Habe ich einen Bandscheibenvorfall?

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2 Antworten

Ja, das hört sich nach den tp. Symptomen eines Vorfalls an. Wenn Du ein wenig Glück hast, dann ist es noch eine Vorwölbung. Die Symptome sind dabei qualitativ gleich, aber quantitiv meist etwas geringer.

Aber Du solltest da ganz dringend etwas dagegen unternehmen. Schritt eins ist der Gang zum Orthopäden oder noch besser gleich zum Neurochirurgen. Der wird Dich durch die Röhre jagen (MRT)  und dann sehen, was nun vorliegt.

Was es ist, ist eigentlich so ziemlich egal, denn die entsprechend nötigen Therapieformen, die er Dir verordnen wird, sind gleich.

Bis es soweit ist solltest Du 

  • dringend die Rückenmuskulatur häufig wärmen. Das entspannt und lässt den Druck auf die Bandscheiben schwächer werden. 
  • alle Belastungen wie das Heben oder längeres, stilles Sitzen in möglichst ergonomischer Haltung durchführen.
  • auf keinen Fall Kraftsport betreiben, ohne vorherige Einweisung durch einen Physiotherapeuten. Der Doc. sollte Dir dazu eine Verordnung "KGG" ausstellen.
  • auch sonstige sportliche Aktivitäten vorsichtshalber runterfahren, oder besser ganz aufhören, - je nach Sport halt.
  • sämtliche Rotationsbewegungen vermeiden, ganz besonders unter Last.
  • achte möglichst darauf, ruckartige Bewegungen zu vermeiden.

Falls es "nur" eine Protusion ist, kannst Du mit den o.g. Maßnahmen den richtigen Vorfall wahrscheinlich vermeiden. Ist es aber doch bereits ein Vorfall, dann können die o. g. Maßnahmen dazu beitragen, dass der Vorfall quantitativ nicht größer wird, - mit entsprechend stärkeren Problemen.

Wenn Du beim Arzt bist, sag ihm bloß nicht, dass Du damit schon seit 1,5 Jahren rumläufst. Er würde Dich nicht so ernsthaft behandeln, als wenn Du jetzt den "Notfall" beklagst und ihm sagst, dass die Beschwerden ganz neu (seit ca. drei Wochen mit steigender Tendenz) aufgetreten sind. 

Lass Dich nicht mit etwa ein paar Spritzen und/oder Infusionen abspeisen. Bei sehr jungen Patienten wird gerne mal gespart, ganz besonders jetzt gegen Ende des Jahres, denn da drohen vielen Ärzten Regressforderungen wegen überschrittenen Budgets. 

Du brauchst physiotherapeutische Therapien, unterstützt durch physikalische Behandlungsformen. Viel Erfolg

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Völlig irrelevant ob du das haben kannst oder nicht.

Wenn du seit !1,5 Jahren! Schmerzen  hast; dann geh zum Arzt.

Auch wenn nichts sein sollte, dann kann dir der Arzt wenigstens auch sagen, dass nichts ist.

Und wir sind nicht in den USA, wo man sich 100 mal überlegen muss, ob man zum Arzt geht. Du hast eine Versicherung; die dir nichts bringt, wenn du nur einzahlst, aber sie nicht nutzt.

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