Falsches Medikament verschrieben wer haftet?

6 Antworten

Hallo,

ich weiss nicht, ob ein Gutachten des MDK, wie @ Jenni schrieb, was bringt.

Dir ist Gott sei Dank kein körperlicher Schaden entstanden, somit würde eine eventuelle Klage auf Schadensersatz vermutlich ins Leere laufen. Daher würde meiner Meinung nach eher ein Behandlungsfehler vorliegen, wobei dieser dann auch tatsächlich nachgewiesen werden muss. Ich würde an deiner Stelle einen Fachanwalt für Medzinrecht kontaktieren. Er kann dir gezielter Auskunft geben, inwieweit man rechtliche Schritte einleiten kann, welche Erfolgsaussichten bestehen usw. .....so ein Verfahren kann lange dauern und kostet Nerven dazu.

Ich kann deinen Ärger vollkommen verstehen. Gut, das du den Arzt gewechselt hast.

Ich wünsche dir für die Geburt alles alles Gute und euch eine glückliche Zukunft♥️

🍀 Bleib(t) gesund 🍀

Liebe Grüße

Doch das bringt was! Ich habe das auch mal gemacht, weil bei mir ein Behandlungsfehler vorliegt. Man meldet sich bei der Krankenkasse, bekommt ein Formular zum ausfüllen zugeschickt. Das Formular fragt noch einmal nach den genauen Umständen. Danach fordert die Krankenkasse die Krankenakte ein und schickt alles zu zum MDK. Das Gutachten zahlt die Krankenkasse und ist für einen selbst völlig unkompliziert.

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@JenniFr

Falls das wirklich nicht funktionieren sollte, dann kann man so wie Du es empfohlen hast, noch zu einem Anwalt gehen und das Gutachten des MDK mitnehmen. Aber so weit wird es hoffentlich nicht kommen. Dieser Weg wäre viel stressiger.

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Ja, Du kannst und solltest auch rechtliche Schritte einleiten. Melde Dich bei Deiner Krankenkasse und fordere ein Gutachten des MDK. Alles Gute!

Dankeschön!! Dann weiß ich Bescheid 🙏🏻

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Und was genau soll das Gutachten dann bewirken? Soll sie es sich rahmen lassen und an die Wand hängen?

Ein Gutachten macht nur dann Sinn, wenn ein Schaden entstanden ist. Ist es aber dank des aufmerksamen Apothekers aber nicht.

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@Winherby

Das macht sehr wohl Sinn. Ich habe unten in der Antwort auf dem Kommentar von sonne 123 geschrieben, warum es Sinn macht.

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@JenniFr

Ja klar, in Deinem Fall, da ist ja ein Behandlungsfehler geschehen. Aber im Fall der FS wurde der Fehler, bzw. der drohende Schaden durch den Apotheker verhindert. Also ist auch nix passiert, das ist der Unterschied.

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@Winherby

Zunächst einmal wäre es dennoch sinnvoll sich an die Krankenkasse zu wenden! Die FS hatte ja sehr wohl einen Behandlungsfehler (unerkannte Lungenembolie). Mithilfe des Gutachten wäre es zudem möglich ein gerichtliche bzw. außergerichtliche Einigung zu erzielen.

Die Verbraucherzentrale empfiehlt diesen Schritt (sich an die Krankenkasse wenden) bzw. sich "Bei einem Verdacht auf einen Behandlungsfehler können Sie sich auch an die Gutachterkommissionen für Behandlungsfehler der Landesärztekammern wenden." Ich würde daher empfehlen sich entweder an die Krankenkasse zu wenden oder sich direkt an die Landesärztekammer zu wenden.

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@JenniFr

Der Rat der Verbraucherzentrale gilt aber ebenfalls nur für die Fälle, in denen durch die falsche Behandlung ein echter bleibender Schaden zum Nachteil der FS entstanden ist. Welchen Schaden sie durch die übersehene Lungenembolie davongetragen hat, schreibt sie nicht. Hat sie einen? Und der zweite Fehler dieser Ärztin wurde vom Apotheker korrigiert, also ist auch da nichts zu holen.

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Ja grundsätzlich richtig, aber auch nur dann, wenn du gesetzlich versichert bist. Wenn du privat versichert bist, musst du dich alleine darum kümmern, da gibt es keinen MdK, den die Versicherung einsetzt. Da musst du das über eine Gutachterkommission bei der Ärztekammer machen. Ich habe das deshalb damals nach einer falsch gelaufenen OP mit dem Arzt direkt geklärt - und Erfolg gehabt.

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Was erwartest Du denn von "rechtlichen Schritten"? Was willst Du damit erreichen?

Dass die Ärztin ihre Zulassung verliert? Dass sie Berufsverbot bekommt? Willst Du Geld von ihr?

Wenn Du eine "Strafe" für fahrlässiges Handeln erreichen willst, dann kannst Du selbst sie auf jameda.de bestrafen, indem Du ihr auf diesem Bewertungsportal eine schlechte Beurteilung schreibst. Das wird dann andere Frauen evtl. davon abhalten dorthin zu gehen. Du kannst das Geschehene auch der Kassenärztlichen Vereinigung melden, sie wird dann von denen kräftig einen auf die Mütze bekommen. Das war´s dann aber auch schon. Was hast Du dann davon? Genugtuung?

Ich möchte kein Geld oder das sie ihre Zulassung verliert! Es ist nun mal so das mir im Krankenhaus Gesagt wurde, dass ihr Verhalten unakzeptabel ist. Sie ist Ärztin sie sollte Menschen helfen und nicht mit deren Leben spielen. Es kann einfach nicht sein das sie von keiner Krankheit eine Ahnung hat und erstmal die Erkrankungen googeln muss! UND JA ICH HABE ES GESEHEN! Ich saß daneben!! Irgendwann ist auch Schluss! Ich habe die Ärztin jetzt gewechselt aber soll es anderen Patientinnen auch so ergehen?? Ihr soll einfach jemand mal ihre Augen öffnen und vielleicht sollte sie mal besser nochmal überprüft werden oder sonst was. Es ist ja auch nicht das erste mal das ich Falsche Medikamente bekommen habe für Erkrankungen die ich nicht mal habe. Also wenn das richtig ist dann sorry dann weiß ich nicht warum man dann Medizin studiert.

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Das ist natürlich ganz schön heftig, was dir da passiert ist. Ich fürchte aber, dass du mit einer Klage gegen die Ärztin keinen Erfolg hättest. Denn dir ist ja letztlich - gottseidank - kein Schaden entstanden. Du hattest ja großes Glück, dass der Apotheker so hervorragend reagiert hat. Bei ihm würde ich mich mit einem großen Blumenstrauß bedanken!

Solange kein Schaden eingetreten ist, gibt es ja auch keinen Grund, dir Schadenersatz zu zahlen, deshalb würde so ein Verfahren wohl ins Leere laufen. Und da so ein Verfahren lange dauern kann und an den Nerven zehrt (ich spreche da aus Erfahrung), würde ich mir überlegen, ob es das wirklich wert ist.Nutze deine Energie und deine Kraft lieber für die Geburt und das Baby!

Im Falle der Lungenembolie könnte das etwas anders aussehen, aber auch da bist du in der Beweispflicht, dass sie es falsch gemacht hat. Da könntest du evtl Erfolg haben, aber auch das ist nicht sicher.

Aber wie gesagt, sprich am besten mit deiner Krankenkasse, die können dir da sicher gezielter helfen.

Dass du die Ärztin gewechselt hast, ist natürlich völlig richtig. Überleg mal, ob du nicht in diversen Ärzte-Bewertungsforen etwas zu dieser Ärztin schreiben willst, um ggf. andere Patientinnen zu warnen.

Du könntest natürlich morgen einfach mal bei deiner Krankenkasse anrufen und nachfragen, was die dir raten, was du jetzt machen sollst.

Alles Gute für dich und dein Baby!

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung
gegen Meine Frauenärztin machen

Wieso warst du denn mit was auch immer bei der Frauenärztin?! Auch eine Lungenembolie hat bei einer Frauenärztin nix verloren.

Schau doch einfach mal hier: https://www.patientenberatung.de/de/recht/patientenrechte/beschwerdeweg-als-patient-oder-patientin

Weil ich schwanger bin 😊 wie ganz am Anfang schon geschrieben in der 38 ssw! Und wenn ich ein Antibiotikum bekommen soll damit mögliche Infektion bei der Geburt nicht auf mein Kind übergehen dann geht man zum Gynäkologen;) ich bin ja auch Ärztin und kann riechen was ich für eine Diagnose habe 😂 die embolie wurde letztlich im Krankenhaus festgestellt nichts desto trotz nimmt mir meine Frauenärztin 2 mal wöchentlich Blut ab aufgrund meiner Blutgerinnungsstörung also hätte sie es sehen müssen! Nochmal: ich möchte gerne wissen ob ich rechtlich gegen ihr handeln vorgehen kann oder nicht! Alle anderen fragen sind irrelevant

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@Luni1606

Siehe mein Link. Oder halt einen Anwalt fragen. Hier bist du damit dann falsch.

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