Erfahrung mit Lebermetastasen?

2 Antworten

Es wird auf eine parenterale Ernährung hinauslaufen. Also Ernährung über Infusion in den Port den er wahrscheinlich schon hat. Palliative Versorgung.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Um es ganz direkt zu sagen: allzu große Hoffnungen würde ich mir da nicht mehr machen.

Es bleibt deinem Mann und dir natürlich selbst überlassen, noch eine weitere Meinung einzuholen, um den letzten Weg so würdevoll wie möglich zu gestalten. Eine Heilung ist allerdings ausgeschlossen.

Wäre ich persönlich betroffen, würde ich tatsächlich alles einstellen, was den Körper nun noch zusätzlich belastet. Dazu gehört auch jegliche Form der Zwangsernährung, sei es über den Port (sofern vorhanden) als auch eine Ernährungssonde über die Bauchdecke.

Beim Essen würde ich mich gar nicht so sehr auf Brei versteifen, er soll das essen, worauf er Appetit hat (sofern überhaupt noch vorhanden). Im Altenheim machen sie bei den Bewohnern auch nichts anderes, als die normalen Mahlzeiten zu pürieren. Das kannst du auch. Koche ihm sein Lieblingsessen und püriere es, das schaut zwar nicht besonders appetitlich aus, aber ist allemal besser als es jegliche Breikost sein kann.

Macht etwas Schönes gemeinsam, fahrt vielleicht ein paar Tage zusammen weg und lasst die Medizin Medizin sein. Es klingt hart, ich weiß, aber irgendwann ist einfach ein Punkt erreicht, an dem keine Aussicht auf Erfolg mehr besteht. Dann lässt sich nur mehr Schadensbegrenzung betreiben und das Leid so gut es geht lindern. Sieh zu, dass er nach Möglichkeit zuhause sterben kann und ganz wichtig (sofern es noch nicht geschehen): legt fest, was passieren soll, wenn zu erwarten ist, dass er beim nächsten KH-Aufenthalt möglicherweise nicht wieder kommt. Soll er dann dennoch transportiert werden oder darf er in seiner vertrauten Umgebung sterben?

Bindet den Hausarzt mit ein, der ggf. die nötigen Medikamente verordnen kann. Kümmert euch rechtzeitig um neue Rezepte, um eine unnötige Hospitalisierung zu vermeiden. Nichts empfinde ich als schlimmer, einem schwer kranken Patienten ins KH bringen zu müssen, bei dem es lediglich an der ausreichenden hausärztlichen Versorgung und evtl. einer Patientenverfügung scheitert.

Wie geistig fit ist dein Mann noch? Habt ihr euch bereits Gedanken darüber gemacht, was passieren soll, wenn er Entscheidungen nicht mehr selber treffen kann?

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