Fragen zu Leistenbrüchen

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2 Antworten

Hallo, Du Armer - ich hatte selbst schon eine Leistenbruch-OP, hatte anschl. überhaupt keine Schmerzen. Da ist bei Dir ja wohl einiges schief gelaufen. Zu dem Bruch kann ich Dir aus der Erfahrung meines Mannes Folgendes berichten: Wenn man davon ausgehen kann, dass ein Patient eine ausgeprägte Bindegewebsschwäche hat, wird da ein relativ großes Gitternetz eingepflanzt, was verhindert, dass neue Brüche entstehen. Es stabilisiert sozusagen. Mein Mann hatte nach seiner OP auch sehr starke Schmerzen im Leistenbereich, die er jetzt noch (nach 6 Jahren) immer wieder mal hat. Das sind Nervenschmerzen, gegen die man leider nicht machen kann (wurde ihm von mehreren Ärzten mitgeteilt). Vor jeder dieser OP´s unterschreibst Du auch, dass es zu dauerhaften Beschädigungen der Nervenbahnen kommen kann. Zu den Rezidiven kann man mit Sicherheit keine allgemeingültige Regel aufstellen - das hängt von einem davon ab, ob der Patient Übergewicht hat, ob er in seinem Beruf schwer heben muss oder wie stark die Bindegewebsschwäche ausgeprägt ist. Es tut mir leid, Dir nichts Hoffnungsvolleres mitteilen zu können. Alles Gute. Gerda

Leisten 24.02.2014, 12:58

Danke für deine Antwort. Es ist einfach schade, dass man im Jahr 2014 immer noch keinen Weg gefunden hat, dieses Problem zu lösen. Ich hoffe, dass das jetzt wenigstens 5 Jahre hält. Wünsch dir auch alles Gute (und natürlich auch deinem Mann). Grüße

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Ich versuche, Dir mit meiner Geschichte gedanklich weiterzuhelfen: Ich hatte vor gut 20 Jahren einen großen Leistenbruch rechts und einen beginnenden links. Da mir der Operateur auf nachfrage erklärte, daß die Heilung von zwei Seiten nicht länger dauert, als die von einer, habe ich beide gleichzeitig operieren lassen; und zwar nach guter alter Art: Die Stellen wurden beidseitig auf, nach meiner Erinnerung, ca. 10 cm Länge kräftig zusammengenäht. Das nach der OP jede Bewegung höllisch weh getan hat, habe ich den Doc gefragt, ob da was reißen kann, wenn ich mich bewege. Seine Antwort: "Was ich zusammengenäht habe reißt nie wieder." Eine Woche später bin ich beruhigt in einen Türkei-Urlaub geflogen. Meine Narbenwülste sind total weg, und gerissen ist nie wieder etwas. Ich bin jetzt 69. und dem Doc, Gott hab' in selig, bis heute für seine "klassische" OP dankbar. Mein Fazit: Nach allem, was ich über die minimalinvasiven Eingriffe und über die Netze gehört und gelesen habe, würde ich sowas bei mir ums Verrecken nicht machen lassen. Falls Du nochmal fällig werden solltest, empfehle ich, einen Chirurgen zu suchen, der den gesamten Bereich großzügig zunäht, und gut ist es. Wenn Dein Arzt sagt, daß eine OP den Leistenbruch nicht "heilt", hat er m.e. nur bedingt Recht. Richtig müßte es heißen: Wenn minimalinvasiv operiert /ein Netz eingesetzt wird, dann ist das keine Garantie für Dauer. Meine OP dagegen ist für Dauer. Frag' ihn mal, ob ich das richtig sehe. Alles Gute!

Leisten 24.02.2014, 12:47

Danke für deine Antwort. Ich bin ja mit der von dir beschriebenen Methode operiert worden. Gehalten hat das nur 3 Jahre. Diese OP hat mir sehr geschadet. Leider Nach den Ärzten im Krankenhaus schneidet diese Methode angeblich am schlechtesten ab, was Rezidive und Schmerzen angeht. Ich hoffe, dass du weiterhin rezidivfrei bleibst. Grüße

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