Haben demenzkranke Menschen ein normales Hungergefühl?

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2 Antworten

Hallo Svenja,

in diesem geschilderten Fall hört es sich eher nach einer typischen Haltung der älteren Generation an. Da wird nix weggeschmissen oder verkommen gelassen. Sehr alte Menschen haben in ihrer Jugend oft sehr schlechte Zeiten ( Krieg, Defation, Inflation, allgem. Armut ) mitmachen müssen. Das prägte für´s ganze Leben. Da wird gespart und das Licht im Zimmer ausgemacht wenn man rausgeht, die Wäsche wird gewaschen wenn sie schmutzig ist und nicht nur weil man sie einmal anhatte, der Mittagsteller wird mit einem Stück Brot sauber gewischt wenn Soßenreste drauf sind, da wird eben nicht eine halbe Scheibe Brot weggeschmissen, wenn die doch noch in den Magen passt, obwohl der Hunger eigentlich bereits gestillt ist.

Tatsächlich aber kann die Demenz das Hungergefühl / Sättigungsgefühl stark beeinträchtigen. In der Fam. meiner Frau hatten wir den Fall, dass die Großtante locker mehrere Teller gegessen hat, nach einer halben Stunde kam die Frage, wann es denn endlich mal was zu Essen gäbe. LG, Winherby

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Ich denke deine Oma hat auch eine Art Fressneid entwickelt. Sie weiß ja nicht, wann sie das nächste Mal wieder etwas zu essen bekommt und hat Angst, dass man ihr das Essen wegnimmt. Man könnte ihr auch vorschlagen, dass sie das einfach stehen lassen soll und später essen soll. Das kann man sicher irgendwie mit der Schwester vereinabaren. Gerade einen Jogurt muss sie sich dann ja wirklich nicht mehr reinzwingen. Hunger und Sattheit können gestört sein, müssen aber nicht. Wichtig ist, dass man auf eine ausreichende Trinkmenge achtet.

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