Fehldiagnose Schizophrenie, Negativsymptome oder faul?

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Hallo,

Ich glaube nicht, dass man dir hier diesbezüglich wirklich weiterhelfen kann, und du wirst wohl auf die Beurteilung in der Klinik warten müssen. Ob nun eine Schizophrenie, eine einmalige Schizoaffektive Psychose, oder eine sonstige Störung aus diesem Formenkreis vorliegt, ist ja selbst für die Fachmänner nach Jahren nicht eindeutig zu sagen.

Was war das dann vor 9 Jahren? Wenn keine Psychose?

Genau das ist natürlich die relevante Frage! Hattest du Halluzinationen, Wahn- und Zwangsvorstellungen, und/oder deutlichen Realitätsverlust? Dann war es mit großer Sicherheit eine Psychose - egal, welche zugrundeliegende Störung (oder Substanz?) dafür verantwortlich war/ist.

Keine der bisher genannten Erkrankungen ist eine "Charakterschwäche", das gleiche gilt für eine vermeidende Persönlichkeit oder ein Abhängigkeitskonflikt - es sind schlicht andere "Erkrankungen", die ebenfalls behandlungsbedürftig sind. Schuld bist du in keinem Fall daran! Viel wichtiger ist, wie du damit umgehst.

Dass bei dir keine psychiatrische Grunderkrankung vorliegt, und du einfach nur "faul" bist, halte ich für sehr unwahrscheinlich. Diese Art zu denken findet man übrigens häufig bei Depressionen, wobei sich Betroffene für Krankheitssymptome selbst die Schuld geben, und so noch weiter in die Depression rutschen.

Ich wünsche dir alles Gute,

FlaeD

Hallo FlaeD,

vielen Dank für deine Antwort. Es ist toll, so schnell eine Rückmeldung zu bekommen :) Du hast natürlich recht, dass man selbst als Arzt, und schon gar nicht hier aus der Ferne, eine 100% Antwort geben kann.

Ich denke, ich wollte etwas von dem Druck loswerden, der sich bei mir durch die Infragestellung meiner Diagnose, und den daraus folgernden Selbstvorwürfen, entwickelt hatte. Es ist natürlich Balsam für die Seele, dass du vermutest, dass es keine reine Charakterschwäche ist. Aber ich muss das für mich noch rausfinden, im Moment weiß ich nicht was ich glauben soll. Der Krankenhausaufenthalt wird hoffentlich aufschlussreich sein.

Ich hatte damals vermutlich keine Halluzinationen. Es war eine Phase von einer leichten Manie schätze ich, darauf folgender Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit, einer möglichen schleichenden Depression schon viel früher, und der Höhepunkt war dann, ein völliges Zerfasert sein, getrübten Bewusstsein, starker Ängstlichkeit, und einer Überreizung durch Sinneseindrücke, gefolgt von leicht paranoiden Gedanken mir könnte man etwas tun, und Beziehungsideen,- die Medien im Fernsehen wären auf mich ausgerichtet. Außerdem starke Schuldvorwürfe mir Selbst gegenüber, dass ich mein ganzes Leben falsch gelebt hätte.

Danke auch für den Satz "Schuld bist du in keinem Fall daran! Viel wichtiger ist, wie du damit umgehst." - .. das muss ich mir öfter sagen, lieber nach Wegen als nach Gründen suchen.

Nagut, ich wünsche Dir alles Gute! Grüße, Lostinspace

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@Lostinspace
Hallo,
ein völliges Zerfasert sein, getrübten Bewusstsein, starker Ängstlichkeit, und einer Überreizung durch Sinneseindrücke, gefolgt von leicht paranoiden Gedanken mir könnte man etwas tun, und Beziehungsideen,- die Medien im Fernsehen wären auf mich ausgerichtet

Diese Symtpome sind eindeutig psychotischer Natur, oder gehen zumindest über eine Manie hinaus.

Aber eine psychische Erkrankung (welche ja immer die Persönlichkeit beeinflusst) ist viel zu Komplex, um sie in eine einzelne Diagnose zu packen - und ich kann dir nur raten nicht viel darauf zu geben, was letzlich auf dem Papier steht. Wichtiger ist, dass du die Therapieansätze findest, die dir wirklich helfen, und da ist der Klinikaufenthalt bestimmt sehr nützlich.

Ich denke, ich wollte etwas von dem Druck loswerden, der sich bei mir durch die Infragestellung meiner Diagnose, und den daraus folgernden Selbstvorwürfen, entwickelt hatte. Es ist natürlich Balsam für die Seele, dass du vermutest, dass es keine reine Charakterschwäche ist.

Das kann ich sehr gut verstehen. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass das mehr als nur eine Vermutung meinerseits ist :)

Ich wünsche dir ebenfalls nochmals alles Gute,

FlaeD

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Asperger/Autismus+ Lernbehinderung?

Hallo,

Ich weiß zwar wirklich nicht ob sich hier irgendjemand damit auskennt und ob es überhaupt das Richtige ist, diese Frage hier zu stellen, aber ich weiß nicht an wen ich mich sonst noch wenden soll.

Vor 5 Jahren wurde ich in einer Klinik zwei Monate lang teilstätionär untersucht und es wurde schon damals bei mir Autismus diagnostiziert. Deshalb bin ich seit zwei Jahren bei einem bestimmten Psychiater (der mich schon von damals kennt) und einer Psychologin in Behandlung.

Nun hatte ich heute ein Gespräch mit der Psychologin, (die mit mir ein Mal dieses und ein Mal letztes Jahr zwei IQ Tests gemacht hat) und wir hatten viel über Autismus gesprochen. Zuerst hatte sie mir erklärt was Autismus genau ist und vor allem woran man es genau erkennt
Dann hatten wir über meine alte Diagnose ( die von früher )und über meine jetzige Krankheit ( die bei mir von der Psychologin vor kurzem diagnostiziert wurde) gesprochen.

Kurz gesagt meinte sie dass es eventuell sein kann, dass ich das Asperger- Syndrom und auch zusätzlich eine klassische Lernbehinderung habe (mit einem IQ-Wert von 85)

Meiner Meinung nach hört sich das Ganze so an als wäre es bei mir eine Mehrfachbehinderung, da die meisten Asperger- Autisten ( so wie ich mich im Internet darüber informiert habe) normal bis überdurchschnittlich intelligent sind, meistens hochbegabt.

Meine Frage: Kann es sein dass ich wirklich mehfachbehindert bin oder kann auch das Asperger-Syndrom auch mit so einem niedrigen IQ-Ergebnis auftreten?

PS: Bin 18 und weiblich

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seit 12 Jahren krank und keiner weiß was es ist! :(

Vielleicht gibt es ja hier jemand, der mir helfen kann, oder sogar ähnliches durchmacht: Ich bin seit 12 Jahren krank. Angefangen hat alles mit einem Unwohlsein und Krankheitsgefühl im Kindesalter, was im Teenageralter immer akuter und häufiger wurde. Kurz darauf wuchs mir der erste Tumor. Jetzt ist das alles über 12 Jahre her und ich bin 28 mal operiert worden. Meine Tumore erscheinen immer da, wo Lymphknoten und Schweisdrüsen sind. Auf alles wurde ich getestet, Morbus Cron wurde vermutet, Akne Inversa. Aber schon bald sagten die Ärzte, dass das alles nicht sein kann. Seit 3 Jahren werde ich in Tübingen intensiv beobachtet, da hier auch von einer Fehldiagnose ausgegangen wird, da bei mir das Tumirwachstum extrem schnell und häufig vorkommt, besonders auffällig ist, dass mir Tumore an frisch operierten Stellen wachsen. Im Pathologischen Befund wurden nie Bakterien nachgewiesen wie beispielsweise bei Ekzemen oder Abszessen etc. Auch der Krankheitsverlauf ist bei mir anders als bei zb Akne Inversa Patienten. Ich habe seit Jahren alles versucht an Behandlungen, wäre ich nicht so jung, sagen die Tübinger Ärzte, müsste man mich bestrahlen, da jegliche Behandlungsversuche nie angeschlagen haben.Starke Medikamente, Operationen, Akupunktur, Eigenbluttherapie, Homöopathische Behandlung...... Man weiß einfach nicht was es ist und woher es kommt und nichts hilft, im Gegenteil es wird immer schlimmer. Das Schlimme ist, dass ich abgesehen von dieser Krankheit jetzt auch noch meinen Arbeitsplatz verloren habe, aufgrund der vielen Fehlzeiten, da abgesehen von den Ops auch viele Nebenwirkungen der Medikamente aufkommen, und Begleiterkrankungen wie Störungen im MagenDarmTrakt etc. Ich bin körperlich ein einziges Wrak, ich bin seit Jahren in Therapie und auch hier kann keine Ursache für eine psychosomatische Erkrankung festgestellt werden. Alle wissen dass die Psyche eine wichtige Rolle spielt, jedoch halten meine Therapeuten und vor allem ich es für ausgeschlossen dass dies die Ursache einer solchen Erkrankung ist und mich für stabil und fit genug, um das auszuschließen. Ich war um das herauszufinden 5 Monate auf einer psychosomatischen station in einer Klinik, ich mache seit ich 15 bin verschiedene Therapien. Meine Begleiterkrankungen und eines meiner größten Probleme sind ein Reizdarmsyndrom, eine sehr schmerzhafte Endometriose, ein sehr sehr schwaches Immunsystem und hohe Infektanfälligkeit (weshalb ich jetzt auch eine berufliche Rehabilitation über de Agentur für Arbeit genehmigt bekommen habe, um meinem Immunsystem die Chance zu geben sich zu regenerieren), und ein zweifacher Bandscheibenvorfall. Alles in allem ist das kaum noch zu tragen und mir fehlt immermehr die Kraft, ich weiß nicht wo anfangen und wo hinschauen.

Wer hat auch dieses Problem oder kann mir irgendwie helfen? Gibt es Behandlungen die ich nicht kenne? ich weiß nicht wie viele OPs ich noch durchhalte, wie viele Schmerzen ich noch ertrage, ich brauche endlich Klarheit und Gewissheit.

:/

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