Hat jemand Erfahrungen mit Verhaltenstherapien für Nagelkauer?

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1 Antwort

Das ständige Beißen gilt eher als erlernte Angewohnheit, die sich so sehr in feste Verhaltensmuster eingräbt, dass sie kaum steuerbar ist.

Mit jedem Biss bauen die Betroffenen Anspannung ab.Selten liegt ein schwerwiegendes Problem zugrunde. Oft haben die Betroffenen das Kauen schon in der Kindheit als einfachsten Umgang mit schwierigen Gefühlen erlernt.

**Eltern nägelkauender Kinder sollten gelassen bleiben: In der Kindheit ist die Angewohnheit oft ein vorübergehender Entwicklungsschritt.

Sollte es sich tatsächlich um ein Anzeichen psychischen Stresses handeln, hilft Schimpfen wenig. Besser ist es, auf die Suche nach den Stressfaktoren zu gehen, Anreize zum Aufhören zu schaffen und spielerisch Nagelpflege zu üben.**

Und trotzdem: "Selbst Erwachsene können sich die Angewohnheit noch abtrainieren", sagt Antje Bohne. Habit Reversal (Verhaltensumkehr) heißt die Methode, die vielen hilft. Sie ist mehr Training als Therapie.

Systematisch lernen die Betroffenen, ihre Angewohnheit zu verstehen, sich zu Veränderung und Durchhalten zu motivieren:

Das Habit Reversal Training Die bewährte verhaltenstherapeutische Methode besteht aus vier Schritten:

    1. Beobachtung

Was, wann, warum? Nur wer sich genau beobachtet, kann seine Angewohnheiten unter Kontrolle bringen. Rufen Sie sich ins Bewusstsein: Was genau tue ich, wenn ich an den Fingernägeln kaue? Überlegen Sie dann, in welchen Situationen Sie besonders häufig oder heftig kauen. Am besten, Sie schildern Ihr Verhalten einem Angehörigen oder Freund oder schreiben alles detailliert auf - Ihre Überlegungen werden konkreter, je besser Sie sie in Worte fassen.

    1. Ersatzhandlung

Sobald Sie das Bedürfnis verspüren zu kauen oder wenn es schon wieder so weit war: Tun Sie etwas, das mit Nägeln und Kauen nichts zu tun hat. Ballen Sie die Fäuste, oder setzen Sie sich auf Ihre Hände.

    1. Ansporn

Führen Sie sich immer wieder vor Augen, wie viele Gründe es gibt, mit dem Nägelkauen aufzuhören.

    1. Festigung

Spielen Sie in Gedanken mehrmals täglich Situationen durch, in denen Sie normalerweise an den Nägeln kauen würden - und stellen Sie sich dann vor, wie Sie stattdessen mit der Ersatzhandlung reagieren. Üben im Geist funktioniert!

(http://www.stern.de/wissenschaft/medizin/:N%E4gelkauen-Knabbern,-Blut/647394.html)

Zusatz:

Eltern nägelkauender Kinder sollten gelassen bleiben: In der Kindheit ist die Angewohnheit oft ein vorübergehender Entwicklungsschritt. Sollte es sich tatsächlich um ein Anzeichen psychischen Stresses handeln, hilft Schimpfen wenig. Besser ist es, auf die Suche nach den Stressfaktoren zu gehen, Anreize zum Aufhören zu schaffen und spielerisch Nagelpflege zu üben.

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@Borg13

hallööchen, wie wäre eine gannz andere sicht der dinge: nägelkauen als "entwicklungsschritt"!?!?!?! wieviel vertrauen gibst du in eine schöpfung, die wesen hervorbringt, die an den nägeln kauen müssen , um sich einigermasseN WOHL ZU FÜHLEN!?!?! wäre das nicht ausserordentlich degenerativ? wie wäre der gedanke, das zuwenig LIEBE UND ANERKENNUNG IM SPIEL DES LEBENS IST!?!?! alles gute

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