Erfahrungen mit Eiseninfusionen?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo! Da geht es dir ähnlich wie mir. Auch ich vertrage keine "normalen" Eisenpräparate, also weder Tabletten noch Tropfen. Und weil vor 4 Jahren mein Ferritinwert mit 2,5 "am Rande des messbaren" (Zitat des Arztes) lag, hatte ich von meinem Hausarzt damals Eiseninfusionen bekommen. Bzw. damals noch Eisenspritzen, Infusionen in diesem Jahr. Ich reagiere auch schnell auf Medikamente, aber die Spritzen bzw. Infusionen habe ich sehr gut vertragen, Ich hatte keinerlei Nebenwirkungen. Allerdings hat mein Hausarzt auch wirklich gaaaaanz langsam gespritzt.

Anfang diesen Jahres wurde bei einem Krankenhausaufenthalt quasi nebenbefundlich festgestellt, dass der Ferritinwert wieder absolut im Keller war (bei 5!). Daraufhin habe ich über 10 Tage jeden Tag eine Infusion bekommen. Von der allgemeinen Verträglichkeit her war es auch dieses mal kein Problem. Allerdings haben nach ein paar Tagen meine Venen Stress gemacht. Ich brauchte alle 2 Tage einen neuen Zugang, weil sich die Venen entzündet hatten oder nichts mehr durchging. Ich weiß allerdings nicht, ob das nur am Eisen lag oder vielleicht auch daran, dass ich auch andere Medikamente als Infusionen bekommen habe.

Aber mal was anderes: wurde bei dir denn schon abgeklärt, woher der Eisenmangel kommt? Denn das sollte immer der erste Schritt sein und vor einer Eisensubstitution erfolgen.

Hier auch mal ein interessanter Link: http://www.internisten-im-netz.de/de_eisenmangel-behandlung_1102.html

Alles Gute, Lexi

Hallo Lexi,

vielen Dank für die ausführliche Antwort. Es ist einigermaßen klar, woher meine niedrigen Eisenwerte kommen: Ich litt über viele Jahre (oder sogar Jahrzehnte?) unter chronischer Gastritis durch eine Helicobacter Pylori-Infektion (blieb lange unentdeckt) und habe über viele Jahre Magenschutz-Tabletten genommen (vermindern die Eisen-Aufnahme). Außerdem dürfte bei mir generell die Eisenaufnahme sehr schlecht sein. Und ich habe eine starke Menstruation durch das PCO-Syndrom. Laut Arzt reicht das über viele Jahre schon aus, um einen Eisenmangel zu verursachen. Ich hatte so gesehen noch nie einen normalen Eisenwert, die Werte sind schon lange so niedrig, nur erst jetzt hat mir ein Arzt gesagt, dass man das behandeln sollte. Was ist bei dir der Grund für die niedrigen Werte?

Weißt du noch, welches Präparat du als Infusion bekommen hast? Venofer oder Ferinject oder etwas anderes, und in welcher Dosierung?

Gut zu hören, dass du die Infusionen halbwegs gut vertragen hast. Welche Beschwerden hattest du durch den Eisenmangel, und wurden diese dann besser?

Vielen Dank und ebenso alles Gute!

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@abfelpaum

Hallo!

Erstmal Danke für das Sternchen :-)

Ich litt über viele Jahre (oder sogar Jahrzehnte?) unter chronischer Gastritis durch eine Helicobacter Pylori-Infektion (blieb lange unentdeckt) und habe über viele Jahre Magenschutz-Tabletten genommen (vermindern die Eisen-Aufnahme).

Ist bei dir die chron. Gastritis denn immer noch aktuell?

Außerdem dürfte bei mir generell die Eisenaufnahme sehr schlecht sein

Das hört sich für mich sehr nach einer Vermutung an. Ist das denn auch mal untersucht worden (Eisenresorptionstest)?

Also es hört sich ehrlich gesagt, für mich nicht nach einer gesicherten Diagnose an ("einigermaßen klar", "dürfte"). Ggf. solltest du das erstmal noch weiter abklären lassen. Klar kann es auch "nur" an der starken Menstruation liegen, aber ich würde das vielleicht doch sicherheitshalber richtig abklären lassen.

Sooo extrem niedrig ist dein Wert ja auch (noch) nicht, wenn du es mal mit meinen Werten vergleichst. Und der Transferrinwert ist ja auch nur leicht erhöht, manche Labore geben als Oberwert sogar 400 an. Bei meinen Laborausdrucken steht als unterer Grenzwert für Ferritin sogar 10. Du bist also gerade an der Grenze. Und dein Hb-Wert war ja so wie du sagst auch noch normal. Meiner war schon unter 10!

Natürlich musst du trotzdem was dagegen tun und ich würde dir raten, probiere doch einfach mal die Infusion aus.

Bei mir war/ist der Grund auch eine chronische Gastritis. Ich habe aufgrund einer anderen Magenerkrankung auch Probleme mit der Ernährung (Magenentleerungsstörung), so dass ich auch nicht genug Eisen aufnehmen konnte. Da diese Erkrankung aber erst später diagnostiziert wurde, wurde ich wegen der Anämie richtig auf den Kopf gestellt. Magen- und Darmspiegelung, dieser Eisenresorptionstest, Untersuchung beim Gyn und sogar eine Knochenmarkbiopsie wurde gemacht. Meine Symptome waren Müdigkeit, Blässe, Schlappheit, Kreislaufprobleme und extrem niedriger Blutdruck (bis 60/40) bis hin zum Kollaps u.s.w.

Wie die Infusionen hießen, weiß ich nicht, das wurde im Krankenhaus gemacht und ich habe da auch nicht nachgefragt, welche "Sorte" ich bekomme. Die Spritzen damals waren Ferlecit (glaube dass die so hießen).

Alles Gute für dich!

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vitamin C erleichtert und wirkt sich positiv auf die eisenaufnahme im darm aus.

Danke! Dies habe ich schon über längere Zeit versucht, aber ohne Erfolg. Ich habe wohl eine starke Aufnahmestörung und die Magenschutztabletten (wegen chronischer Gastritis) tun ihr Übriges. Mir hat der Arzt auch gesagt, dass man bei einem Ferritin von 11 über die Nahrung nicht mehr einen vernünftigen Eisenwert erzielen kann, es bleiben nur Infusionen.

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@abfelpaum

das tut mir leid ja dann gibt es keine möglichkeit wenn es über die nahrung nicht mehr geht gehts wirklich nur noch über infusion

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