Gastroskopie durch Nase

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3 Antworten

Bei der nasalen Gastroskopie (Magenspiegelung) wird die Untersuchung mit einem besonders dünnen Gerät mit nur 5,4 mm Außendurchmesser durch die Nase durchgeführt.

Nach Gabe von abschwellenden Nasentropfen und einer Rachen- und Nasenschleimhautbetäubung wird das Gerät unter Sicht durch die Nase in die Speiseröhre vorgeschoben. Hierbei wird der Zungengrund durch das Gerät nicht berührt und der Würgereiz deutlich reduziert.

Der Patient kann während der Untersuchung mit dem Untersuchungsteam sprechen und auch den Speichel auf normalem Weg herunterschlucken.

Durch ein neues, hochauflösendes Gerät ist die Bildqualität sehr gut, die Untersuchung dauert insgesamt aber etwas länger als eine „ konventionelle „ Magenspiegelung, da die Arbeitskanäle des Gerätes dünner sind und somit die Gabe von Luft in den Magen und das Absaugen von Sekret etwas mehr Zeit benötigen.

In manchen Fällen (sehr enge Nase, Voroperationen im Nasenraum) gelingt eine Passage durch die Nase nicht, dann kann aber immer noch der „ normale Weg“ durch den Rachen auch mit dem dünnen Endoskop genommen werden.

Selten kann durch eine Reizung der Nasenschleimhaut bei der Passage mit dem Gerät Nasenbluten ausgelöst werden. Insgesamt ist es aber eine sehr schonende und in vielen Fällen problemlos durchzuführende Untersuchung, bei der der Patient keine Sedierung (Beruhigungsspritze) benötigt und trotzdem weitgehend unbeeinträchtigt bleibt. Speziell der sonst sehr unangenehmen Würgereiz wird stark reduziert.

http://www.gastroenterologie-ettlingen.de/transnasale_gastroskopie.htm

Wenn du deine Überschrift eingibst bekommst du ungefähr 12.400 Ergebnisse (0,19 Sekunden : - ))

Durchführen tut es immer noch ein Arzt für Gastroskopie.

Gruß rulamann

Hallo Kuchen33,

die Transnasale Gastroskopie wird meistens nur von Internisten/Gastroenterologen durchgeführt (ein HNO ist manchmal zusätzlich dabei) und wie gesagt nicht überall angeboten; die Bildgebung ist ausreichend, der Schlauch dünner, der Würgereiz kaum bis gar nicht vorhanden und auf eine Sedierung kann meist verzichtet werden.

Der einzige mir bekannte Nachteil dieser Methode ist ein schlauchbedingtes relativ häufiges Nasenbluten, welches zwar lästig und unangenehm - aber medizinisch gesehen meist harmlos ist.

Liebe Grüße, Alois

Transnasale Gastroskopie wird von Kliniken und HNOs druchgeführt - sofern sie das Gerät dazu haben.

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