Essensreste in Höhlen von ehemaligen Weisheitszähnen; Entzündung? Schmerzquelle?

1 Antwort

Hallo Brionna,

wenn ich den Fragetext richtig verstehe, dann befürchtest Du, dass sich Zahnfleischgewebe über vermuteten Essensresten gebildet hat und diese evtl. Essensreste quasi unter sich begraben hat?

Also wenn die Extraktionen über 6 Monate her sind, dann hat sich ganz sicher nicht plötzlich in den letzten beiden Wochen soviel Gewebe über Essensresten gebildet, dass da irgendwas eingekapselt worden ist. Diese Löcher wachsen immer von unten nach oben ganz langsam zu, Essensreste würden also hochgehoben, das Gewebe überstülpt da nichts.

Früher hat man das zugenäht, aber die Komplikationen waren laut meinem letzten Zahndoc. zu häufig und zu groß. Vor ca. 20 Jahren war mein erster Weisheitszahn fällig, da wurde noch zugenäht. Vor 5 Monaten im August 2014 bekam ich den 3. Weisheitszahn raus. Das Zahnfleisch wurde an der Seite aufgeschnitten, sonst war die Wurzel nicht zu fassen. Danach sollte ich für 2 Stunden auf eine getränkte Kompresse beissen (Dauerdruck). Ich fragte ob er genäht habe, da gab er mir o.g. Antwort. Heute ist da noch eine kleine Delle übrig, halt da wo zuvor die Wurzel steckte.

Also mach Dir keine Sorgen, da sind keine Essensreste eingeschlossen. LG

Das finde ich jetzt seltsam. Mein Sohn hat seine Weisheitszähne bei zwei jungen! Oralchirugen entfernen lassen (wo man also davon ausgehen kann, dass sie, was Oralchirurgie angeht, auf dem neusten Stand sind). Beide haben gesagt, dass man diese Riesenlöcher immer zunäht, damit es keine Infektionen gibt. Er bekam sogar noch zusätzlich prophylaktisch jedesmal Antibiotika. Anscheinend gibt es da zwei Parteien - die einen haben gute Erfahrung mit Nahtsetzung, die anderen lassen das offen. -- Bei meinem Sohn ist das in beiden Fällen hervorragend verheilt, keine Komplikationen.

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@gerdavh

Vielleicht wechseln diese Ansichten von Ärztegeneration zu Ärztegeneration. Mein 2. Weisheitszahnloch wurde auch nicht genäht, keine Komplikationen.

Und diese "Erfahrung" passt auch zu dem merkwürdigen Phänomen, dass Du bei drei Ärzten für das selbe Problem u. U. drei unterschiedliche Diagnosen bekommst, -ist mir mit meiner Haut so ergangen, aber auch von vielen anderen Leuten habe ich dies so oft geschildert bekommen. Deshalb ist auch der hier oft zu lesende Rat eine Zweitmeinung einzuholen, für mein Verständnis sehr fragwürdig.

Es müsste in jeder Praxis ein aus ca. 5 Ärzten bestehendes "Gremium" geben, wo dann demokratisch abgestimmt wird, was der Patient für eine Diagnose bekommt ;-)))

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