Frage von Lilian, 23

Epilepsie -eher Krankheit oder Behinderung?

Die Überschrift klingt vielleicht leicht verwirrend. Einmal zur Erläuterung: Ich habe bis jetzt immer gedacht, dass epileptische Anfälle zeitlich begrenzte Krämpfe sind. Das heißt abgesehen von den Anfällen ist man gesund und fühlt sich fitt. Also nicht wie bei Krebs oder anderen Krankheiten, dass man die ganze zeit merkt dass es einem nicht gut geht. Ist das falsch?

Zum Hintergrund: Meine Nachbarn haben einen Hund, der seit seiner Tollwutimpfung gelegentlich epileptische Anfälle hat. Die Besitzer wollen den Hund jetzt einschläfern lassen, weil sie es zu sehr mitnimmt ihn leiden zu sehen. Ich hatte eigentlich immer den Eindruck das er ein sehr aktiver lebensfroher Hund ist. Ich hab ein paar mal einen Anfall miterlebt und abgesehen davon dass er danach erstmal wild in der Gegend rumrennt und etwas gehetzt ist geht es ihm sonst sehr gut.

Da ich den Hund schlecht fragen kann würde ich gerne wissen, ob ich mich täusche und Epileptiker wirklich auch körperlich darunter leiden (abgesehen natürlich von dem psychischen Druck).

Antwort
von gerdavh, 17

Hallo, Du kannst nicht wissen, ob der Hund nicht jeden zweiten Tag schwere epileptische Anfälle hat. Vielleicht wollen die Besitzen ihren Hund wirklich aus Liebe zu ihm ihn einschläfern lassen. Epileptische Anfälle sind für den Betrachter nicht gerade ein schöner Anblick. Der Hund wird sich wahrscheinlich in Krämpfen winden und Schaum vor den Mund bekommen. Sprich doch noch mal mit den Besitzern, ob ein Tierarzt hier nicht ein Mittel verordnen kann, dass der arme Kerl nicht so leidet. Wobei wir natürlich nicht wissen, ob er nicht bereits Medikamente bekommt. Hier ein Link zu diese Thema

http://www.einfachtierisch.de/hunde/hunde-gesundheit/hunde-mit-epilepsie-behandl... Gerda

Kommentar von Lilian ,

Hallo gerda

Da hast du recht, deswegen frage ich ja auch. Ich habe nicht vor die Nachbarn deswegen zu verurteilen, mir ist klar dass man kaum die Hälfte von dem mitkriegt was in anderen Familien passiert. Ich kriege einen reltativ guten Überblick, weil die Nachbarn um es zu verarbeiten erzählen, das er wieder einen Anfall hatte. Aber es ist natürlich nicht das gleiche wenn man es jedesmal miterlebt.
Ich weiß leider nicht ob es für ein Gespräch dieser Art nicht schon zu spät ist. Wie gesagt, die Nachbarn sind ziemlich fertig mir ihren Nerven und haben den Hund jetzt in eine Tierklinik zur Beobachtung gegeben. Es ist relativ sicher dass der Hund eingeschläfert wird.

Antwort
von StephanZehnt, 16

Hallo Lilian,

nun es geht hier zumeist um Menschen also bei einem Epileptiker / in ist es so das ein Anfall nicht ein planbar ist. Ja und da liegt das Problem. Was passiert wenn man dann Auto fahren würde auf der Autobahn oder eine Maschine bedienen würde. Dazu kommt ich wüsste im Moment nicht was ich tun sollte wenn vor mir plötzlich Jemand einen schweren Epileptischen Anfall bekommt.

Ein Arzt würde sicher sagen das ist doch alles ganz einfach ja evtl. Dinge beiseite räumen die für ..gefährlich werden könnten. Ob man es noch schafft wenn er / sie fällt eine Decke odgl. drunter das glaube ich weniger! In der Regel hat man erst einmal eine Schrecksekunde.

Denn nicht jeder Epileptiker hat täglich oder wöchentlich einen Anfall ... Natürlich gibt es so etwas http://www.dr-mueck.de/HM_Selbsthilfe/Gesundheitstipps/Epilepsie/Epilepsie_erste...

Allerdings wenn man es nicht weis, weil der Freund/in Angst hatte das er / sie sonst ...

Ja und wenn man berufstätig ist sollte dem Arbeitgeber schon bekannt sein um was es geht ..damit Mitarbeiter entsprechend reagieren können. Es gibt ja so einen Rest von Fürsorge AG - > AN .

Was den Hund angeht haben die Hundebesitzer bestimmte ganz andere Gefühle gegenüber dem Hund sie wollen ihn nicht leiden sehen. Ja und nicht selten ist ein Tier leider austauschbar. wie die Tierheime zeigen!

VG Stephan

Kommentar von Lilian ,

Vielen Dank für die Antwort!

Meine Mutter hat einen Bekannten der Epileptiker ist und hin und wieder Anfälle auf der Arbeit bekommt. Gott sei Dank wissen die Arbeitskollegen genau was sie tun müssen. Das ist für den Betroffenen natürlich sehr beruhigend. Trotzdem stelle ich es mir sehr belastend vor.

Bei Tieren ist es denke ich noch etwas anderes. Zumindest merkt man dem Hund der Nachbarn nicht an, dass er irgendwie belastet wäre. Wie gesagt, nach dem Anfall läuft er ein paar Minuten wild in der Gegend rum, um das Adrenalin abzubauen. Aber danach ist er wieder vollkommen normal und so lieb und fröhlich wie immer. Nur etwas müde.

Kommentar von gerdavh ,

Wenn dem so ist, besteht eigentlich kein Grund das Tier einschläfern zu lassen. Das hört sich immer so harmlos an - aber es ist Mord. Manchmal ist es zwar ein Segen, wenn ein Tier wirlich leidet, ihm die erlösende Spritze geben zu lassen, aber es ist nicht immer unbedingt notwendig. Ich musste schon mit ansehen, wie zwei meiner Katzen (ware Beide unheilbar krank) eingeschläfert wurden, das ist furchtbar. Dann sollen sie ihn doch in ein Tierheim geben, da findet sich eventuell ein lieber Mensch, der kein Problem damit hat, dass der Hund Epileptiker ist.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten