Die Grauer Star-OP meiner Mutter scheint gründlich schief gegangen zu sein. Sie sieht schlechter als zuvor. Was könnten wir jetzt noch tun?

1 Antwort

Hallo Dundi!

Es kann durchaus vorkommen, dass nach so einer OP ein sogen. Nachstar - ein Grauschleier - entsteht. Aber der wurde ja auch dann weggelasert. Dass Deiner Mutter offensichtlich eine völlig falsche Linse eingesetzt wurde - kann man ja am Linsenpass erkennen - ist mir unerklärlich!! Ich würde an Eurer Stelle mit diesem Problem zunächst mal in eine gute Augenklinik gehen, um dort eine 2. Meinung dazu einzuholen. Verlasst Euch nicht nur auf die Aussagen des Arztes, der diese OP gemacht hat!! Sollte es dann Unstimmigkeiten oder ähnliches geben, könnt Ihr Euch auch mal an die Unabhängige Patientenberatungsstelle wenden. Die können Euch ganz sicher rechtlich korrekt raten, welche Möglichkeiten es gibt und wie man am besten weiter vorgehen sollte.

http://www.patientenberatung.de/beratung-vor-ort/

Alles Gute wünscht walesca

Welche Risiken birgt es, einen Grauen Star spät zu operieren?

Meine Oma ist 81 und hat Angst vor der OP, da sie auf einem Auge geburtsbedingt eh fast nichts sieht. Bei Mißerfolg am anderen Auge wäre sie dann so gut wie blind. Bisher hat der Augenarzt immer gesagt, er wolle noch warten.

Sie kann prima auf einem Kindle mit Schriftgröße 3 lesen (drittgrößte) und da sie ihrem Hobby nachgehen kann, drängt es sie nicht allzu sehr und subjektiv hat sich für sie laut ihrer Aussage auch im Sehen nichts verändert in letzter Zeit. Relativ schlecht sehen kann sie halt schon immer, auch ohne Linsentrübung und trotz dicker Brille.

Da sie selber wenig Fragen beim Arzt stellt und ich erst beim nächsten Termin in ein paar Wochen selber dabei sein kann: Mir ist nicht klar, warum der Arzt es auf einmal eiliger hat und jetzt meint, es sei Zeit. Wird die OP mit der Zeit schwieriger, die Risiken größer o.ä.? Ich möchte auf jeden Fall eine 2. Untersuchung bzw. eine 2. Meinung. Der Augenarzt sagt wohl, daß die anvisierte Klinik selbst auch noch einmal untersucht. Ich habe aber ein gesundes Mißtrauen gegenüber Klinik-Untersuchungen. Daß die am Ende operieren wollen, steht ja eigentlich schon fest, wo der Graue Star eindeutig fortgeschritten ist.

Die werden bei der Diagnose sicher operieren wollen, fragt sich bloß, ob sie auch sagen würden "so lange Oma sich noch wohlfühlt, kann man warten..." Ich tendiere also zu einer unabhängigen 2. Augenarztmeinung. Wichtig für mich: Welche Fragen sollte ich stellen und hat jemand Erfahrungen damit, ob es Risiken gibt, wenn man (zu) lange wartet? Oder könnte man nach Wohlfühlgefühl entscheiden?

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