Erste Hilfe bei Psychose?

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3 Antworten

auf jeden Fall ist es wichtig es selbst zu erkennen! Der nächste Schritt wäre dann, auf jeden Fall den Hausarzt aufzusuchen, um mit ihm über die Probleme zu sprechen. Er wird eine Überweisung zum Psychologen ausstellen, eventuell auch zum Psychiater, damit man nebenher noch Medikamente gegen die Ängste einnimmt.

Die Symptome - auch wenn sie mit denen im Diagnoseschlüssel übereinstimmen - müssen nicht unbedingt wirklich zu einer Psychose gehören. Einerseits gibt es die Pyrrolurie, die ähnliche Symptome produziert (siehe meine GF-Tipps) und andererseits auch - wahrscheinlich mehrere - Erkrankungen, die solche Symptome produzieren - eine dieser Möglichkeiten wäre (Lyme-)Borreliose.

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In solchen Fällen können Neuroleptika evtl. nicht nur nicht helfen, sondern schädlich sein.

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Die regelversorgende Psychiatrie gibt zwar großmehrheitlich Neuroleptika bei Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis, aber jüngere Veröffentlichungen des Psychiaters V. Aderhold lassen erkennen, daß die - nicht unproblematischen - Neuroleptika nicht in jedem Falle notwendig sind.

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Betroffenen wird der Kontakt zur Selbsthilfebewegung Psychiatrie-Erfahrener empfohlen, um sich dort mit anderen Betroffenen auszutauschen und sich wichtiges "Betroffenen-Know-How" abzuholen. Es gibt zahlreiche Aspekte, die von den Betroffenen anders gesehen und verstanden werden als von den beruflichen Behandlern. www.bpe-online.de

Unter dem Begriff "Psychose" wird eine Reihe von psychischen Störungen zusammengefasst, bei denen die Betroffenen vorübergehend unter einem Verlust des Realitätsbezugs leiden.

Solche schwerwiegenden Störungen können nur von fachlich ausgebildeten Spezialisten therapiert werden. Je nach Ursache der Psychose kommt es dann zu folgenden Maßnahmen:

  1. Organische Psychosen

Hierbei liegt ein besonderes Augenmerk auf der Behandlung der körperlichen Grunderkrankung.

Dies können eine Hormonsubstitution bei hormonellen Erkrankungen, Tumoroperationen, das Weglassen von halluzinogen Medikamenten oder Drogen oder ein kontrollierter Alkoholentzug sein. Eingesetzt werden ferner so genannte Neuroleptika (Haloperidol) oder atypische Neuroleptika (Risperidon)

  1. Psychosen des schizophrenen Formenkreises

Die Therapie dieser Psychosen umfasst Medikamente (bsp. Neuroleptika), soziotherapeutische (bestimmte Arbeitsplätze, betreutes Wohnen) und ergotherapeutische Maßnahmen (Aufbau einer Tagesstruktur, Schulung von verloren gegangenen Fähigkeiten) und eine Psychotherapie.

Den Betroffenen wird nahe gelegt, die Medikamente auch einzunehmen, wenn sie sich gut fühlen. Akuten Krankheitsschüben kann so vorgebeugt werden.

  1. Affektive Psychosen

Im akuten Krankheitsfall werden Neuroleptika eingesetzt. Lithium und bestimmte Antiepileptika sollen erneute Krankheitsschübe verhindern.

Bei Depressionen werden Antidepressiva gegeben (Amitryptilin, Citalopram). Begleitend sollte auch eine verhaltenstherapeutische oder tiefenpsychologische Psychotherapie durchgeführt werden.

Auch bei affektiven Psychosen können soziotherapeutische Maßnahmen nötig sein. Die Meinungen zur Anwendung einer Elektrokrampftherapie bei starken Depressionen sind widersprüchlich, jedoch wird auf diese Therapieform wieder vermehrt zurückgegriffen.

(http://www.medhost.de/gesundheit-lexikon/psychose.html)

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