Gibt es Risiken oder Bedenken, eine Sterilisation (Vasektomie) beim Mann durchzuführen?

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3 Antworten

Jeder operative Eingriff birgt Risiken, über die diese Seite ausführlich informiert.

Was wichtig ist : Dieser Eingriff läßt sich aber auch rückgängig machen.

"Bei jedem operativen Eingriff kann es zu Blutungen und Wundinfektionen als Operationsfolge kommen.

Auch bei der Vasektomie. In der Regel sind diese Effekte harmlos und gut zu behandeln.

Im Rahme der erforderlichen Aufklärung informieren wir über die folgenden möglichen Komplikationen:

  • Gefäßverletzungen mit der Gefahr einer Mangeldurchblutung der Hoden (Mögliche Folge ist eine Hodenschrumpfung=Atrophie). Nach Voroperationen ist diese Gefahr größer.

  • Blutungen oder Nachblutungen (0-15% der Fälle), die auch noch 24 Stunden nach dem Eingriff einsetzen können.

  • Infektionen im Wundgebiet (0-15%). Nebenhodenentzündung und Hodenabszesse (0,5-5%).

  • Schmerzen in der Leistengegend (0-5%), die meist innerhalb des ersten Jahres auftreten.

  • Bindegewebswucherungen – Bildung von knotenförmigen Gewebswucherungen (4-10%) durch Austritt von Samenfäden in das umliegende Gewebe (Spermagranulombildung) oder durch Fremdkörperreaktion auf das Nahtmaterial (Fadengranulom)

  • Erneute Zeugungsfähigkeit (0,4-0,8%) durch ein- oder beidseitiges Zusammenwachsen der unterbrochenen Samenleiterenden.

  • Keloidbildung; Narbenwucherung – Bildung von auffälligen, dicken, wulstigen, verfärbten und/oder schmerzhaften

(...vasektomie-mann.de/index/risiken.php)

Die Kosten für eine Sterilisation müssen selbst getragen werden und belaufen sich auf 250 bis 550 Euro.

Zurück zur Zeugungsfähigkeit

Fünf Prozent der sterilisierten Männer machen ihre Entscheidung im Laufe ihres Lebens rückgängig.

Die sogenannte Refertilisation ist auch nach einigen Jahren noch möglich. Die Operation findet unter Vollnarkose statt und erfordert viel Fingerfertigkeit: Der Arzt muss den gerade einmal 0,4 Millimeter dünnen Kanal in der Mitte des Samenleiters wieder verbinden.

Ob die Operation erfolgreich war, lässt sich rund acht bis 16 Wochen nach dem Eingriff feststellen.

Die Wahrscheinlichkeit, im Ejakulat dann Spermien zu finden, liegt bei über 90 Prozent.

Auch die Kosten für eine Refertilisation in Höhe von rund 2.500 Euro werden von den Krankenkassen nicht übernommen.

(http://www3.ndr.de/sendungen/visite/archiv/innere_organe/vi382.html)

Gibt es nur noch hinzuzufügen, dass eine evtl. eintretenden Impotenz, dann reine Kopfsache ist. Z.B. sich nicht mehr als vollwertiger mann fühlen etc.

Jeder chirurgische Eingriff birgt Risiken. Vom medizinischen Standpunkt aus, ist die Sterilisation des Mannes "einfacher" als die der Frau. Man(n) sollte sich allerdings absolut darüber im Klaren sein, dass der Eingriff endgültig ist (zumindest in der Regel). Vor dem Hintergrund, dass man eben wirklich sicher ist, halte ich die Sterilisation für den besten Weg der Empfängnisverhütung, weil auf jede Art von Chemie verzichtet werden kann.

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