Frage zur Spinalkanalstenose

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Hallo Michael,

das Rückenmark hört so ca. beim ersten Lendenwirbel auf. Danach verjüngt sich die Wirbelsäule in dem Bereich immer mehr man spricht dann z.B. vom Conus medullaris usw,. .

Wenn nun z.B. Verengungen im Bereich des Plexus lumbosacralis (Nervengeflecht dazu gehört auch der Nervus ischiadicus) vorkommt hat dies auch im Rückenbereich natürlich Schmerzen zur Folge. Dies ist in etwa wie ein Druck auf eine Nervenwurzel. Genau so sieht es in dem von Dir genannten Bereich aus. 

Hier ist einmal dargestellt wie das Nervengeflecht austritt.

http://www.gettyimages.de/detail/illustration/the-lumbar-and-sacral-plexus-lizenfreie-illustration/87395028

Nun 50 % wäre schon extrem heftig also sehr hochgradig. Wie das dann im Einzelnen aussieht und welche Therapie bei Dir erfolgt muss man vor Ort klären.

Gruss Stephan

Hier ist  noch einmal ein gute Erklärung zum Thema http://www.neurochirurgie-katharinen.de/spinalkanalstenose.htm

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@StephanZehnt

Vielen Dank für Eure Antworten! Der Schmerz könnte also auch durch die Engstelle bedingt sein, das war mir wichtig zu wissen. Mein Problem ist mein noch sehr junges Alter für das Krankheitsbild, ich bin erst 44. Mir wurde mehrfach gesagt ich hätte zusätzlich einen angeborenen engen Spinalkanal (und dadurch wenig Ressourcen im Kanal). Probleme mit Rückenschmerzen habe ich bestimmt schon über 10 Jahre und nehme inzwischen auch starke Schmerztabletten welche mir aber nicht mehr helfen. Sport speziell für meinen Rücken hat mir auch nicht geholfen (obwohl ich ihn lange betrieben habe und betreibe). Letztes Jahr hatte ich eine erfolglose Denervation in den Kreuz/Darmbeingelenken, von der man mir sagte sie könnte mir evtl.helfen. Ich denke das ich evtl. doch eine OP in betracht nehmen muß, habe aber große Angst davor.

Gruß Michael

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Hallo Michael,

die Schmerzen im LWS-Bereich rühren in aller Regel von den Muskeln her.

Auch ich habe Stenosen im LWS-Bereich und trotzdem keinerlei Schmerzen im Rücken. Und wenn dort doch mal Schmerzen aufkeimen, bekomme ich das mit Wärme und Dehnungen rasch wieder in den Griff, - somit ist klar, es sind die verkrampften Muskeln. Bei der überwiegenden Mehrzahl meiner Patienten war dies ebenfalls so.

Diese Verkrampfungen sind dabei die Folge der automatisch einsetzenden Schonhaltung, ausgelöst durch die ausstrahlenden Schmerzen im Bein, wie Du es beschreibst.

Eine andere Möglichkeit sind Abnutzungserscheinungen an den kleinen Wirbelgelenken. Diese Abnutzungen gehen zumeist mit entzündlichen Prozessen einher,  auch dies verursacht bei vielen Menschen heftige Rückenschmerzen.

Es muss also nicht automatisch der Druck auf die Nervenwurzel sein, der für diese Schmerzen sorgt.

Vermutlich hast Du  Dich bisher erfolgreich gegen eine vermutlich längst von Ärzten empfohlene OP gewehrt. Aber der "flapsige" Gang lässt die Vermutung auf eine beginnende Lähmung zu. Diese Lähmung wird durch eine andauernde Drückläsion auf Nerven ausgelöst. Das Dumme ist, wenn dann der Nerv auf diese Art geschädigt ist, wird er sich von dieser Druckläsion nicht mehr erholen, er bleibt geschädigt, auch wenn die Stenose dann doch irgendwann mal erfolgreich operiert wurde. Daher mein Rat, lass Dich gut beraten und schieb eine empfohlene OP nicht zu lang vor Dir her. LG

Wiederherstellung der Nierenfunktionsfähigkeit

Mein Sohn (18 J.) hat an der rechten Niere eine Verengung (Stenose) am Nierenausgang. Dies wurde kürzlich festgestellt, da er in dem Bereich Schmerzen hatte, deren Ursache ein Urinstau war. Bei einer Untersuchung der Nierenfunktion wurde feststellt, dass diese Niere nur noch zu 3 % funktionsfähig ist. Eine Verbesserung der NIerenfunktion inst anscheinend möglich, aber lt. den behandelnden Ärzten nicht unbedingt wahrscheinlich.

Als Möglichkeiten zur Behandlung wurde uns aufgezeigt

a) Nierenplastik (Behebung der Engstelle), falls sich die Niere wieder erholen sollte oder b) Entfernung der Niere

Momentan wird die Engstelle durch eine Schiene überbrückt, so dass keine akute Gefahr mehr vorhanden ist. Es stellt sich jedoch jetzt die Frage, wie lange es denn dauern kann, bis die Niere sich erholt. Daran hängt auch die Entscheidung, wie lange denn abgewartet werden sollte, bis die Entscheidung für oder gegen die Entfernung der Niere getroffen werden kann.

Der behandelnde Urologe meines Sohnes hat ihm erklärt, dass - wenn die Niere sich überhaupt erholt - dies in den ersten zwei Monaten nach Behebung des Nierenstaus eintreten würde. Auf der anderen Seite kenne ich einen Fall, bei dem die Erholung erst nach einem Jahr eingetreten ist.

Deshalb würde mich interessieren, wie lange denn sinnvollerweise bis zu einer Entscheidung gewartet werden kann/sollte. Außerdem würde ich gerne wissen, warum überhaupt eine Niere entfernt werden soll, wenn sie nicht mehr funktioniert.

Da die Schiene anscheinend auch nicht so problemlos ist, stellt sich die Frage, ob es nicht doch besser wäre, erst mal die Stenose zu beseitigen und dann nach ausreichender Zeit neu zu enscheiden, ob eine Entfernung der Niere wirklich notwendig ist.

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