner Mutter stecken. Für mich gibt es eine Verpflichtung, allen Menschen in Not, solange man helfen kann, zu helfen, ohne Ansehen des Alters.

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@allgu007

Ja wenn Du meinst, dass Du mit dieser Deiner Einstellung Deiner Mutter wirklich hilfst, na dann mach mal, ich verstehe jedenfalls unter helfen etwas anderes.

Da möchte aber niemand in der Haut Deiner Mutter stecken.

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Meine Mutter war über 100, als sie starb. Oder sterben durfte aus ihrer Sicht..

Nicht bei jedem Schlaganfall ist der Patient halbseitig gelähmt. Es kommt immer auf die Größe des betroffenen Areals an. Dafür spricht, dass sie so langsam reagiert. Sicherheit brächte nur ein CT, aber was hättest du davon? Deine Mutter hätte die Belastung des Transports und der Untersuchung. Die  Behandlung wäre eine Blutverdünnung mit Medikamenten, die nach Aussage zweiter Ärzte in diesem Alter nicht mehr gemacht wird, da die Gefahr von inneren Blutungen zu groß ist. 

Guter Rat der Ärzte, als ich mit meiner Mutter, damals 96 und gehunfähig und dement, sonst aber körperlich intakt, in der Notaufnahme war: Bringen Sie Ihre Mutter zurück in die Pflegestelle, da hat sie es besser als hier im Krankenhaus. Wir können sie doch nicht behandeln.

Der Hausarzt hat recht: Was erwartest du noch? Deine Mutter ins Krankenhaus zu schicken ist Quälerei. Warum willst du, dass sie noch alle möglichen Untersuchungen über sich ergehen lassen muss, wenn man sie doch nicht - im Sinne von heilen - behandeln kann? Selbst wenn du auf eine Einweisung ins Krankenhaus bestehst: Man wird deine Mutter maximal 3 Tage an den Tropf hängen, und dann nach Hause schicken.

Die nachlassenden Kräfte deiner Mutter hast du ja schon akzeptiert. Eine Operation und Narkose schwächt jeden Körper, je älter der Patient ist, um so mehr. Eine Beinamputation ist keine Kleinigkeit, da braucht der Körper viel Zeit und Kraft zum Heilen. 

Wenn deine Mutter deiner Meinung nach nicht mehr genug isst, kannst du sie ja künstlich ernähren lassen. Wenn du das mit deinem Gewissen vereinbaren kannst, bitte. 

Ich habe meine Mutter einfach in Ruhe gelassen, sie fast täglich besucht und ihre Hand gehalten. Damit war ihr mehr gedient als mit Neurologe und Krankenhaus.

Man muss auch irgendwann loslassen können.  

Man muss aber auch helfen, so lange es geht, ohne Ansehen des Alters. Sonst mancht man sich schuldig, als Arzt und als Sohn. Ich werde nicht ruhen, ehe ich weiß, was vorliegt. Trotzdem danke! Wenn meine Mutter ähnlich dran ist wie deine Mutter, dieimmerhin mindestens 10 Jahre länger leben durfte als meine bisher, und Blutverdünner gefährlich sind, werden es die Ärzte schon sagen. Aber von vornherein aufgeben und denken, es lässt sich ja eh nichts ändern, ist nicht meine Haltung.

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@allgu007

Was willst du da noch helfen? Im Sinne von das Leben wieder kebenswert nachen?

Frage einfach deine Mutter, was sie möchte. Nach deiner Beschreibung ist sie ja noch geistig fit genug. 

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@mariontheresa

Jedes Leben IST lebenswert, sonst sind wir wieder bei der Euthanasie und willst du die wieder einführen?

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@allgu007

Schwachsinn! Der Begriff ist lediglich im Hitlerreich schändlich missbraucht worden.

Wärest auch Du auf einem altsprachlichen Gymnasium gewesen, dann wüsstest Du, dass Euthanasie "schöner Tod" übersetzt heißt. 

So gesehen, stirbt jeder sterbenskranke Hund beim Tierarzt einen schönen Tod, wenn er ein fürsorgliches Herrchen hat.

Aber niemand erwartet von Dir, dass Du die Mutter zu Dignitas in Schweiz fährst. Du solltest Deine Mutter nur in Würde und Ruhe ganz natürlich sterben lassen. Diese Gerätemedizin, die totkranke Menschen unnötig lange quälend am Leben erhält, das ist ganz sicher nicht das,  was die Natur für uns alle eines Tages vorgesehen hat. Und das ist auch ganz sicher nicht das, wofür die Ärzte mal einen Eid abgelegt haben.

Deine Mutter tut mir leid. VG

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Hilfe! Geistiger Zerfall mit gerade mal 20 Jahren?!

Hallo,

ich leide durch irgendeine bisher noch unbekannten Krankheit zunehmend an geistigem Zerfall. Dazu kommen noch diverse neurologische Symptome wie Taubheitsgefühle und manchmal auch Schwindel. Dieser äußert sich so das mir plötzlich Begriffe nicht mehr einfallen und ich sogar letztens in der Disco nach dem Namen meines Lieblingssongs von einer meiner Leiblingsbands gefragt hatte. Es ist mittlerweile echt nur noch peinlich und zum verzweifeln: man fragt ein nettes Mädchen nach ihrem Namen und 3 Sek. später hat man ihn wieder vergessen. Ein MRT vom Kopf habe ich mal machen lassen, allerdings ohne Befund, nur ist es schon zwei Jahre her wo die Symptome noch nicht so ausgeprägt waren. Können auch psychische Beschwerden wie Depressionen im Kopf so krasse Symptome auslösen, oder muss ich damit rechnen mit gerade mal 20 eine Demenz zu entwickeln? Dazu muss ich auch sagen, das ich relativ viel am PC sitze. Ich habe schon soo vieles ausprobiert: von Hohen Vitamin B-Dosen (von denen ich eher das Gefühl hatte das ich dadurch restlos verblöde, also alles nur noch schlimmer wird) über Fischölkapseln bis hin zu Kurkuma in therapeutischen Dosen, das auch antidepressiv wirken und eine gute Heil- und Schutzwirkung auf das Gehirn haben soll. Nun probiere ich es mit einer Gluten- und Caseinfreien Diät, womit schon ungaubliche Erfolge bei psychischen/Neurologischen Krankheiten erzielt wurde, und ich meine auch das es mir während der letzten Diät von 3 Monaten viiel besser ging und wo ich wieder "normal" gegessen hatte wieder massiv schlechter. Hat jemand vielleicht Erfahrung mit diesem Thema oder sonstige Tipps?

LG

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