Hat jemand Erfahrung mit OP einer Großzehenarthrose (Hallux rigidus)?

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Wer das Problem mit Halux rigidus hat, der sollte möglichst frühzeitig den Gang zur OP wagen. Das Gelenk zerstört sich durch die Entzündungen immer mehr und bei schwerer Schädigung bleibt nur ein künstliches Gelenk oder die Versteifung des Gelenks.

Ist das Gelenk noch halbwegs funktionstüchtig, dann kann man es durch einen mikroinvasiven Eingriff reparieren. Dazu werden durch das Gelenkköpfchen und der vordere Zehenknochen eingeschnitten, dann zusammen gebogen und mit Bohrdraht fixiert. Dadurch vergrößert sich der Gelenkspalt. Zusätzlich wurde die Knochenwucherung abgetragen.

Es dauert jetzt einige Wochen bis das wieder zusammen gewachsen ist. Man kann bereits Stunden nach der OP leicht auftreten. Ein Gips wird nicht benötigt. Die Stabilisierung mit dem Draht reicht aus. Auf den Bildern sieht man die Einschnitte nur als Schatten.

Die OP wurde in leichter Betäubung in Kombi mit lange anhaltender Lokalanästhesie durchgeführt. Ich war eine Nacht in der Klinik. Nach 24 h war der Schmerz eher geringer als vor der OP und gut auszuhalten. Es gab 4 winzige Löcher (mit je 1 Stich verschlossen). Einige Hämatome und eine Schwellung sind einige Tage nach der OP noch zu sehen.

Die OP wird von der Kasse bezahlt. Die Erfolgschancen bei mittel geschädigtem Gelenk sehr gut. Ich kann es nur empfehlen. 


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