Hashimoto Thyreoiditis und Depressionen: benötige ich eventuell auch T3?

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Hallo Dennis,

leider gibst Du die Normbereiche für fT3 und fT4 nicht an, so dass man die Werte nicht interpretieren kann.

Du hast mit dem fT3-Wert völlig recht. Genau dieser Wert hat einen Einfluss auf die psychische Lage, wie man auch in der psychiatrischen Fachliteratur nachlesen kann. Normalerweise wird T3 aus T4 umgewandelt. Dies kann man sich so vorstellen, dass T4 das Speicherhormon ist, aus dem dann T3, das aktive Hormon, umgewandelt wird. Nun ist es aber bei Hashimoto-Patienten häufig so, dass eine Konversionsstörung vorliegt, d. h., die Umwandlung von T4 in T3 ist gestört. Das war bei mir übrigens auch so und erst ein "wirklich kompetenter" Arzt hatte dann reagiert.

Bei mir hatte dies eine enorme Auswirkung auf das Körpergewicht. Ich kenne jedoch andere Patienten, die dadurch psychische Probleme hatten. Man könnte dann natürlich zu dem L-Thyroxin noch T3, z. B. Thybon, hinzugeben (aber Vorsicht, das wirkt anders und muss erstmal äußerst gering dosiert werden). Ich hatte das nicht vertragen, habe an Gewicht zugenommen, Kopfschmerzen ohne Ende, bin unruhig geworden, etc. Irgendwann hat es mir dann gereicht und ich bat meinen Arzt auf natürliches Schilddrüsenhormon umzustellen. Dabei handelt es sich um getrocknete Schweineschilddrüsen, die man in Deutschland bei Receptura unter dem Namen Thyroid-Hormonkapseln bekommt, oder aber das amerikanische Produkt Armour Thyroid. Auch das kanadische Produkt von Erfa ist möglich, wenngleich es ein kleines bisschen anders wirkt. Mir hat Armour Thyroid mein Leben wiedergegeben.

Leider stößt man bei vielen Ärzten bei dem natürlichen Schilddrüsenhormon auf Widerstand. Ich begreife bis heute nicht warum und habe mir schon oft gewünscht, dass genau diese Ärzte dieselbe Problematik am eigenen Leib mal erleben müssen.

Was ich eigentlich sagen will, immer vorausgesetzt, dass Dein fT3-Wert noch Spielraum nach oben hat und Du bei zu hohem fT4-Wert L-Thyroxin etwas reduzieren musst, ist: Es gibt noch viele Möglichkeiten, die ein "kompetenter" Arzt bei Dir anwenden kann: L-Thyroxin + Thybon, Novothyral oder Prothyrid (sind synthetische Hormone) und natürliches Schilddrüsenhormon.

Im Wechsel L-Thyroxin in unterschiedlichen Dosierungen zu nehmen, kann alleine nicht die Lösung sein, wenn die Symptome bleiben. An Deiner Stelle würde ich einen anderen Endokrinologen aufsuchen, wenn nötig auch mehrere, und mir weitere Meinungen einholen. Oder Du sprichst Deinen jetzigen Arzt noch einmal darauf an.

Schau doch auch einmal in das Forum www.ht-mb.de/forum rein. Das war damals nach meiner Diagnose der beste Wegweiser, da wir Schilddrüsenpatienten es mit Ärzten äußerst schwer haben.

Viel Glück

Catlyn

Vielen Dank dir für die Antwort . Da du das alles ja auch durchgemacht hast ist es schön dass du auch hier geantwortet hast , habe gesehen dass du auch bei einigen anderen geantwortet und geholfen hast . Ich will dir eine Sache noch genauer beschreiben woran ich merke das meine Schilddrüse schlecht ist . Ich kann sonst immer super durchschlafen . Ich gehe wenn ich frei habe so um 3 uhr nachts ins Bett und schlafe dann bis 12 durch , also 9 Stunden am Stück und selbst wenn ich Nachts mal wegen dem Klo wach werde , bin ich sehr müde und kann danach sofort super weiter schlafen  . Und dann gab es 3 mal die Zeit (das letzte mal liegt jetzt so 2 Jahre zurück) in der ich einfach nachts aufgewacht bin , ich konnte nicht länger als 2-3 Stunden am Stück schlafen , das ist echt der Horror und dazu kommen dann diese Ängste und Sorgen . Ich gehe zum Beispiel um 12 ins Bett , wache um 2:30 auf und bin SOFORT hell wach , wirklich SOFORT , das wars , ich kann dann nicht mehr einschlafen , wirklich ich bin sooo wach als ob ich 3 Tage geschlafen habe und dann kommen auch diese doofen psychischen Symptome , halt Angst dadurch und sowas . Das Problem ist natürlich dass ich dann nach ein paar Stunden wieder müde werde weil ich ja insgesamt wenig geschlafen habe , dann schlafe ich wieder für 2-3 Stunden usw. usw. Die letzten 3 male als das so war , war jedesmal mein TSH sehr schlecht , auf 6,5  5,7 und 4,8 , wie oben beschrieben . Jetzt ist nur mein großes Problem , dass mein TSH gut ist , ich aber genau die gleiche scheiße habe . Ich schlafe 2-3 Stunden und bin sofort wach und kann nicht weiter schlafen . Du hast ja bestimmt schon einiges gehört und gesehen und ich wollte dir das einfach nochmal schreiben in der Hoffnung dass du das vielleicht schonmal gehört hast oder so .

MFG

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T3 dejodiert Ihr Körper selbst aus dem T4 (L-Thyroxin). Das brauchen Sie eigentlich nicht zusätzlich einzunehmen.

Der optimale TSH-Wert bei Hashimoto liegt zwischen 0,5 bis 2,0 mU/l, ist aber auch vom subjektiven Wohlbefinden des Patienten abhängig.

Mit etwas Distanz betrachtet müssten Sie eigentlich zu dem Schluss kommen, dass die Stoffwechselsituation der Schilddrüse diesmal keine Rolle bei Ihrer depressiven Verstimmung spielt. Entgegen Ihren persönlichen Erfahrungen korrelieren Ihre Beschwerden diesmal nicht mit den erhobenen Befunden.

TSH und FT3 und FT4 hängen voneinander ab . Wenn TSH niedrig ist , ist FT3 und FT4 eher erhöht . Mein FT4 ist auch erhöht , jedoch nicht FT3 . Und es gibt sehr wohl eine Stoffwechselstörung bei der der Körper das FT4 nicht mehr in FT3 umwandeln kann . Zumal ja hier auch schon in anderen Beiträgen von korrekten TSH Werten gesprochen wurde , wo denn letztendlich T3 zusätzlich genommen wurde .

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@Dennis95

Wenn Sie seit 10 Jahren an einer Hashimoto-Thyreoiditis leiden, dann wird es Zeit, dass Sie sich mal grundlegender mit der Physiologie und Pathophysiologie des Schilddrüsenhormonstoffwechsels befassen (zumindest, wenn Sie sich einbringen wollen).

Sie würden dann solche Sätze nicht mehr schreiben.

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Wenn diese Symptome wirklich Psychisch bedingt sind dann habe ich eine Frage dazu : warum treten sie akut auf und verschwinden nach veränderter Medikation ?

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Mit Endokrinologin wegen TSH Werten in Verbindung setzen?

Hallo ihr Lieben, im Sommer 2012 wurde bei mir eine Schilddrüsenunterfunktion und eine Hashimoto-Thyreoiditis (autoimmune Schilddrüsenentzündung) festgestellt. Zum Arzt (Endokrinologe) wurde ich damals geschickt, weil ich wegen starker Depressionen und anderer psychischer Probleme in stationärer Behandlung war und einen dauerhaften Durst verspürte (und immer noch verspüre), was allerdings angeblich nichts mit der Schilddrüse zutun haben soll, Ursache also weiterhin unbekannt.

Jedenfalls war ich Ende April zum Blut abnehmen, ab dem 7. Mai wurde meine Dosis von 100 Mikrogramm L-Thyroxin auf 100 und 125 Mikrogramm im Wechsel erhöht. Nun befand ich mich wieder in stationärer psychotherapeutischer und psychiatrischer Behandlung, wo routinemäßig Blut abgenommen wurde. Unter anderem auch die Schilddrüsenwerte.

FT3 3,6 pg/ml (RefBereich 2.02 - 4,43)

FT 4 1,4 ng/dl (RefBereich 0,932 - 1,71)

TSH 3,73 yU/ml (RefBereich 0,27 - 4,20)

Meine Zimmernachbarin, die im medizinischen Bereich tätig ist, meinte, dass der TSH-Wert für jemanden mit Hashimoto, der schon L-Thyroxin nimmt, deutlich zu hoch ist und im Idealfall bei 1,0 oder darunter liegen sollte. Mir geht es im Moment auch schlecht, was ich bisher immer auf die Depressionen geschoben habe. Aber was, wenn die Depressionen ein Symptom sind!? Auf einen Termin mit der Endokrinologin persönlich (nicht nur in der Praxis zum Blut abnehmen) warte ich seit März, am 12. August ist der Termin erst.

Vielleicht noch wichtig zu sagen ist, dass ich an Krebs (Multiples Myelom) erkrankt bin (momentan in Remission! :-)) und mein Eisenwert (Ferritin) dauerhaft zu niedrig ist (letzter bekannter Wert lag bei 14, was für meine Verhältnisse schon gut ist), außerdem habe ich einen Vitamin D3 Mangel und deutlich erhöhte Cortisolwerte, was laut meiner Endokrinologin an meiner Bulimie liegen kann. Allerdings haben meine Schilddrüsenwerte NIE so verrückt gespielt wie jetzt, obwohl ich schon seit vielen Jahren Bulimie habe und auch während der Chemo usw. war immer alles im grünen Bereich.

Was meint ihr dazu? Wie sind die anderen Werte so? Stimmt es, dass der TSH-Wert bei circa 1,0 liegen sollte?

Nächtliche Grüße, Liddy

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Bitte um Hilfe zu Schilddrüsenwerten

Hallo zusammen :)

Ich hoffe mir kann jemand im Bezug auf meine SD-Werte und -Untersuchungen helfen.

Ich bin 23 und mache gerade meine FH-Reife. Seit 2-3J. habe ich folgende Probleme:

Müdigkeit Konzentrationsschwäche Gedächtnisprobleme Infektanfälligkeit Antriebslosigkeit Gewichtsschwankungen ( mal 6kg ab- oder zunehmen) manchmal Kloß und kratzen im Hals Stimmungsschwankungen vermehrtes schwitzen kann keine Hitze mehr ab Haarausfall Reibeisenhart auf den Oberarmen schneller Puls leichtes frieren usw.

Dachte das ist normal.

Seit letztem Jahr im Nov. habe ich auch noch Panikattacken und o.g Probleme haben sich verstärkt + ich habe eine Art Unwirklichkeitsgefühl.

Hatte bis vor 4-5Wochen noch geraucht. Hatte mit Beginn meiner Lungenentzündung aufgehört.

Meine Oma hat seit 30J. dieselben Probleme, hat sich aber mit abgefunden, dass es ihr schubweise schlechter geht.


Nun die Werte:

27.11.14 Blutabnahme Notaufnahme

TSH 3,60 mU/l Norm 0,3 - 3,94

07.01.15 Blutabnahme Hausarzt/Internist

TSH 3,32 mU/l Norm 0,3 - 3,0

fT3 5,3 pmol/l Norm 3,1 - 6,5 61,76% fT4 17,7 pmol/l Norm 10,3 - 21,9 63,79%

Ferritin 96 ng/ml Norm 20 - 291 CRP < 0,5 mg/dl Norm < 0,5

12.01.15 Sonographie Hausarzt/Internist

SD-Volumen: insg. 7,2ml , homogen

Bei der Besprechung meinte HA ich hätte eine latente UF, aber es bestünde kein Anlass zu einer Therapie. Sollte mehr Jod zu mir nehmen.

09.02.2015 Blutabnahme Nuklearmediziner

TSH 2,82 mU/l Norm 0,35 - 4,0

T3 3,05 pg/ml Norm 2,3 - 4,2 39,47% fT4 1,31 ng/dl Norm 0,8 - 1,8 51,00%

TAK 16,8 lU/ml Norm 0 - 40 MAK 39,6 lU/ml Norm < 60 TRAK < 0,3 lU/l Norm 0-1.0 neg. TG 21,4 ng/ml Norm < 55

25 (OH) Vit. D 9,5 ng/ml Norm <10 =Vitamin-D-Mangel (nehme jetzt Dekristol 20 000IE)

Arzt: "Die auswärtige TSH-Stimulation vermag ich nicht nachzuvollziehen und gehe von einer Fehlbestimmung aus."

Szintigraphie:

Tc-uptake 0,4%

Sonographie:

re. 5,5ml , li. 4,5ml

Der Arzt meinte meine Beschwerden könnten nicht von der SD kommen und es besteht kein Bedarf zur Therapie. _______________________________________________________

Nächsten Dienstag hab ich einen Termin bei meiner HA um nochmal mit ihr zu sprechen, unteranderem auch über die Werte vom NUK.

Ich war letzte Woche beim Neuro/Psychologe. Hab nun Insidon Tropfenbekommen - nehme sie seit 1Woche. Er meinte es wäre eine Angststörung.

Das wär auch ok - hauptsache es gibt einen Namen. Das Problem ist nur, dass ich das Gefühl hab, dass irgendwas in meinem Körper schief läuft. Abends gehts mir am schlimmsten mit dem Kratzen im Hals und der Schwäche dazu. Ich will doch nur, dass es mir wieder besser geht. War doch alles super. Schule supi, Freude aufs Studium... :(

Was meint ihr dazu?

Danke schonmal :)

LG

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