Heilverlauf von ARDS

2 Antworten

Ein allgemeiner Tipp:

Hol dir deine Informationen nicht bei einer Krankenschwester, die (wohl heimlich) in die Akten schaut, "um dich auf dem Laufenden zu halten" oder einem Pfleger, sondern bei zuständigen Ärzten entweder im Krankenhaus oder bei der Reha.

Nichts gegen die beiden Berufsgruppen, aber gerade die Äußerungen der Krankenschwester finde ich grenzwertig - sie stehen ihr, meiner Meinung nach, nicht zu.

Hi Zweimal,

vielen Dank für deine Antwort. Ich denke, dass sie nur helfen will. Die Ärzte haben mir zum Beispiel auch nicht gesagt, dass bei der ersten Lungenentzündung die Lunge Kollabiert ist, dass hatte mir auch die Bekannte gesagt, weil es in der Akte stand.

Ich bin halt berufstätig und war immer nur abends ab 17 Uhr dort, da sind die meisten Ärzte schon weg. Dann hatte ich es auch gehabt, dass die Ärzte sich widersprochen haben, der eine Arzt hatte gesagt, dass die Lunge voll mit Wasser ist und als ich den Chefarzt dann danach gefragt hatte, hatte der mich völlig verdattert und sagte, die Lunge sei ganz trocken. Also auch bei den Ärzten wusste ich dann irgendwann nicht mehr, wem ich Glauben schenken konnte und wem nicht. Den Chefarzt, der einen sehr kompetenten EIndruck gemacht hatte, habe ich auch nur einmal gesprochen und danach nie wieder, obwohl ich jeden Tag nach ihm gefragt hatte, ihm zig mal meine Nummer hinterlassen hatte - ich finde schon, dass wenn mir einer sagt, dass meine Mutter gestern hätte sterben sollen und sie es nicht tut und sich verbessert, dass der Arzt mir dann auch erklären kann, was Sache ist. Die 2 Minuten kann man Zeit haben, wenn es um so einen kritischen, ungewöhnlichen Fall geht.

Morgen fahre ich in die Reha, meine Mutter sagte schon, dass die Ärztin dort mit mir sprechen will

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Hallo Amilia,

ich würde mich einmal mit all den Fragen an das ARDS Netzwerk Deutschland wenden. Falls hier noch Fragen offen bleiben.

http://www.ardsnetwork.de/%C3%9Cber%20ARDS.html

VG Stephan

Hallo StephanZehnt,

vielen Dank für deine Antwort. Ja, die normalen Artikel rund um das Krankheitsbild, habe ich alle durch - fühle mich schon, als würde ich Medizin studieren. Sie hatte auch zwischenzeitlich ein Rotationsbett, was ich dann auch erst mal gegoogelt habe, aber ich würde halt gerne wissen was so das "Worst case & best case scenario" nach der Reha ist

LG

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@Amilia1984

Nun da Du Dich mit dem Ganzen schon befasst hast brauche ich Dir nicht zu erklären das ein Abzessen in der Leber um eine Eiteransammlung handelt das heißt es besteht ein Infekt im Körper.  Das heißt das Ihr Immunsystem zu diesen Zeitpunkt schon auf Hochtouren lief.

Nun kann sich eine Lunge zu einem geringen Teil wieder selbst regenerieren bei Kindern klappt das deutlich besser.

Was Du geschrieben hast mit Pflegefall usw. wäre es im schlimmsten Fall. Die Sterblichkeit liegt laut  ALIVE Studie auf 78 Intensivstationen in 10Ländern eine Sterblichkeit des ARDS mit 57,9 % und 49,4% für ALI angegeben.

Das heißt jeder zweite Fall endet tödlich. Ich hatte auch nach einer OP Wasser in der Lunge. Ich bekam Antibiotika und musste Lungentraining machen. Es gibt da so ein Plastikteil (ca. 20 €)  mit drei Bällen wo man reinblasen muss. Beim dritten Ball muss man schon heftig.... Nun ich habe Heute eine eingeschränkte Lungenfunktion. Ansonsten geht es mit gut.

Das heisst im Umkehrschluss auch für Deine Mutter wenn sie es überlebt wird sie bleibende Schäden in Form einer eingeschränkten Lungenfunktion haben. Ehe Deine Mutter eine Sauerstoffbedarf hat müsste der Wert bei einer Blutgasanalyse der PaO2-Wert mehrfach (unter 55 mm Hg ≈ 7,3 kPa) liegen. 

Ich habe Dir nun den Link ARDS Netzwerk Deutschland  genannt. Da gibt es auch eine Kontaktmöglichkeit und die würde ich an Deiner Stelle auch nutzen. Da kannst Du erfahren was im Fall X zu tun ist. 

Alles andere liegt im Moment in Gottes Hand wenn es einen gibt. Auf Deutsch man kann hoffen. Wenn Deine Mutter nun schon eine zweite Sepsis hatte und die nicht so schwer war wie die erste könnte dies schon ein gutes Zeichen sein. Evtl. kommt Morgen ja schon eine gute Nachricht. 

Alles Gute Stephan

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@StephanZehnt

Vielen Dank für deine Wort.

Seit heute ist sie in Reha - motzig und sie will nach Hause, aber immerhin :D Nach 5 Wochen auf der Intensivstation reicht es jetzt auch mal. Es sind kleine Schritte, die sie in Richtung Genesung macht. Mit so einem Ball im Becher trainiert sie schon. 

Sie braucht sehr wenig Sauerstoff, nachts gar nicht, tagsüber ab und an nach Bedarf, aber auf der Intensivstation haben sie ja auch ständig ihre Werte überwacht. In der Reha wird das sicherlich nicht so oft erfolgen. Ich werde mich jetzt um einen guten Lungenarzt bemühen, für die Nachuntersuchungen. Dort wird man mir sicher sagen können, in welchen Abständen man kommen soll und was Warnsignale sind.

All das hat uns unvorbereitet getroffen. Die letzten 10 Jahre waren für sie psychisch sehr anstrengend, hatte auch ein Burnout und nun haben wird endlich den Grund ihrer psychischen Belastung beseitigt und vier Wochen später kam sie ins Krankenhaus. Immerhin der Leber geht es gut. Gestern wurde ein Ultraschall gemacht, das zeigte nichts mehr. Nur das Röntgenbild der Lunge zeigt, dass die untere Lunge noch feucht ist, was wieder Nährboden für Bakterien sein könnte. Ich versuche mir einzureden, dass wenn man den ganzen Tag nur im Bett liegt, die Lunge natürlich nicht richtig durchatmet wird und nun, da sie in Reha ist und auch viel mehr gefördert wird, sie auch tiefer atmet - allein schon weil sie sich anstrengen muss. Ob das der Wahrheit entspricht, weiß ich nicht, ich versuche halt irgendwie Hoffnung zu schöpfen.

LG

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Oberschenkelhalsbruch mit 87 - Oma war sehr fit

Hey Leute! Ich bin am verzweifeln. Meine Oma hat sich vor gut drei Wochen den Oberschenkelhals gebrochen. (Bin bei meiner Großmutter groß geworden, ist quasi wie meine Mutter)

Sie war für ihr Alter, fit wie ein Turnschuh und hat ihren Haushalt noch selbst geführt. (Essen gekocht, Bügeln etc. ) Doch nun darf sie erst in fünf Wochen nach der OP ihren Fuß mit max 20kg belasten, also quasi eine Schinkensemmel klein drehten :)

Was jetzt leider noch dazu kommt ist, dass sie ein wenig Wasser in der Lunge bekommen hat, woher das Wasser ist kann ich mir nicht erklären. Meine Frage kann dies bei Oberschenkelhalsbrüchen vorkommen ?

Oma hängt nun den ganzen Tag am Sauerstoff? Ihr wurde zuerst Blut abgenommen ohne Sauerstoff dann mit. Der Arzt fragte sie heute in der Früh nur ob sie zu Hause auch Sauerstoff nimmt, schüttelte den Kopf und ging wieder. Ärzte eben, ich hatte noch nicht die Möglichkeit mit einem Arzt zu sprechen und wenn man dann mal was fragt menen sie immer es ist alles in Ordnung und über Therapie und Heilungsverlauf wird schön der Mund gehalten. Morgen habe ich ein erneutes Gespräch mit dem Arzt nach drängen meinerseits.

, Da wir für Oma um eine neue Wohnung schaun müssen, um ihr den Altag so gut wie möglich zu erleichtern. Wohnung mit Fernwärme und nicht mehr mit Kohle. Vorallem aber keien Stiegen

Was noch dazu kommt ist nicht nur bei ihr, sondern auch bei mir, die psychologische Seite! Ich bin fertig mit den Nerven. Arbeite 40h die Woche studiere berufsbegleitend und die Verwandten kümmert das gar nicht, so quasi wird schon wer machen !!!!!!

Den Befund liefere ich natürlich nach!!!!!

danke und lg markus

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Tuberkulose im Kindesalter gehabt. Reaktivierung im Erwachsenenalter?

Sehr geehrte Mitglieder, 

Meine Mutter hatte in der Türkei wohl im frühen Kindesalter eine Tuberkulose erkrankung von der sie jedoch nichts weiß. Ein Arzt in Deutschland sagte ihr, dass er dies anhand der Tests sehen kann. Nun ist meine Mutter heute 58 und Arbeitet in einem Großen Krankenhaus wo sie öfters mit TBC Kranken zu tuen hat. Nun musste sie wieder zu einer TBC Untersuchung beim Amtsarzt und hat wahrscheinlich Blut abgegeben. Einpaar Wochen später kam dann ein Brief vom Gesundheitsamt , ein Röntgenbild der Lunge müsse erstellt werden. Nun ist sie wieder zurück vom Röntgen und alles sei in Ordnung. Der Arzt beruhigte sie und meinte ,dass sie nicht an Tuberkulose erkrankt sei und sich deswegen keine Sorgen machen soll. Doch alle 8 Monate soll sie trotzdem wieder zum Röntgen kommen. Nun meine frage an euch. Was soll das denn jetzt heißen?

Können die Tuberkulose Bakterien wieder zum Leben erweckt werden?

Einst also im Kindesalter war sie bereits an TBC erkrankt, hat sie heute ein Größeres Risiko wieder daran zu erkranken, schließlich Arbeitet sie ja im Krankenhaus.

Könnte es nicht sein, dass die Bakterien bereits Ausgestorben sind bzw vom Körpereigenen Immunsystem vernichtet?

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie nun Jahrzehnte später wieder daran erkrant. Sie Raucht und Trinkt nicht, ernährt sich Gesund.

Bin wirklich sehr besorgt um meine Mutter. Bitte daher um den Rat von Experten.

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Entzündeter Port - Sepsis?

Hallo,

ich bin neu hier und frage als Angehörige.

Meine Mutter (62) ist seit 1997 Krebspatientin. Es fing mit Brustkrebs an und 2006 wurde festgestellt, dass doch was durchgegangen ist. Seitdem sitzen die Metastasen in Rippen und Wirbelsäule und seit 2015 auch in der Schädeldecke. Aufgrund der Metastasen in der Schädeldecke musste sie nach Bestrahlung auch noch Chemo bekommen, dafür wurde Anfang 2015 ein Port eingesetzt. Anfang August hatte sie dann die letzte Chemo und am 05.10. ging es ihr plötzlich sehr schlecht. Sie hatte Wortfindungsstörungen und die linke Seite tat ihr sehr weh. Als der Neurologe fragte wo denn der Schmerz sitzt konnte sie den Schmerz aber nicht wirklich lokalisieren. (Sie war zum Glück schon im KH wegen Bauchspeicheldrüse kurz vorher) Aufgrund der Symptome ist man erstmal von einem Mediainfarkt ausgegangen, hatte CT gemacht ohne Ergebnis, dann eine Lhyse.

Ihr Zustand verschlechterte sich aber immer mehr. Sie bekam hohes Fieber und konnte garnicht mehr sprechen. Einen Tag später wurde nochmal ein CT gemacht, keine Demarkierung. Sie war auch zwei Tage nicht mehr ansprechbar. Man hatte alle möglichen Untersuchungen gemacht die man macht wenn es um Hirninfarkt usw. geht. Alles ohne Auffälligkeiten. Blut wurde überall abgenommen, auch die Wirbelsäule punktiert. Bei den Blutkulturen aus Port und peripheren Venen kam dann der Befund Staphylokokkos epidermis. Nachdem das richtige Antibiotikum gefunden wurde ging es ihr so nach einer Woche wieder besser. Im Arztbrief steht auch, dass keine Demarkierung eines Infarkts gefunden werden konnte und auch keine Frühzeichen für einen Hirninfarkt.

Jetzt hab ich über Sepsis schon ne Menge im Netz gelesen und auch, dass die Ärzte öfter die Sepsis nicht sofort erkennen da es meist auch andere Krankheitssymptome gibt. Bei Sepsis kann es ja auch Durchblutungsstörungen geben, bei der auch die feinsten Kapillaren verstopft werden können. Wenn das bei ihr so war, war die Lhyse ja richtig, würd ich sagen. Seitdem muss sie zusätzlich zu allen anderen Medikamenten auch das Medikament Ramipril nehmen. Also meiner Meinung nach waren die Symptome wie Hirninfarkt aber eigentlich wurde alles durch die Sepsis ausgelöst.

Danke für Antworten.

Lg, Dani

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