Hausarztmodell Beschwerde

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Jule vom gesundheitsfrage.net-Support

2 Antworten

Ich bin gegen das Hausarztmodell, denn ich sehe darin eine Knebelung des Patienten und einen Vorversuch des Gesetzgebers,die Freiheit der Arztwahl zu beschneiden. Dazu meine eigenen Erfahrungen mit meinem Hausarzt: Wegen einer erbetenen Überweisung für die Ostereoporosenachuntersuchung meiner Frau wurden wir durch unseren Hausarzt erneut genötigt, einen solchen Vertrag zu unterschreiben. Uns wurde erklärt, erst danach sei ihm eine ausreichende hausärztliche Versorgung möglich, sonst gebe es Einschränkungen. Wir lehnen jedoch ab. Denn vor einigen Jahren hatte ich nach einer ambulanten Darmoperation durch unseren Hausarzt zuhause eine so starke Blutung, dass ich besinnungslos auf der Toilette lag und der Notarzt kam. In der Klinik wurde mir dann mitgeteilt, die OP dieser Größe hätte unbedingt unter klinischer Beobachtung erfolgen müssen. Vor zwei Jahren hatte ich ein kleines Melanom mit Wucherung unter dem Daumennagel. Ich ging deshalb gleich zu einer dafür geeigneten Klinik, um nicht erst von meinem Hausarzt wieder ambulant und evtl. bei einem Kollegen behandelt zu werden. In der Sprechstunde danach sagte mir mein Arzt: "Aber da hatten Sie sich doch sicherlich nur drauf gekloppt". Meine Frau hatte vor zwei Jahren ein Melanom unter dem Nasenflügel. Der Hautarzt, heute Modearzt auf Mallorca, wollte nur ambulant behandeln. Sie ging aber in eine Klinik. Man erklärte ihr dort, das Melanom müsse unbedingt tiefer operiert werden und bedürfe danach genauer Nachprüfung, was nicht ambulant ratsam sei. Es ist nicht zuletzt auch die extrem knapp gehaltene Sprechstunde, die uns unserer Hausarzt gewährt, während er oft auf die Uhr schaut, oder uns von vorneherein an einen uns fremden Kollegen verweist, der gerade bei ihm praktiziert, weshalb wir diesen Vertrag ablehnen.

Ich habe nur schlechte Erfahrung mit diesem Model. Meine Frau ist erkrankt und der Hausarzt hat ne Vertretung angegebn, dei noch weiter weg ist und sie kann da nicht hinfahren. Auf einen Anruf hin bei der AOK sagte man ihr, dass sie zu keinem anderen Arzt gehen darf und der andere Arzt Probleme mit der Abrechung bekommt, wenn er sie behandelt. Auf unsere Kündigun bei diesem Hausarztmodel wurde mitgeteilt, dass man 4 Wochen vor Vertragsjahresende kündigen muss, da er sich sonst wieder um 1 Jahr verlängert. So einen Blödsinn brauchen wir wirklich nicht!

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