GOLD III bei COPD- kann man das aktiv verbessern?

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4 Antworten

Hallo vitalis!

Aus eigener Erfahrung möchte ich unbedingt zu einer Lungensport-Gruppe ermutigen. Dort ist jeder Lungenkranke an der richtigen Adresse, selbst wenn er sauerstoffpflichtig ist!!! Jeder belastet sich dort so gut es geht und niemanden stört es, wenn man öfter mal eine Pause einlegen muss oder manche Übungen gar nicht mehr gehen. Aber i.d.R. profitiert jeder Teilnehmer davon!! In unserer Gruppe gibt es z.B. noch recht fitte Teilnehmer, die aber einer Verschlechterung der Krankheit vorbeugen wollen, aber auch ebenso Menschen mit einer Sauerstoffflasche im Rucksack! Auch einen Lungen-Transplantieren hatten wir schon dabei, der aber inzwischen weggezogen ist. Außer der gegenseitigen Unterstützung gibt es in der Gruppe auch noch einen guten Zusammenhalt und nebenbei viel Spaß!! Ich kann es nur empfehlen!!!

Alles Gute wünscht walesca

Auch wenn die Patienten sich vor der Atemnot fürchten – Bewegung und Anstrengung grundsätzlich zu vermeiden, ist die falsche Reaktion! Sport und Bewegung wirken sich erwiesenermaßen gut auf Konstitution und Wohlbefinden der Betroffenen aus. Deshalb sollten COPD Patienten ein auf sie zugeschnittenes Training absolvieren.

Jedoch sollten Patienten im Stadium COPD 3 das Training nicht auf eigene Faust beginnen. In Lungensportgruppen, die sich auf das Training mit Lungenpatienten in ganz Deutschland spezialisiert haben, wird Sport unter fachlicher Anleitung betrieben.

http://leichter-atmen.de/copd-3

Alles Gute für dich von rulamann

walesca 12.04.2013, 10:56

Diese Empfehlung für eine Lungensport-Gruppe kann ich aus eigener Erfahrung nur unterstützen!!! Und Spaß gibt´s noch gratis dazu!! LG

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Im Stadium GOLD III kommt man schon in den Bereich, wo die Atmung nicht mehr für Sport ausreicht, die Muskeln wegen mangelnder Bewegung abbauen, das Atmen noch schwerer wird... Das Problem ist ja die "verstopfte" Lunge, unzureichende Sauerstoffversorgung und dadurch verringerte Leistungsfähigkeit. Das wird leicht zu einer Abwärtsspirale.

COPD ist eine Degeneration der Lunge. Ganz gleich, was man inhaliert, es wächst einem keine neue oder bessere Lunge. Man kann aber ein paar Atemtechniken entwickeln, z.B. auf richtige Bauchatmung achten.

Bisher habe ich immer wieder gehört, dass es sich bessert, wenn man stetig in Gang ist, immer wieder an die persönliche Belastungsgrenze geht. Schadstoffe meidet (von Person zu Person verschieden) und für freie Bronchien sorgt.

Regelmäßige Bronchien-Toilette ist wichtig. Dazu gibt es z.B, den ganz einfach anzuwendenden Flutter. Damit atmet man gegen einen Widerstand aus, was die Bronchien (ähnlich wie bei der Lippenbremse) weitet. Danach geht das Atmen und das auch Abhusten leichter. Regelmäßig viel zu trinken ist wichtig, damit der Schleim nicht eindickt.

Es gibt auch widersprüchliches. Der eine verträgt keine feuchte Luft, der andere kann durch inhalieren von simplem Dampf viel besser abhusten. Der eine bekommt vom kleinsten Hauch Parfüm oder Autoabgasen schon einen Asthmaanfall, dem anderen macht dagegen Staub viel mehr aus... Während der eine problemlos ins Schwimmbad gehen kann, bleibt dem anderen dort wegen der Chlordämpfe die Luft weg.

Da muss jeder für sich selbst seine eigene Strategie entwickeln (manchmal auch gegen den Rat vom Arzt). Komme ich bei einer Verschlechterung ins Krankenhaus, dann soll ich immer Salzwasser inhalieren, was meine Bronchien aber erst richtig austrocknet. Bis ich tun darf, was mir wirklich nützt, braucht es immer erst drei Arztgespräche.

Mir hilft auch ein Tee aus Spitzwegerich, Bitterer Fenchel, Lakritzwurzel zu gleichen Teilen den Bronchienschleim abzuhusten. Ob es bei andern auch so ist, weiß ich nicht. Lakritz kurbelt den Blutdruckan, was nicht jeder verträgt.

"Sport" kann man auch machen. Alles was "Puste" braucht, ist aber kontraproduktiv. Sobald man merkt, dass man nicht mehr kann, muss man aufhören. Auch da muss man seine eigene Strategie entwickeln.

Hallo vitalis,

du solltest dich in einer Lungensportgruppe anmelden.

Beim Lungensport werden

  • Atem- und Entspannungstechniken vermittelt

  • Ausdauer und Beweglichkeit trainiert

  • der Muskelaufbau gefördert

  • die Muskelkraft gestärkt

  • die Koordination der Bewegungsabläufe verbessert

  • die Dehnungsfähigkeit hergestellt

außerdem bist du dort unter deinesgleichen und jeder kann von den Erfahrungen des anderen profitieren. Diese Lungensportgruppen gibt es überall und werden von den KK getragen.

Desweiterem kann man über die Physiotherapie Übungen erlernen und auch mit Peep Geräten die Lungenfunktion verbessern. Inhalationen sind immer gut.

Alles Gute wünscht Bobbys :o)

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