Grippe -Herz geschädigt?

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5 Antworten

Hallo Twopack,

mit dem Husten hat es weniger etwas zu tun eher mit den Viren oder mitunter Bakterien bei einer schweren Erkrankung

Eine Herzbeutelentzündung (Perikarditis) entsteht zu ca. 80 Prozent durch Viren.

Der Herzbeutel umgibt das Herz und hält es so in der Postion. Zwischen der äußeren und inneren Schicht des Herzbeutel ist ein wenig Flüssigkeit die das Gleiten des Herzens beim pumpen ermöglicht. Wenn ich nun eine schwere virale Erkrankung (wie eine Grippe..) verschleppe nd glaube Hausmittel reichen mein Chef kann nicht auf mich verzichten es geht schon irgendwie ..

Also wenn sich die Viren richtig gut entwickeln können kann u.U. auch das Herz betroffen sein. Das heißt die oben genannte Flüssigkeit zwischen den Perikards des Herzbeutels kann sich bei einer Entzündung vermehren. Der Herz kann nur noch eingeschränkt pumpen. Die Folge dei Herztöne sind kaum zu hören. So eine Herzbeutelentzündung ist verhältnismäßig schwer nachzuweisen (onmeda.de/krankheiten/herzbeutelentzuendung.html)

In den meisten Fällen heilt eine akute Herzbeutelentzündung folgenlos ab. Mehr zum Thema hier - http://www.eesom.com/go/U3DF3G18OK70V5FFRYWA7PTUN1YQCKRI

Das heißt aber nun nicht das jeder Schnupfen und Husten nun Ärztlich behandelt werden muss - es dreht sich ausschließlich um schwere Erkrankungen.

In dem Zusammenhang sollte man auch auf seine Zähne achten - bei einer schweren Wurzelentzündung kann es auch Herzbeutelentzündung kommen.

Man kann sich davor schützen in dem man bei schweren Erkrankungen mit Fieber zum Arzt geht um das entsprechend behandeln zu lassen.

VG Stephan

Hallo, ich als Herzklappenoperierte, muss bei fieberhaften Erkältungen zum Schutz der Klappe und des Herzens ein Antibiotikum nehmen, ist zwar nervig aber es soll ja nichts ans Herz kommen

Hallo, sogenannte grippale Infekte werden durch eine Vielzahl von Viren verursacht, von denen einige bestimmte auch das Herz befallen können (Coxsackie-Viren, Parvovirus B19, Adenoviren und auch "echte" Grippeviren). Problem ist dabei häufig nicht das Virus selbst, sondern die dadurch ausgelöste Entzündungsreaktion in der befallenen Struktur (Herzbeutel, Herzmuskelgewebe). Die Prognose ist meist gut auch ohne Therapie, aber leider gibt es seltene schwere Verläufe mit Todesfällen und/oder Entwicklung einer Herzschwäche (fast nur bei Befall des Herzmuskels). Als Betroffener merkt man dies an einer allgemeinen Schwäche, die über die Dauer des grippalen Infektes anhält oder erst später einsetzt. Gelegentlich auch Herzstolpern. Später dann Luftnot bei körperlicher Belastung. Die Entzündung des Herzbeutels kann spezifischere Symptome wie atemabhängige Schmerzen hinter dem Brustbein verursachen. Einen sicheren Schutz gibt es nicht. Wenn die Diagnose rechtzeitig und sicher gestellt wird kommen antientzündliche und sogar antivirale Therapien in Frage (letztere meist im Rahmen von Studien).

Um noch ergänzend zu Stephan Zehnt zu antworten: Es ist sehr wichtig, bei grippalen Infekten und bei Grippe seinen Körper auszuruhen und sich krank schreiben zu lassen. Alles andere führt zum Verschleppen und zum chronisch werden des Krankheitsbildes und dadurch kommt es häufiger zu Herzbeutelentzündungen. Ein Bekannter von uns war auch der Meinung, ein grippaler Infekt ist nichts Schlimmes und man kann ruhig damit arbeiten gehen, er hat sich den Infekt verschleppt, es kam zur Herzmuskelentzündung und nun ist er Frührentner, weil seine Pumpe nicht mehr mitspielt. Bei Fieber und wenn es einem mies geht, gehört man defintiv ins Bett und nicht auf die Arbeit!

Der Husten macht nicht das Herz krank sondern die Grippe, wenn sie nicht richtig auskuriert wurde. Mein Arzt besteht sogar darauf, nach einer Grippe noch zwei Wochen lang körperliche Schonung anzuhängen. Es geht um die Herzmuskelentzündung. Davon kann das Herz dauerhaft geschädigt werden und es läßt sich ganz einfach mit konsequenter Schonung vermeiden.

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