Habe ich ein Helfersyndrom?

6 Antworten

Hallo Machris,

wenn man die Zusammenhänge kennt wie Du dann wird es schon schwierig. Also in einem Pflegeheim zahlt man "bis zu" 4000 €  und wie das dann real aussieht ein gewisser Herr Fussek in München hat das ja immer angeprangert. Das es zu wenig Mitarbeiter gibt - das man Heimbewohner schon einmal etwas extra gibt zum Kaffee das gewisse Bewohner "ruhiggestellt" sind. 

Ich weis nicht ob Richter dann auch einmal nach gewissen Anordnungen überprüfen ob dies auch ein Stück zum Wohl des Heimbewohners war oder schlicht zur Ruhigstellung. usw. usw.

Ich würde Dir raten das Ganze nicht zu stark an Dich ran zu lassen - Du gehst sonst zu schnell moralisch und psychisch am Krückstock. Wenn Du schon ein schlechtes Gewissen bekommst. Ja und dann bekommst Du evtl. auch noch gesagt - wir haben ihnen das ja gleich gesagt

Vor einiger Zeit war groß in den Medien eine Pflegekraft hat eine Heimbewohnerin dement "misshandelt" ganz schlimm. Allerdings hat Niemand danach gefragt wie die Pflegerin den Spagat schaffen soll wenn 8,36 Minuten pro Heimbewohner und einer guten Pflege. Nun die privaten Heimträger werden simpel sagen wenn ihr 6000 € pro Monat bezahlt und bei Demenz 8000 € wird die Pflege auch besser also mehr Personal. Es gibt aber trotzdem noch Heime wo der Heimbewohner Mensch ist und nicht Nummer!

Wenn dann die Frage gestellt wird ob ich den richtigen Beruf habe ist das schlicht eine Einschüchterung nach dem Motto wenn Du nicht mit der Umwelt klar kommst gehst Du besser. Darum würde ich wenn mir etwas richtig stinkt andere Wege finden. Ich hatte ja einen Namen genannt. Alles andere wurde schon gesagt bzw. geschrieben!

Alles erdenklich Gute Stephan

Lass Dich bitte nicht beirren - die Zustände in vielen Alten- und Pflegeheimen sind inzwischen so verroht, dass Empathie und Hilfsbereitschaft verächtlich als "Helfer-Syndrom" abgetan, aber nur zu gerne ausgenutzt werden.

Als Du die Zustände in Deinem Ausbildungsbetrieb beschriebst, dachte ich, Du meinst das Pflegeheim, in dem mein Mann 3,5 Jahre pflegerisch vernachlässigt wurde. Die Gründe waren die, die Du geschildert hast: zu wenig Personal, hoher Krankenstand, täglich neue Leasing-Pflegekräfte ohne jeden Bezug zu den alten Menschen... bei meinen täglichen Besuchen habe ich viel - zu viel - gesehen und gehört. Ich weiß noch genau, dass ich 2011, als mein Mann in dieses Pflegeheim kam, von der dortigen Situation positiv beeindruckt war. Die Pflegekräfte waren freundlich und hatten noch Zeit, miteinander und mit den Patienten zu sprechen, zu scherzen und auch die eine oder andere Minute mal "nichts" zu tun im Sinne von "Zeit haben" - für die Belange der zu Pflegenden. Die Abwärtsspirale war deutlich spürbar: immer weniger Kräfte sollten immer mehr leisten,  langjährige gute Pflegekräfte wurden ausgenutzt und "verheizt", das Klima wurde sicht- und hörbar rauer, auch und gerade unter den Pflegekräften, Patienten wurden grob und lieblos behandelt und zum Schluss schwer vernachlässigt. An allem wurde unter dem Aspekt der "Kostenoptimierung" gespart, und wer keine Angehörigen hatte, die wenigstens ab und an mal eine gute Wundsalbe o. ä. auf eigene Kosten mitbrachten, der hatte halt Pech gehabt.

Im letzten halben Jahr gab es eine ! neue Pflegekraft, der die Menschlichkeit noch nicht abhanden gekommen war. Sie dachte ähnlich wie Du und wurde regelmäßig von der PDL und - man staune, sogar den Kollegen !! - zur Schnecke gemacht. Ihre Tage in diesem Heim waren da schon gezählt, weil sie dort nicht länger bleiben mochte.

Du hast recht, das System kannst Du nicht ändern. Investoren werden heutzutage Alten- und Pflegeheime wärmstens empfohlen ("sichere Rendite"), und Du kannst sicher sein, dass auf die PDL ebenfalls Druck ausgeübt wird, und zwar von der Geschäftsführung, die diese Rendite erwirtschaften soll.

Bewahre Dir Dein Mitgefühl für hilfsbedürftige Menschen und lass Dich nicht beirren. Ich bewundere Dich, dass Du immer noch den Willen (und die Kraft) hast, in diesem schweren Beruf zu bleiben und Dich weiterzubilden.

Ich wünsche Dir alles Gute und jede Menge Durchhaltevermögen!

Auch ein "Daumen hoch'" für Dich Machris. Wenn es mehr solche Menschen gäbe wie Dich, wäre die Welt ein Stück besser.

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Guten Morgen, Machris!

Ich mache auch gerade eine Ausbildung zur Pflegehelferin und bin in ca. 3 Monaten damit fertig. 

Meiner Meinung nach hast du KEIN Helfersyndrom. Eher bist du ein Mensch, der das Herz am rechten Fleck hat. 

Wir, die noch in der Ausbildung sind, lernen ja wie man es machen sollte und was man auf keinen Fall machen darf. 

Eine PDL oder andere, die schon jahrelang da arbeiten, sind Berufsblind. Viele sehen den Menschen dann nicht mehr als Mensch im ganzheitlichen, sondern für die ist diese Arbeit schon in etwa zur ''Fliesbandarbeit'' geworden. Es geht dabei nicht um den Menschen selbst, seine Bedürfnisse oder dergleichen, sondern nur mehr darum, die Arbeit schnell hinter sich zu bringen, damit man eventuell Kaffee trinken gehen kann.

Das du deine Kollegin unterstützen möchtest, zeigt, wie kollegial du bist.

Das du das auch nicht für richtig hältst, dass jemand zu Mittag sein Frühstück bekommt, versteh ich auch vollkommen. Jeder Mensch hat das Recht respektvoll behandelt zu werden und wie schon oben erwähnt, sollte man auf seine Bedürfnisse eingehen können. Und auch wenn der Mensch eventuell krank ist, bettlägerig hat er trotzdem das Recht auf sein Frühstück in der Früh. 

Und wer auf solche Kleinigkeiten nicht achtet, dem ist der Mensch meiner Meinung nach vollkommen egal. 

Also Nein, ich sage, du hast kein Helfersyndrom. Du bist einfach so, wie man in solchen Berufen sein sollte: Emphatisch, respektvoll und achtest auf die Rechte des Menschen. 

Meine Lehrerin in dem Fach ''Pflege alter Menschen'' hat mal etwas gesagt, was mir sofort hängen geblieben ist:

''Je älter man wird, umso mehr weiß man. Je mehr man weiß, umso weniger wird man gefragt!''

Das war, als wir besprochen haben, dass alte Menschen von soooo vielen Leuten einfach ''abgestempelt'' werden. ''Ach, der ist eh alt - ist ja egal,....''

Nein, ist es nicht! Ein Beispiel noch: Ich hatte in meinem Praktikum im Pflegeheim, welches zwei Monate dauerte, eine Frau, etwas älter als 80 Jahre, die nichts essen wollte. Sie war bettlägerig und konnte sich auch verbal nicht äußern. Ihr drohte eine Magensonde. Ich hab mir dann die Zeit genommen und mit ihrer Tochter gesprochen, als sie zu Besuch war und sie gefragt, was ihre Mutter früher gern gegessen hat. Die Tochter hat mir einige Sachen aufgezählt und ich hab dann geschaut, dass ich das aus der Küche bekomme und siehe da, die Dame hat es gegessen und die Magensonde war dann kein Thema mehr. 

Auch das ist kein Helfersyndrom! 

Ich hoffe, meine Antwort konte dir irgendwie helfen.

Liebe Grüße

Diagnose Roemheld-Syndrom mit plötzlichem Herzrasen, was kann ich tun?

Moinsen, eine Frage. Ich habe mit den Beschwerden des Roehmeld-Syndrom schwer zu kämpfen und musste mich des Öfteren nun sogar krank auf der Arbeit melden.

Schon seit vielen Jahren kam es nachts ab und zu vor, dass ich in der Einschlafphase aufschrecke und einen astronomisch hohen Puls habe. Es war aber keine Panikattacke und das Herz gesund. Mehr und mehr kristallisierte es sich heraus, dass es mit dem Magen zusammenhängen könnte.

Seit einer Zeit tritt diese Erscheinung auch tagsüber auf.

Ich schildere kurz die Symptome. Zuerst kommt ein flaues oder schmerzfreies zerren im Magenbereich. Dann werden manchmal die Hände mit kalt, eine Art Stromschlag erfolgt und ich habe ein kurzes Unwirklichkeitsgefühl (keine Panikattacke). Dies passiert in eins bis maximal 3 sekunden. Nach weiteren 2-3sek steigt dann der Puls blitzartig an. Machnmal leichter Schweißausbruch (Hände und Füße), kurzeitiger erschwerter Atmen und natürlich Angst, weil das merkwürdige Gefühl und der Pulsanstieg natürlich sofort an einen zB. Infarkt erinnert. Was besonders komisch ist, manchmal wenn diese Symptomatik schlimmer ist, sprich der Pulsanstieg stärker ist, dann muss ich von einer Sekunde auf die Andere Wasser lassen. Ein enormer Drang. Das ich aber nicht aus Nervosität, sondern ein plötzlich ausgelöster Harndrang. Alles läuft ohne wirklichen Schmerz ab. Den ganzen Tag blubbert der Magen etwas komisch, leichtes Spanngefühl und Zuckungen im Magen, als würde einer im Magen Stromschläge an die Magenwand machen. Hungergefühl ist sehr gemindert.

Es kommt paar mal am Tag für eine sehr kurze Zeit vor, dass ich meine der Magen schwebt und ich fühle mich topfit. Doch so schnell wie das Gefühl kam, ist es auch wieder weg.

Ausgeprägte Herzjagattacken kommen etwa 5mal am Tag vor. 1-2 davon sind stark, sodass gar Panik aufkommt. Den ganzen Tag habe ich kaum Hunger und wie oben beschrieben die Gefühle im / am Magen. Was vielleicht mit in die Karten spielt ist ein Stressschub die letzte Zeit. Aber nur eine Vermutung. Ein Bluttest und Ruhe-EKG war ohne jeden Fehler. Außerhalb einer Herzrasattacke ist auch der Blutdruck super ~ 120/80. Das ist gut. Doch geh mal zum Hausarzt und sagen du hast manchmal Herzrasen wie bei schweren Herzerkrankungen. Der misst natürlich sofort nach und teilt mir mit..."ihr Puls ist bei 70, das ist super" - zack ist es psychosomatisch. Auch nachts einen RTW rufen. wäre Quatsch bis der kommt ist wieder alles vergangen.

Welche Facharzt nimmt man da? Nur Hausarzt, Kardiologe, Gastrologe, Internist? Was macht ihr da und was hilft euch? :(

Gruß

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Wie lässt sich eine ISG-Blockade "richtig" lösen (Akupunktur, Osteopathie, Stoßwellentheraphie)?

Hallo,

ich bin mitte 20 und habe schon seit fast 10 Jahren eine ISG-Blockade. Ich habe zwar nur recht selten Schmerzen in dem betroffenen Becken/Rückenbereich, allerdings sehr starke Verspannungen.

Ich war in der Vergangenheit bei verschiedenen Orthopäden, aber die meinten, dass dieses eingeschränkte Gefühl an meiner Skoliose liegen würde. Das es eine ISG-Blockade ist, bzw. das Wort habe ich zum ersten mal vor einigen Wochen bei meinem Hausarzt gehört und ich bekam dann auch erstmals Krankengymnastik verschrieben, die darauf ausgelegt war. Andere Leute mit ähnlicher Skoliose haben das Problem schließlich auch nicht.

Wirklich gebracht hat mir die Gymnastik, welche ich auch täglich zu Hause gemacht habe, allerdings nichts. Wird es daran liegen, dass ich die Blockade schon einige Jahre an mir habe? Und hier sind selbstverständlich Leute angesprochen, die sich mit einer ISG-Blockade auskennen.


Zweitens habe ich mich anschließend im Internet darüber schlau gemacht. Unter http://orthopaedie-kommatas.de/therapie/isg-blockierung/ stand folgendes:

Durch meine langjährige Erfahrung und der ständigen Fortbildungen verwende ich ein therapeutisches Konzept, dass sich bei der Behandlung dieser Erkrankung als sehr effektiv erwiesen hat. Es setzt sich aus Akupunktur, Osteopathie und Stoßwellentherapie (SWT) zusammen.

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Sofern es etwas ist, dass man nicht selbst machen kann, kommt es aber auch gar nicht in Frage. Ich kann nicht 2 mal in der Woche für eine Theraphie ein paar hundert Km mit dem Zug zurücklegen.

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