Geht ihr zum Brustkrebsscreening?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wegen einer Zyste in der Brust war ich bis vor einem guten Jahr regelmäßig einmal jährlich zur Mammografie sowie Sonografie. Was war ich sauer, als ich plötzlich diese Einladung erhielt... ich wollte gar nicht hingehen. Meine Frauenärztin redete mir jedoch gut zu (Argumente nachfolgend) und ich ging grummelnd hin. Heute bin ich geradezu begeistert!! Aber der Reihe nach:

Der erste Termin war insofern schrecklich, als die gnadenlos zu "überbuchen" scheinen, weil sie vielleicht die Erfahrung gemacht haben, daß eh weniger als die Hälfte tatsächlich den "aufgezwungenen" Termin wahrnehmen. "Meinen" Termin hatten jedenfalls noch mindestens sechs andere Frauen dort und es kam zu entsprechenden Wartezeiten. Andererseits ging es sehr zügig, denn es entfallen die Wartezeiten, ob eine Aufnahme "geworden" ist oder nicht.

Die Mammografie wiederum war viel angenehmer, weil für die digitale Aufnahme längst nicht so viel Druck auf die Brust ausgeübt werden muß wie bei einer Röntgenaufnahme. Es tat also erstmals überhaupt nicht weh. Und das Bild war sofort auf dem Bildschirm zu besichtigen. Eine Stellungnahme dazu erfolgte jedoch nicht, denn dieser Termin dient lediglich der Aufnahme, nicht der Besprechung.

Die Aufnahmen werden dann "hinter den Kulissen" von zwei speziell geschulten Ärzten/Radiologen begutachtet und bewertet. Wenn man nach 14 Tagen nichts von denen bekommen hat, kann man davon ausgehen, daß alles in Ordnung ist (der Besuch wird übrigens dem behandelnden Frauenarzt zur Kenntnis gegeben). Die nächste Aufforderung folgt exakt zwei Jahre später.

Ich war gespannt, denn die Zyste hatte ich schon auf dem Bildschirm gesehen, es hätte also noch etwas nachkommen müssen. Und richtig, nach ca. einer Woche erhielt ich einen weiteren Terminvorschlag mit der Bitte, noch einmal zu kommen. Diesmal hatte ich gleich ein Gespräch mit einem Arzt, der mir anhand der mir bereits bekannten Aufnahme erklärte, daß ich wegen einer auffälligen Stelle (meiner Zyste) noch einmal hergebeten worden sei, die er nun per Ultraschall untersuchen wollte. Das geschah, die Zyste wurde vermessen und fotografiert, und das Ganze einstweilen archiviert. Archiviert deshalb, weil ich Voraufnahmen mithatte, anhand derer zu erkennen war, daß diese Zyste seit Jahren unverändert ist. Bei einer "neuen" Auffälligkeit wären sicherlich weitere Maßnahmen eingeleitet worden.

Nächstes Jahr werde ich erneut zum Screening aufgefordert, und wenn sich bei mir nichts verändert hat, war es das für zwei weitere Jahre.

Den großen Vorteil dieses Screening sehe ich darin, daß mit modernsten Mitteln gearbeitet wird, die Aufnahmen viel schärfer und kontrastreicher sind als Röntgenaufnahmen, die Beurteilung durch wirkliche Spezialisten erfolgt und, last not least, die Aufnahme nicht mehr schmerzhaft ist.

Und auch, wenn ich bisher keine Probleme gehabt hätte, würde ich ein Screening alle zwei Jahre als sinnvolle Vorsorgeuntersuchung ansehen.

Dieser Link von der Website meiner Frauenärztin bietet sehr vile Informationen zum Thema finde ich: http://www.womanandhealth.at/gesundheit/gynaekologie/behandlungen/brustuntersuchung.html

Zuerst wollte ich nicht und habe den ersten Termin verstreichen lassen aber dann bekam ich sofort einen neuen Termin und diesmal bin ich auch hingegangen. Der Ablauf ist so wie Evistie ihn beschrieben hat. Nach ca. 3 Wochen bekam ich die Nachricht, dass nichts festgestellt wurde. Wenn aber was festgestellt wird, bekommt man schneller Nachricht. Beim nächsten Mal werde ich zum ersten Termin gehen, weil es einem doch ein sicheres Gefühl gibt.:-)

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