HALLO zusammen. Es geht um meinen Bruder, er ist Alkoholiker, depressiv und ist meiner Meinung nach auch noch paranoid... Was kann ich tun?

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4 Antworten

Oje, dein Bruder braucht dringend Hilfe!

Eine Psychotherapie wäre allerdings erst möglich, wenn er seine Alkoholsucht erfolgreich überwunden hat. Dann kämen die psychischen Probleme zutage, die er mit Alkohol überdeckt und könnten und sollten bearbeitet werden. Zunächst wäre also eine Einrichtung bzgl. Sucht/Alkohol die erste Anlaufstelle, z.B. eine Beratungsstelle. Vermutlich ist eine stationäre Entwöhnung nötig. Allerdings wirst Du ihn nicht zwingen können. Ohne seine Motivation geht da nichts. Die Frage ist, ob Du eine Chance hast, ihn dazu zu kriegen, zumindest erstmal zu einer Beratung zu gehen (vielleicht gemeinsam). Es wird von seinem Leidensdruck abhängen. Und ob Du - oder eine andere Vertrauensperson in seinem Umfeld - ihm vermitteln kannst, dass er Hilfe braucht, und Du nur helfen willst.

Viel Glück und Erfolg!

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Auch HALLO :-)

Wirklich toll, dass du deinem Bruder helfen möchtest.

Alkohol ist nicht das Problem deines Bruders. Alkohol ist das Symptom.

So wie es aussieht hat dein Bruder den Glauben an sich und die Welt verloren.

Vielleicht hilft dir der Artikel weiter:

www.Selbsthilfe-alkoholproblem.de/alkoholismus-verstehen

Kritik, Vorwürfe und Bevormundung sind Benzin auf das Feuer von Alkoholismus.

Auch wenn es von außen gerechtfertigt, richtig und notwendig erscheint.

Weil man so in der Wunde von Menschen mit Alkoholproblemen bohrt.

Mein verstärkt damit eben jene Gefühle - Selbsthass, Minderwertigkeitsgefühle, Hilflosigkeit - die der Trinker mit Alkohol wegzuspülen versucht.

Wenn du ihm helfen willst, schau mal, ob du irgendwie dazu beitragen kannst, das Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen deines Bruders wieder herzustellen.

Zum Beispiel könntest du ihm sagen, dass ...

... du ihn liebst und an ihn glaubst. ... du ihm vertraust das Richtige zu tun. ... du seine Entscheidung zu trinken respektierst, weil du ihm vertraust, dass er selbst weiß, was für ihn das Beste ist. ... du weißt, dass er fähig ist alles zu erreichen, wovon er träumt.

Zum Schluss noch ein Zitat von Goethe:

Wer die Menschen so behandelt, wie sie sind, der macht sie damit schlechter. Wer aber die Menschen so behandelt, wie sie sein könnten, der macht sie damit besser.

Alles Gute euch beiden!

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Kannst du mit ihm zum Arzt gehen? Würde er sich darauf einlassen, was meinst du?

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Ich gehe mal davon aus das du oder er bei einer Beratungstelle für Suchtkranke gewesen seit. Wenn nicht, sollte das umgehend gemacht werden, ob das was bringt ist wieder eine andere Frage, besser als nicht machen auf jeden Fall. Beratungstellen bietet dazu das rote Kreuz an, Caritas und andere.

Viel Erfolg an dieser Stelle schon mal.

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