Gibt es Grenzen, bei wie vielen Therapeuten man probatorische Sitzungen machen darf?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Natürlich ist es wichtig, dass die Passung stimmt. Aber ab einer gewissen Anzahl Therapeuten macht es auch keinen Sinn mehr, weiter "durchzuprobieren", das bekommt dann eher etwas Wahlloses und entspringt eher der unbewussten Angst, sich vielleicht doch lieber nicht auf eine Psychotherapie einzulassen. Wie viele man "ausprobieren" kann, ist Ermessenssache der Krankenkassen. Bis zu drei dürfte kein Problem sein, danach solltest Du bei Deiner Kasse nachfragen. Aber vielleicht hast Du bis dahin auch schon den/die Geeigneten gefunden. Wie gesagt, zu viele machen auch keinen Sinn. Das ist so ähnlich wie die heute immer mehr verbreitete Mentalität "wenn ich mit dem Partner/der Partnerin nicht zurechtkomme, suche ich mir halt jemand anders", statt einmal sich mit Schwierigkeiten auseinanderzusetzen und an sich zu arbeiten. Tips von Anderen sind problematisch. Das ist sehr individuell, mit welchem Therapeuten man zurechtkommt und kann von einem zum anderen sehr unterschiedlich sein.

Um zu klären, ob eine Psychotherapie überhaupt sinnvoll ist und ob Patient und Behandler zueinander "passen", übernimmt die Krankenkasse vorab bis zu 5 "probatorische" Sitzungen. Sie werden auf Kranken- bzw. Überweisungsschein abgerechnet. Bitte bringen Sie den letztgenannten bzw. Ihre Versichertenkarte bis zur nächsten Stunde und jeweils zu Beginn eines Quartals immer mit. Erst wenn wir die beiden erwähnten Fragen bejahen können, ist für Sie der Zeitpunkt gekommen, bei Ihrer Krankenkasse schriftlich eine längere Psychotherapie zu beantragen. Bitte nutzen Sie das Angebot der "Kennenlern-Sitzungen" dazu, sich in Ruhe darüber klar zu werden, ob Sie in mir einen geeigneten Therapeuten gefunden haben (Manchmal ist es hilfreicher, eine Frau anstelle eines Mannes als Behandler aufzusuchen). Es ist also in Ordnung, wenn Sie einen oder sogar mehrere weitere Therapeuten vor Ihrer endgültigen Entscheidung kennen lernen möchten. Auch bei einer einmal begonnenen Therapie werden wir in regelmäßigen Abständen immer wieder überprüfen, ob die Psychotherapie weiterhin für Sie von Nutzen ist und welche Erfolge Sie bereits erzielt haben („Qualitätskontrolle“).

http://www.dr-mueck.de/HM_FAQ/Probatorische-Sitzungen-Psychotherapie.htm

Vielleicht sollte man eher mal die Frage lesen, lieber Kollege, statt einfach eine Passage aus der eigenen Webpage zu kopieren. Es ging hier um die Frage, wie viele Therapeuten man ausprobieren kann.

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Du kannst dich ja schon mal umhören, wer mit welchem Therapeuten besonders zufrieden war. Das eine oder andere, das dich mit dem entsprechenden Patienten verbindet, gibt es bestimmt. Dann hast du 5 mal die MÖglichkeit, den Therapeuten auszuprobieren. Das ist auch wichtig, es werden teilweise sehr intime Dinge besprochen, das sollte man schon Vertrauen haben können. Man kann sich schlichtweg nicht einfach jedem anvertrauen. Deshalb gibt es ja die Möglichkeit der Prüfung.

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