gibt es eine möglichkeit

1 Antwort

Wenn man die Ursache betrachtet, müsste man der Nebennierenrinde sagen, sie soll nicht so viel Cortisol herstellen. Tja, die lässt sich aber nichts sagen, hört nur auf die Hypophyse. Die müsste man veranlassen, weniger des Hormons ACTH bereitzustellen, aber wie? ACTH ist ja auch ein Stresshormon, das eben bei Stress vermehrt ausgeschüttet wird.

Cortisol hat ein sehr breites Wirkungsspektrum und hat vor allem Effekte auf den Kohlenhydrathaushalt, den Fettstoffwechsel (fördert die Wirkung von Adrenalin und Noradrenalin) und beeinflusst den Proteinumsatz.

Unser Körper mag ja ein Wunderwerk sein, ist aber nicht intelligent, denkt nicht, wägt nicht ab, sondern reagiert mit Reaktionen auf Reize. Wenn die Hypophyse also meint, jetzt ist gerade viel Stress, lässt sie die ACTH-Produktion auf Hochtouren laufen. Mehr ACTH bedeutet mehr Cortisol, bedeutet intensivere Auswertung der Nahrung, bedeutet Anlegen von Fettreserven für Notfälle, bedeutet erhöhte Wachsamkeit (weniger tiefen Schlaf, ständige latente Alarmbereitschaft, weniger qualitative Erholung in Ruhephasen...)

Für den Körper bedeutet schon Mangelernährung, Kälte, Hitze, Schmerzen, Belastung durch Krankheitserreger usw., eben Stress. Seine Reaktion ist aber ganz und gar archaisch. Ich muss genug Energie (Fettrserven) zur Verfügung haben, um diesem Stress (auch für den Fall, dass ich einfach nur weglaufen, oder mich meiner Haut wehren muss) etwas entgegensetzen zu können. Würden wir noch in der Steinzeit leben, wäre das ja auch richtig und das Überleben fördernd.

Du hattest dazu schon einmal diese Frage gestellt:

sind schlechte zähne schuld das mein körper zuviel kortisol ausschüttet??

Schlechte Zähne sind ganz ohne Zweifel ein Stressfaktor für den Körper, eine ständige Herausforderung für die Immunabwehr usw. Und vor dem Stress kann er nicht einmal weglaufen, sich tot zu stellen hilft dagegen auch nichts, so richtig zur Ruhe kommt der Körper damit auch nicht... Das solltest du nun wirklich in Angriff nehmen. Jeder abgestellte Stressfaktor ist für dich hilfreich.

Nun zu Abnehmen bzw. weniger zunehmen. Wie verringert man die Nahrungszufuhr, ohne dass der Körper auf die Idee kommt, "zu all dem Stress kommt nun auch noch Hunger hinzu"?

Das Signal des Körpers "Hunger, iss mal was!" kommt auch dann, wenn ihm Mikronährstoffe wie z.B. Vitamine oder Spurenelemente fehlen. Weil Vitamine (seiner Meinung nach) in der greifbaren Nahrung sind, unser Körper aber "blöde" ist, ruft er einfach nur "MEHR!" Würden wir noch auf Bäumen leben, würde das auch funktionieren. Wir würden dann noch ein Stück Obst, irgendwelche Blätter oder sonst etwas essen, und hätten so Vitamine und Spurenelemente bekommen.

Hunger und Appetit sind Biofeedbacks des Körpers. Dazu habe ich einmal diesen Tipp geschrieben:

http://www.gesundheitsfrage.net/tipp/bio-feedback---dem-appetit-nachgeben---essen-oder-nicht-essen-das-ist-hier-die-frage

An deiner Stelle würde ich Klasse statt Masse zu mir nehmen. Das sollte man bei jeder Diät so halten. Weniger, aber gesundes essen, das wenig Fett und Zucker beinhaltet, aber trotzdem satt macht. So bekommt der Körper alle Mikronährstoffe die er braucht, aber weniger Kalorien und weniger Fett und Zucker, das er einlagern kann.

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Fettpolster bestehen potentiell fast nur aus Energie. Die muss man nur freisetzen. Wer abnehmen will, muss seinen Körper zwingen, seine Energie aus dem Hüftgold zu holen, also sein überschüssiges Fett zu verwerten. Mit Hungern geht das aber nicht. Dann fängt der Körper erst recht an, dieses Hüftgold noch eiserner zu horten, weil ihm ja gerade eine "Hungersnot droht".

Das Fett verwertet der Körper, indem er es zu Zucker umwandelt, und den dann als Treibstoff für Muskeln und Gehirn verwendet. Das klappt aber nur, wenn er keinen Mangel an irgendwelchen wichtigen Stoffen hat. Den interpretiert der Körper nämlich schon mit Hunger - und hält an seinem Fett weiter eisern fest.

Deshalb sollte man sättigende Sachen essen, die wenig Fett und kaum Zucker beinhalten und den Körper mit vielen Vitaminen, Spurenelementen und Proteinen versorgen. Das wäre: Tomate, Paprika, Salat und Co (fast alles nur Wasser mit Vitaminen, Spurenelementen usw darin) Gemüse bestenfalls in wenig Wasser mit ganz wenig Salz gerade eben gar gedünstet, dazu mageres Fleisch, Fisch und auch mal ein Ei.

Statt Butterbrot lieber ein paar Nüsse knabbern (klingt paradox, aber die ungesättigten und mehrfach ungesättigten Fette speichert der Körper nicht einfach so ab, sondern verwendet sie für die Enzymbildung. Die braucht er auch für seine Verdauungsenzyme und die Enzyme, die für den Umbau von Fett in Energie nötig sind. Ganz fettfrei zu leben, bringt also in puncto Abnehmen gar nichts.

Salz weglassen und besser nur mit Kräutern würzen. Einen Mangel an Salz bekommt man dadurch nicht, kommt aber auf das von der Natur vorgesehene Maß herunter. Salz gewinnen wir noch nicht so lange industriell. Von Natur aus könnten wir es nur sehr schwer bekommen, deshalb brauchen wir davon auch nur ganz, ganz wenig. Weniger Salz bedeutet auch, weniger eingelagertes Wasser und leichterer Zugriff auf das Fett in den Fettzellen.

Raffinierter Zucker ist auch so überflüssig wie ein Kropf. Den gibt es in der Natur nämlich gar nicht, haben wir erst erfunden, kann man also getrost weglassen. Würde man ihn löffelweise essen, würde einem ganz schnell schlecht davon. Warum sich also die Mühe machen und ihn irgendwo drin verstecken wollen - damit er genießbar wird?

Alles was man roh essen kann, am besten auch so essen. Kochen, Backen, Körner zu Mehl mahlen, Einwecken und Tiefkühlen, Pökeln, Räuchern... haben wir auch alles selbst erfunden, ist von Natur aus für uns nicht vorgesehen. Nur weil wir uns so daran gewöhnt haben, das ganze als zivilisierte Ernährung betrachten, brauchen unsere Lebensmittel eine solche Behandlung trotzdem nicht. Alles machen und tun mit Lebensmitteln ist eigentlich unnatürlich für uns.

Es ist kaum bekannt, dass Ludwig der IVX. so schlechte Zähne hatte, dass er gar nicht kauen konnte. Bei Hofe begann man daher, alles weich zu kochen, bis hin zu Obst als Kompott, damit der Sonnenkönig sich nicht blamierte. Das wurde die Haute Cuisine, und breitete sich über die Fürstenhöfe Europas dann bis in die untersten Schichten aus.

Wir haben Zähne, müssen nicht alles vom Löffel lutschen. Auf alle umständliche Zubereitung und Behandlung der Nahrung, sollte man deshalb getrost verzichten, besonder wenn man Gewicht verlieren will.

Dann noch zum Thema Reduktionsdiät ein paar ganz unlogische Vorurteile:

Magermilch statt Vollmilch - Unterschied 20 g Fett pro Liter - entspricht etwa der Menge Fett, die beim Brote schmieren täglich so an den Messern kleben bleibt, ist also ein Nichts!

Beim Käse auf den Fettgehalt achten? Unterschied der verschiedenen Sorten auf 100 g Fett in der Trockenmasse macht pro Scheibe (30g) im Schnitt so 5 g Fett aus, auch ein Nichts, weil man ja kaum mehr als 100g von der Faust essen würde, oder!

Kartoffeln machen dick! Was da dick macht ist immer nur das, was dazu kommt, also Frittierfett und Majo, Zucker im Ketchup, der Speck zwischen den gebratenen Scheiben, die Soße dazu. Pellkartoffeln mit Kräuterquark sind ur-gesund, machen satt, und trotzdem nicht dick.

Dass Frühstückscerealien von nackten Cornflakes bis "Extra-Super-Bio-Müsli" gesund seien, ist auch so ein Märchen. Sie bestehen fast nur aus Zucker, und der Rest ist das, was sonst kein Zweig der Lebensmittelindustrie mehr verwenden wollte. Das bisschen Gute in so einem Kilo davon passt leicht auf eine Messerspitze.

Um Energie zu verbrauchen muss man keinen Hochleistungs- oder Ausdauersport treiben. Ein Stück weniger anziehen, die Heizung eine Zacke herunter drehen, Treppe statt Fahrstuhl nehmen, Fahrrad statt Auto, eine Station früher aus dem Bus steigen und das letzte Stück als strammen Fußmarsch hinlegen. Wer eine Stunde früher aufsteht, ist eine Stunde länger in Aktion. All das verbrennt Energie, die ja irgendwo herkommen wird.

Dann kann man auch Schwimmen gehen. Man muss kein Training für Kampfschwimmer absolvieren, allein schon dass man sich in kaltem Wasser bewegt verbraucht Energie, weil der Körper ja mehr Wärme produzieren muss. Die muss er aus den Fettreserven nehmen.

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@bethmannchen

danke für deine antwort.

leider hat sich der verdacht auf morbus cushing bis jetzt sehr verstärkt. und eines der typischen krankheitssymtome ist leider das zunehmen am körperstamm. ich esse sehr bewusst auch meist sehr gesund. aber leider nehme ich zur zeit sehr schlimm zu. seit dezember 25 kg. und das bei unveränderter lebensweise.

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Sicherlich könnte man sagen, dass ich das ja nur allein steuer kann, aber ich dachte mir, vielleicht ist das eine normale Reaktion von meinem Körper? Ich meine, dass er jetzt "Vorräte" ansammeln will, falls wieder §schlechtere Zeiten" für ihn kommen?

Meiner Meinung nach sind diese Essanfälle nicht der richtige Weg, um gesund zuzunehmen... Was meint ihr dazu?

Vielen Dank schonmal!

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