Hat Jemand Erfahrung mit Escitalopram ( Nebenwirkungen) ?

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4 Antworten

Hallo Kloeschen,

Escitalopram kann (als Serotoninwiederaufnahmehemmer) der Migräne (bis zu einem gewissen Grad) vorbeugen.

Es gibt viele verschiedene Medikamente, die zur Migräneprophylaxe eingesetzt werden können. Das wurde vor allem früher gemacht, zu einer Zeit, als es noch keine gut wirksamen Migräneschmerzmittel (Triptane) gab. Auf Grund der zahlreichen Nebenwirkungen, die oft durch eine medikamentöse Migränevorbeugung ausgelöst werden, ist es heute meist sinnvoller die einzelnen Attacken akut mit Triptanen zu bekämpfen, als die Nebenwirkungen einer Dauermedikation in Kauf zu nehmen.

Ausnahmen können Migränepatienten sein, die unter chronischer Migräne (mehrere Attacken in einer Woche) leiden. Da könnten die Nebenwirkungen der Prophylaxemedikamente „das kleinere Übel“ sein…

Magnesium zu nehmen ist für einige Migränepatienten hilfreich – für andere bewirkt es keine Veränderung. Das kann man ausprobieren.

Wichtig ist, dass du mit deiner Migräne beim Facharzt – einem Neurologen – in Behandlung bist. Er kann dir ein Triptanpräparat (z. B. Sumatriptan) verschreiben und dich auch am besten beraten, wenn es um eine medikamentöse Migränevorbeugung geht. Hausärzte sind bei diesem Thema nicht die richtigen Ansprechpartner – außer natürlich, um die Überweisung zum Neurologen auszustellen.

Deinen Hautausschlag im Dekolleté – nach einer Woche ohne Escitalopram – würde ich eigentlich nicht auf das Medikament zurückführen. Dafür kann es auch eine andere Ursache geben. Frage deine Ärztin – möglicherweise bringt ein Allergietest Aufschluss.

Mir hilft bei meiner Migräne die nicht medikamentöse Vorbeugung gut, indem ich die möglichen Migräneauslöser vermeide:

Bestimmte Nahrungsmittel sind häufig Auslöser von Migräne. Das können bei jedem Migräniker andere sein - man muss einfach beobachten, was man in den Stunden vor einer Attacke gegessen oder getrunken hat.

Häufig sind Geschmacksverstärker wie Glutamat Migräne auslösend. Sie sind in den meisten Fertigprodukten enthalten: Tütensuppen, Chips, xxx-fix - Kochhilfen, Fertiggerichten, Gewürzmischungen, usw.

Auch Stress kann ein Auslöser sein. Wobei die Migräne häufig erst nach der Stressphase in der Entspannungsphase auftritt. Die Vermeidung von Stress ist wichtig. Regelmäßige Entspannungsübungen und leichter Ausdauersport können vorbeugend helfen.

Menschen mit einer Veranlagung zu Migräne reagieren sehr sensibel auf Veränderungen, deshalb können bei ihnen ein regelmäßiger Schlaf-/Wachrhythmus und ausreichend Schlaf der Migräne vorbeugen. Man sollte auch einen geregelten Tagesrhythmus haben und vor allem die Mahlzeiten regelmäßig einnehmen (keine Mahlzeit auslassen). Ausreichend zu trinken ist sehr wichtig!

Weitere (nicht immer vermeidbare) Auslöser der Migräne sind: Wetterumschwung, Hormonschwankungen (Menstruation oder eine Pille, die Östrogen enthält).

Der erste Weg sollte aber immer erst mal zum Neurologen sein - für die Diagnose und zur Verschreibung der speziellen Migräneschmerzmittel (Triptane).

LG Emelina

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Meines Wissens ist Escitalopram ein Antidepressivum der SSRI-Gruppe. Es mag sein, dass es manchmal auch bei/gegen Migräne eingesetzt wird, dennoch ist das nicht das Haupteinsatzgebiet. 

Es gibt mehrere andere Medikamente, die gegen Migräne eingesetzt werden können. Als Beispiel seien die "normalen" Schmerzmittel genannt: ASS/Aspirin, Paracetamol, Ibuprofen, Diclofenac, Novalminsulfon, stärker wäre Trama.  Speziell bei Migräne können auch Triptane eingesetzt werden. 

Ein weiteres, bei Schmerzpatienten eingesetztes, Antidepressivum  ist Amytriptilin.

Da ich nicht weiß, welche Medikamente du schon ausprobiert hast, hab ich sie einfach mal aufgelistet. 

Zu dem Escitalopram und den NW kann ich dir nichts sagen, aber da du sie schon abgesetzt hast...

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Kommentar von DaSu81
16.03.2015, 22:11

Huch, Rechtschreibfehler: Amitriptylin (nicht Amytriptilin)

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Kommentar von Kloeschen
18.03.2015, 15:07

Vielen Dank für die Antworten

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Viel wasser trinken, Schilddürse untersuchen lassen...gerötetes Dekolletee und HALS  können von Hashimoto kommen. Hypothyreose bedingter fT3-Mangel macht Depressionen. URSÄCHLICH zu behandeln hiesse Schilddrüsnhormone zu geben, aber RICHTIG dosierte.

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In jeder Tablettenpackung liegt ein Beipackzettel in dem alle Nebenwirkungen und auch die Häufigkeit genannt sind. Treten Nebenwirkungen auf, die dort nicht genannt sind, dann geh zum Arzt, der die Tabletten verschrieben hat. Er wird dir dann evtl. ein anderes Präparat geben.

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