Glaubt ihr die Lage auf dem Pflegesector wird sich bald ändern?

2 Antworten

Nein, das wird sich nicht ändern. Es werden immer mehr Menschen immer länger pflegebedürftig. 73 % der Pflegebedürftigen werden zu Hause gepflegt, das heißt, die Hauptarbeit machen die Familienangehörigen für ein Taschengeld. 400 Euro im Monat plus Einzahlung in die Rentenkasse bei Pflegestufe 2. Heißt Medikamente geben, Patient duschen, Haare waschen, Finger- und Fußnägel schneiden, Haare schneiden, an- und ausziehen, beim Essen behilflich sein, nach der Toilette Hintern abputzen, zur Therapie und zum Arzt begleiten, nachts aufstehen (ich habe Durst, wieviel Uhr ist es, ich habe ins Bett gemacht...). Bergeweise Wäsche waschen....

Habe ich 12 Jahre gemacht. Seit 4 Jahren ist mein Mann voll bettlägerig, jetzt Pflegegrad 4. Der Pflegedienst kommt 6 x die Woche zum aus dem Bett heben und im Bad waschen, rasieren, Zähne putzen, kämmen. Dauert etwa 30 Minuten und kostet im Monat etwa 850 Euro. Das zahlt die Pflegekasse, ich bekomme weiterhin 400 Euro.

2000 Euro ist die durchschnittliche Zuzahlung (!) bei Pflege im Heim. Die gleiche Summe etwa zahlt die Kasse dazu. Deswegen ist weder die Politik noch die Pflegeversicherung daran interessiert, die Betreuung durch ausländische Pflegekräfte zu kontrollieren oder zu ersetzen. Ich bezahle lieber mit dem Geld eine 24 Stunden Betreuung zu Hause, wo mein Mann nicht morgens um 07:00 geweckt werde, und das Essen nicht vom Caterer kommt.

Woher ich das weiß: eigene Erfahrung

Guten Tag,

Die Pflegesituation sollte sich seit Jahren geändert haben, dies ist nicht geschehen. Familienmitglieder pflegen immer noch für ein Taschengeld ( Pflegegrad II = 345,00 € monatlich ). Der Gedanke der Politik ist an sich nicht schlecht, Pflege Zuhause ist weitaus humanitärer für den Pflegebedürftigen in so manchen Altenheimen / Mehrgenerationenhäuser. Es muss sich allerdings auch jemand aus der Familie finden, der die Pflege ( Körperlich und Seelisch ) übernehmen kann. Bei gleichaltrigen Senioren ist das meist nicht der Fall, so ist das mit einer polnischen Pflegerin ( 24 Std. im 6 wöchigen Wechsel ) schon eine gute Sache, man muss es aber auch bezahlen können. 500,00 € die Woche, die Kosten für die 6 wöchentliche Heimreise der beiden Pflegerinnen / Pfleger muss schließlich auch noch übernommen werden.

Aus Erfahrung als Betreuer kann ich nur vor Personal aus dem Ausland warnen die sich bei Ihnen an der Haustür melden. Gehen Sie nur eine Pflege mit diesen Personen ein, wenn Sie sie aus der Nachbarschaft oder Verwandtschaft empfohlen bekommen, lassen Sie sich bei dieser wöchentlichen Zahlung nur ein, wenn Sie eine Quittung unterschrieben bekommen. Machen Sie Angaben bei der Knappschaft und Versichern Sie die Pflegeperson dort. Will die Pflegerin / Pfleger dazu keine Angaben machen, lassen Sie die Finger von der Person. Achten Sie darauf das die Pflegeperson der deutschen Sprache Herr ist denn schlimm ist es für die zu Pflegenden, wenn sie die Pflegeperson nicht versteht. Auch haben diese nicht die Pflegeausbildung, wie sie von Deutschen Pflegerinnen und Pfleger bekannt ist aber sie sind meist genauso gut und höflich.

Im Großen und Ganzen kann man aber auf in Deutschland niedergelassene Pflegedienste zurückgreifen, die diese Dienste anbieten ( nicht vermitteln ). Erkundigen Sie auch bei der Stiftung Warentest, die Osteuropäische Pflegedienste getestet haben. Schauen Sie sich in der Nachbarschaft um, ob dort schon mal jemand von Osteuropäische Pflegediensten gepflegt wurden und wenn ja, wie Sie an die Personen herankommen. Bedenken Sie ; Der 24 Std. Dienst beinhaltet immer zwei Pflegepersonen, die sich alle 5 - 6 Wochen abwechseln und das diese die Heimfahrt ( einfache Fahrt meist mit Flixbus ) jeweils gezahlt werden muss.

Und denken Sie daran, dass die Pflegeperson auch mal Freizeit hat ( verlängerte Mittagspause oder Einkauf ) es sind keine Leibeigene .

Ich wünsche Ihnen viel Glück bei der Auswahl der Pflegepersonen

ab wann gelte ich geheilt von Bulimie?

Hallo ihr Lieben ,

nach langem nachdenken , was mein Essverhalten anbelangt, wurde mir klar, ich bin unter Bulimie erkrankt , zur Zeit befinde ich mich in einer Klinik , wo mein Trauma behandelt werden soll. Da ich von 2011 - 2013 von meinem Bruder heimgesucht und Missbraucht/vergewaltigt wurde , wobei die Leute in der Klinik nicht von Missbrauch sprechen,da es ja mein eigener Bruder war,der in mich eindrang und mich anfasste,wie nennt man es denn dann???!!... Jedenfalls , ich kann schon recht offen damit umgehen , vor wenigen Monaten gedachte ich nicht mal hier im Internet darüber zu reden , ich schwieg immer,weil ich nie von meiner Familie verstoßen werden wollte, aber nun,nun wurde ich verstoßen,aus anderen,niederen Beweggründen und so kann ich offener damit umgehen, was mir einst geschah ,auch habe ich meinem Bruder verziehen. Jedenfalls leide ich unter einem Trauma,aber auch wegen anderen Dingen,die Leute in der Klinik gehen aber nur auf den ,,Missbrauch" ein... Wobei es so vieles gibt ,was wichtiger ist.... Ich habe eingesehen das ich Bulimie habe und da ich schon bei 600 Kcal am Tag zu brechen beginne,denke ich,das die Bulimie schon sehr stark ist,zumal ich auch Sport mache.... Und nun,wo die Klinik nicht auf dies eingeht,möchte ich selbst was ändern.... Ich habe am Mittwoch erbrochen,trotz Ablenkung,nun habe ich es dann bis vorhin ohne geschafft... Ab wann gelte ich als davon geheilt? Gibt es Möglichkeiten wie ich davon abkomme , ohne mich groß abzulenken? Denn dieses ablenken,es wird ja nicht immer helfen...Da ich noch zu tief drinnen stecke... Selbst beim Essen denke ich darüber nach wie viele KCAL und Kohlenhydrate alles zusammen hat..... was kann ich tun?
Ich werde dies in der Klinik nochmals ansprechen , aber sie werden nicht viel tun, außer meine Toilette abzuschließen , mir das essen auf einen Teller zu geben und mich von meiner Zimmergenossin trennen,die ich mag (Sie hat Magersucht,ist im Kopf aber schon geheilt)
Danke im voraus.

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Vater Pflegefall, Mutter legt sich uneinsichtig auf Pflege zu Hause fest

Hallo, vielleicht hat jemand Erfahrungen bei folgendem Problem: mein Vater hat einen mittelschweren Schlaganfall erlitten. Nach 8 Wochen hat er zwar insgesamt ordentliche Fortschritte gemacht, aber er ist noch immer dement und wird wohl auf den Rollstuhl angewiesen sein. Nun neigt sich die Zeit in der Rehaklinik dem Ende und weitere Schritte müssen erfolgen. Jetzt sieht die Situation so aus, dass sich meine Mutter nicht bei den Ärzten nach dem Stand der Dinge erkundigt und keine Schritte macht, sich ernsthaft beim Sozialdienst nach Möglichkeiten zu erkundigen. Sie hat sich darauf festgelegt, meinen Vater selbst zu pflegen und denkt noch nicht einmal an einen Umzug in eine geeignete Wohnung nach. Dabei ist der bisherige Wohnsitz wegen des Bades, wegen vieler Stufen, wegen unbefestigter Wege und nicht zuletzt wegen Holzöfen als einziger Heizquelle überhaupt nicht für die Pflege eines dementen Rollstuhlfahrers geeignet. Meine Mutter akzeptiert nur Entscheidungen, die von Amts wegen geschehen, wie z.B. die gerichtlich verfügte Betreuung, die von der Kammer verfügte Schließung des Betriebs meines Vaters usw. Alles andere soll möglichst unverändert bleiben, weil sie die Hoffnung hat, meinen Vater an den notwendigen Entscheidungen beteiligen zu können. Meine Frage: wie kann ich meine Mutter dazu bewegen, die Situation realistisch zu betrachten und die Hilfe und die Meinung von Fachleuten anzunehmen? Haben die Kinder notfalls ein Einspruchsrecht, wenn die Mutter uneinsichtig bleibt? Wenn sich die Situation nicht ändert, wird es meines Erachtens so laufen, dass diese Pflege im alten Haus nach einigen Wochen mit totaler Erschöpfung meiner Mutter und dem Gefühl des Versagens endet. Für Tipps bin ich dankbar.

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