Fragen zu SVV

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6 Antworten

Hallo BlueIceDragon,

beim SVV handelt es sich um eine Aggression die sich gegen den eigenen Körper richtet! Das kann sein weil man etwas nicht verarbeitet hat dies kann von Mobbing in der Schule oder schon vorher sein bis sexuellen Missbrauch oder eine Familiäre Situation mit der man absolut nicht zurecht kommt ...

Nun sollte man nicht abwarten bis sich so etwas manifestiert. Man sollte nach Möglichkeit früh eingreifen, allerdings sollte man sich unbedingt Hilfe dazu holen. Wenn man zu lange wartet kann dies im Fiasko enden.

Das ist ein Art Hilfeschrei wenn man so etwas macht - obwohl der / die Betroffene es weit von sich weisen würde das dies immer extremer wird und man dies irgendwann noch in der Hand hat. Es ist in etwa wie bei Magersucht ....

Ob der Auslöser für die SVV in der Kindheit lag (5 J. ) lag weil ein Kind aus der Kita .. kann eher ein Psychologe herausfinden möglich ist es schon. das SVV ist dann die Spitze des Eisberges! Wenn man das so sagen kann.

http://www.u25-freiburg.de/aggression.html da stehen unten Ansprechpartner dabei.

Ich weis nicht ob es schon eine psychologische Betreuung gibt - es ist wichtig das man sich an Therapeuten wendet. Als Laie könnte man u.U. mehr falsch machen.

Also einmal nach Möglichkeiten der Hilfe von Außen suchen von ebenfalls Betroffenen (Link) Ist eine psychologische Betreuung möglich - wo man evtl. die Ursachen herausfinden könnte. Man sollte dies Zeitnah tun nicht das irgendwer auf die Idee kommt und dann von irgend einer ... Klinik spricht Ob da nur Medikamente verteilt werden oder...?

Alles Gute Stephan

Mit Hilfe dieses Tests können Sie herausfinden, ob Ihr Kind für SVV typische Verhaltensweisen zeigt. Er kann in keinem Fall den Besuch beim Kinder- und Jugendpsychiater ersetzen. Bei einem Verdacht sollte der Kinder- und Jugendpsychiater immer aufgesucht werden.

http://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.de/ritzen/

Alles Gute rulamann

Ich nehme mal an es geht um dich selbst. Du schreibst das dir mit 5 etwas passiert ist( sexueller körperlicher missbrauch, psychische misshandlung?) . Bei dir hat es zur auswirkung dass es dir schlecht geht und dich verletzt? Dann solltest du mit einer person darübre reden der du vertraust und dieser davon erzählen. Vielleicht wäre auch eine therapie das richtige um das erlebte zu verarbeiten? Falls das was ich jetzt geschlussfolgert hab zutreffen. Solltest du diese dinge wirklich in betracht ziehen! Ist das beste was man dann machen kann. Lass dir das von einer sagen die selbst ein paar jahre mit dem problem zu kämpfen hatte. Dir auf jeden fall gute besserung!!!! Informier dich am besten auch darüber warum jemand überhaupt erst dazu kommt sich selbst zu verletzen. Mit hilfe von büchern oder google oder so. Das bringt einen auf jeden fall weiter.

Ja, SVV ist eine Strategie, um mit unangenehmen Gefühlen klar zu kommen.

Tipps zur Selbsthilfe gibt es hier: http://www.rotelinien.de

Und am besten ist es, Du beginnst eine Therapie. Wenn Du noch unter 21 Jahren bist, suche nach einem Kinder- und Jugendpsychotherapeuten. Der wird Dir helfen, die Emotionen anders zu regulieren wie bisher.

Ja, ein Erlebnis zum 5. Lebensjahr kann eine Verarbeitungs-Strategie festlegen, die man einfach unterbewusst weiter anwendet wenn bestimmte Gefühle aufkommen. Das Gute daran ist, dass man das auch umlernen kann. Und dabei unterstützt Dich ein Therapeut.

von svv spricht man sobald sich jemand absichtlich etwas antut, in welcher form auch immer. man sollte möglichst früh zu einem psychologen oder psychiater gehen, denn dann ist es am einfachsten, die krankheit wieder loszuwerden.

  1. SSV fängt schon beim Fingernägel kauen an. Ernst ist es auch dann schon und man sollte etwas dagegen tun.
  2. Was man dagegen tun kann ist aus der Isolation kommen bzw dafür sorgen, dass der betreffende sich nicht abkapselt, sondern kommuniziert.
  3. Ich meine, man fängt damit an, wenn man im Laufe der Zeit viele Zurückweisungen kumuliert hat. Dann hat man "erlernt", dass man sich am besten von andren zurückzieht. So wird man nicht verletzt und erneut zurückgewiesen.

Deshalb steht man dann aber auch mit seinen Sorgen und Nöten ganz alleine da. Weil man sich selbst nicht helfen kann, fängt man an, sich selbst zu hassen oder wird empfindungslos gegen sich selbst. Dann beginnt man mit solchen psychotischen Dingen wie Essstörung, SSV, rutscht in Drogenmissbrauch und was man sich sonst noch so alles selbst antun kann. So kann man dann seinen Selbsthass ausleben oder sich selbst wenigstens ab und zu noch fühlen.

Wenn Eltern erst dann merken, dass ihr Kind wohl Probleme hat, wenn es beginnt sich zu ritzen oder sonst wie auffällig wird, dann ist der Karren eigentlich schon seit ein paar Jahren im Dreck festgefahren. Für das Wohlergehen ihres Kindes sind die Eltern voll und ganz verantwortlich. Wann immer ein Kind, Teenager oder Jugendlicher solche Psychosen entwickelt, haben die Eltern bis zu fünf Jahre lang verpennt, ihre Aufgaben als Eltern verantwortungsvoll wahrzunehmen. Das nennt man übrigens auch Verwahrlosung. Ich gehe sogar so weit, es seelische Grausamkeit zu nennen.

Kinder und Teenager haben im Grunde ganz einfache Sorgen und Probleme. Sie brauchen vielleicht mal jemanden zum Vokabeln pauken, habe in Mathe was nicht kapiert und die nächste Arbeit naht, sie haben Stress mit den Kumpels, Knartsch mit Freunden, Die Pubertät macht sie durch Hormonschwankungen obendrein noch wirrsalig und dünnhäutiger etc.

Wenn sie mit dieser Überforderung nicht einmal vertrauensvoll zu ihren Eltern kommen können, dann sitzen sie tatsächlich Mutterselen allein und gottverlassen auf der Bettkante und wissen nicht mehr weiter. Ich denke, damit wird klar, wie man dann helfen kann. Einfach indem man seinen Job als Eltern wieder ernst nimmt und das verlorene vertrauensvolle Verhältnis zu seinem Kind wieder aufbaut.

Sein Kind dann zu einem Psychologen oder Psychiater zu schicken, ist in meinen Augen dann "kneifen in höchster Vollendung".

bethmannchen 15.06.2013, 22:13

Bis 10 Jahre dürfen Kinder nur glücklich sein. Glückliche Kinder sind gesunde Kinder, sind intelligente Kinder, sind artige Kinder, sind mutige Kinder, sind starke Kinder, sind erfolgreiche Kinder, sind hübsche Kinder. Ein Kind ist nicht um so glücklicher, je öfter es ein Ü-Ei bekommt, je öfter Mama nach Zeter und Mordio doch ja sagt, oder je mehr Spielzeug es hat. Es braucht einen stabilen und verlässlichen Erwachsenen, an dem es sich orientieren kann, dem es bedingungslos vertrauen kann, der es annimmt, so wie es ist und es nie im Stich lässt oder bloßstellt.

Kinder brauchen von ganz klein an feststehende Regeln, in die sie hineinwachsen und aus denen sie zuletzt erwachsen. Was heute OK ist, ist morgen und übermorgen und nächste Woche ebenso OK. Was heute verboten ist, ist auch morgen, übermorgen und nächste Woche nicht erlaubt. Ja ist Ja, und Nein ist Nein. Mit einem Vielleicht können Kinder unter 8? Jahren gar nichts anfangen, damit foltert man sie nur.

Verwirrend für ein Kind ist es, wenn seine Eltern "je nach Laune" reagieren. Ist Mama gut drauf, lässt sie schon mal was durchgehen, hat sie Kopfschmerzen, meckert sie bei jeder Kleinigkeit los. Ist es nicht furchtbar, wenn man mit seiner Bezugsperson nur vernünftig umgehen kann, wenn die bei Laune ist? Wie grausam und verstörend muss so ein unbegreiflicher Wankelmut wohl auf ein Kind wirken?

Auch mit ganz kleinen Kindern kann man sich vernünftig unterhalten, in ganzen Sätzen, ihrem Verständnis entsprechend sinnvollen Inhalten. Auch Kinder braucht man nicht anzubrüllen, dadurch verstehen auch sie nichts besser. Es hat ja nicht der mehr Recht, wer am lautesten ist. Ein Kind ist kein Hund, deshalb bellt man es auch nicht an mit "Lass das!"

Kinder brauchen ihre Freiräume. Sie müssen mit ihren eigenen Sinnen die Welt entdecken dürfen. Wenn dabei was kaputt geht, hätte Mama vorher dafür sorgen müssen, dass das nicht passieren kann. Man muss dazu gar nicht alles und jedes aus der Reichweite des Krabblers räumen usw. Statt mehrmals hysterisch zu kreischen "Fass das nicht an - geh da weg!" kann man die Sache für alle entspannter auch ganz einfach mit dem kleinsten Kind schon regeln.

"Mit der Vase muss man ja vorsichtig sein - guck mal, da ist Wasser drin - (mal den Finger hineinstecken lassen?) - das trinken die Blumen - und wenn die Vase umkippt, dann kommt das ganze Wasser raus und alles wird nass - wenn der Tisch wackelt, dann… - das wollen wir nicht - also immer schön vorsichtig sein." "Soosich sein". Das Kind hat nicht nur ein neues Wort gelernt, sondern klip und klar erklärt, dass es für die Blumenase ebenfalls Verantwortung übernehmen wird. Falls es die Vase nun doch umkippen sollte, kann das nur ein Missgeschick sein, denn die Absicht des Kindes ist "soosich sein".

Selbst das Krabbelkind hat ein paar Rechte, die man respektieren muss. Da spielt es gerade so schön auf dem Fußboden, und Mama meint, es müsse einen neue Windel her. Nie-niemals das Kind einfach schnappen und zum Wickeltisch schleppen. Nicht weil es dann mit Sicherheit anfangen wird zu schreien, sondern weil man das nicht tut!

Mama sitzt auf dem Sofa und liest. Nun ist die Waschmaschine fertig. Mama würde es sich vehement verbitten, dass ihr jemand plötzlich und ohne Vorwarnung das Buch aus der Hand grabscht und sie vor die Waschmaschine zerrt. So wie wir bis zu einem guten Punkt lesen wollen, muss man ein Kind auch auf einen guten Punkt kommen lassen.

Was man seinen Kindern angedeihen lässt, bekommt man auch schon ganz, ganz früh von ihnen zurück. Sonntag früh morgens, alles still, ich mache die Augen auf und sehe ein Handtuch vom Wäscheständer verschwinden. Nanu? Was stellt die Kleine denn jetzt wieder an? Dann sehe ich sie da mit den Handtüchern herumwurschteln. Von links nach Rechts, rechts nach links walken noch mal überklappen und darauf drücken, dann noch mal, und alles mit vollem Körpereinsatz. Auf einmal fällt es mir wie Schuppen von den Augen: Sie legt die Wäsche zusammen! -nicht so perfekt, aber was für ein Eifer! Warum darauf nun mit einem Donnerwetter reagieren? Nur weil lt. Kalender gerade kein Muttertag ist?

Die Motive und Absichten eines Kindes sind grundsätzlich gut. Manchmal kann man ihre Absicht nicht gleich erkennen, gerade deshalb darf man diesen Gedanken nie aus den Augen verlieren. Erst wenn man anfängt das Kind zu verbiegen, wird es sich "Schliche" überlegen, Heimlichkeiten haben, trotzig werden, aufsässig und schwer zu lenken sein, und vielleicht sogar Rachegedanken hegen. Dann erst kommt es zu einem Eltern-Kind-Konflikt.

Ihnen zuzuhören ist wichtiger, als sie vollzuquatschen. Ihnen ihre Fantsie zu lassen ist wichtiger, als ihnen alles mögliche unbedingt so früh wie möglich beibringen zu wollen. Machen sie etwas nicht richtig, dann nur aus dem Grund, weil sie noch nicht wissen, wie sie es richtig machen sollen.

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bethmannchen 15.06.2013, 22:13
@bethmannchen

Eltern, die wegen jeder Kleinigkeit immer gleich meckern, werden von Kindern auch so wahrgnommen. Die meckern sowieso immer, ist doch ganz egal. Wenn es alle paar Wochen einmal wirklich nötig ist, und Mama mal die Stimme hebt, dann ist Ausnahmezustand! Aber immer aufpassen, dass man beim zurechtbiegen der Kinder das gerade nötige Maß an Kraft aufbringt. Denn alles was man zu heftig, zu oft oder in die falche Richtung biegt, das bricht.

Den Begriff "Erziehung" verwendet man im Gartenbau, wenn es darum geht, Pflanzen an einem Spalier (französisch espalier, vgl. evtl. italienisch: spalla = Stütze, Schulter) in die richtige Form wachsen zu lassen. Bei Tieren verwendet man den Begriff "Abrichten". Eltern "besitzen" ihre Kinder aber nicht. Wenn dem so wäre, würde man Eltern ja "Kinderhalter" (nicht im Duden zu finden) nennen.

Jedes Kind ist eine eigenständige Persönlichkeit. Richten wir unsere Kinder also nicht wie Haustiere ab, stellen sie bloß, lassen unsere Launen an ihnen aus, kanzeln sie grundlos ab, lieben sie nur wenn sie "gefügig sind" sondern behandeln sie so, wie wir selbst behandelt werden möchten. Nur in einer harmonischen Atmosphäre können Kinder sich unverbogen entwickeln und ihr volles Potential entfalten. Das ist der Zweck der Erziehung und die Aufgabe der Eltern. Der Weg ist das Ziel, der Ton macht die Musik, und so wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus. Mehr Erziehung braucht ein Kind nicht, und nur "gut erzogenes Spalierobst" trägt üppig Früchte.

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