Essen und tTrinken vor Operationen

3 Antworten

Durch die Narkose werden neben dem Bewußtsein und der Schmerzempfindung auch die Schutzreflexe (z.B. Husten,- Schluckreflex) ausgeschaltet. Es besteht daher die Gefahr, das Mageninhalt in den Rachen gelangt, eingeatmet wird und dann zu einer schweren Lungenentzündung führt. Die Gefahr ist um so größer, je größer der Mageninhalt ist, d. h. je kürzer die letzte Nahrungsaufnahme zurückliegt. Sie sollten daher im Interesse Ihrer eigenen Sicherheit folgende Verhaltensregeln beachten:

  • 6 Stunden vor der Anästhesie nichts mehr essen

  • 2 Stunden vor der Anästhesie nichts mehr trinken (Ausnahme: etwas Wasser in Verbindung mit Vorbereitungstablette)

http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Oft-gestellte-Fragen.693.0.html

Das mit dem Kaugummi wird kein Problem sein.

Komisch, als ich operiert wurde stand folgendes bei der Aufklärung:

  • 8 Stunden vor der Operation nichts mehr essen und nicht mehr rauchen
  • 6 Stunden vor der Operation nichts mehr trinken; bis 4 Stunden vor der OP nur noch klare Flüssigkeit

Scheint ein wenig unterschiedlich geregelt zu sein. Denn so, wie es bei meiner Operation war, so wird und wurde es in den zwei letzten Häusern auch gehandhabt.

Übrigens: Auch KEIN Kaugummi!

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Hallo! Zum "Warum" hast du ja schon einige gute Antworten bekommen.

Die Zeiten, ab wann man nichts mehr essen und trinken darf, scheinen ja wirklich von Krankenhaus zu Krankenhaus sehr unterschiedlich geregelt zu sein. Bei meiner letzten Narkose durfte ich abends ab 22.00 Uhr nichts mehr essen und ab 24.00 Uhr auch nichts mehr trinken. Nur eine Tablette durfte ich am Morgen mit sowenig Wasser wie möglich einnehmen. Der Eingriff war aber erst für 10.00 Uhr geplant, so dass ich also 12 Std. vorher nichts essen und 10 Std. vorher nichts mehr trinken durfte.

Aber auch dieses solltest du - wie ich dir heute schon bei einer anderen Antwort geschrieben hatte - mit dem Anästhesisten bei dem Aufklärungsgespräch besprechen. Er wird dir genau die Zeiten sagen, ab wann du nichts mehr essen oder trinken darfst.

Wenn man vormittags operiert wird und nicht gerade erst am NAchmittag ist das aber - wie ich finde - mit der langen Zeit ohne Essen und Trinken gar nicht schlimm, denn die meiste Zeit schläft man dann nachts ja sowieso. Und in manchen Kliniken bekommt man stattdessen auch eine Infusion mit Flüssigkeit, damit man auch nicht so ein Durstgefühl bekommt.

Alles Gute!

Vor einer Operation muss man immer nüchtern sein, damit das Narkosemittel gut wirkt und bei der Operation keine Zwischenfälle vorkommen wie z.B. Erbrechen oder so. Das gesamte Risiko wäre einfach zu hoch für eine Operation, deshalb muss man immer nüchtern sein, wenn man operiert werden muss.

Das Narkosemittel wirkt auch, wenn man bis oben hin vollgefressen ist (entschuldigt für den Ausdruck). Das ist dem Medikament herzlich egal, ob Du etwas gegessen oder getrunken hast, oder nicht.

Der einzige Grund, weshalb man vor einer Operation auf Essen und Trinken verzichten sollte, ist die erhöhte Gefahr, dass das ganze wieder seinen Weg nach oben findet und dann ungünstigerweise entweder der Magensaft in der Lunge landet oder man letztendlich auch noch wirklich in Narkose erbricht.

Welche Folgen beides haben kann, das wissen wir ja sicherlich alle sehr gut.

Das Risiko wäre schon beherrschbar, wenn man es denn auch vorher weiß. Es gibt auch Patienten, die schieben sich der vor der Operation noch ein Brot rein und sagen dann kein Wort. Am Ende hat man den Salat.

Wenn man es vorher weiß, dann kann man eine sogenannte RSI-Einleitung durchführen. Wobei das eigentlich eher für Notfälle gilt. Aber dort ist es ja ebenfalls beherrschbar. Denn Notfallpatienten haben in vielen Fällen auch vorher noch etwas gegessen.

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@alegna796

Muss nicht sein. Man kann ja z.B. Dexamethason bei der Einleitung verabreichen. Damit wird die mögliche PONV um einiges verringert. Zumal wird bei einer RSI-Einleitung auch - wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe - auch gleich eine Magensonde mit eingelegt.

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