Eisenmangel ohne Ursache?

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2 Antworten

Ohne Ursache würde ich so schnell nicht in den Raum stellen.

Wie ich Deiner Frage entnehme, ist bisher nur nach möglichen Ursachen für Blutverluste gesucht worden.

Bei einem Ferritinmangel sollte man aber auch an eine Eisenresorptionsstörung  durch z.B. Sprue oder Morbus Crohn denken.

Auch an einem Transferrinmangel bei bestimmten Nierenerkrankungen sollte man denken.

Wenn diese Erkrankungen ausgeschlossen sind, sollte man bei Deiner vorliegenden Beschwerdefreiheit durchaus abwarten, ohne dass es später größere Probleme geben könnte.

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Patientnumeruno 03.12.2016, 13:55

Wie oben bereits erwähnt, wurde schon ein Eisenresorptionstest durchgeführt. Eine Eisenresorptionsstörung wurde also bereits ausgeschlossen. Trotzdem vielen Dank für deine Hilfe.

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Ihre Frage zielt darauf ab, ob man in der Zwischenzeit "etwas verpasst" und in 3 Monaten womöglich eingeschränktere Therapieoptionen bestehen, als es jetzt der Fall wäre. Die einzige Krankheitsgruppe, bei der das so wäre, sind Tumorerkrankungen.

Tumorerkrankungen im Dünndarm (Karzinoide oder Lymphome) sind extrem selten und machen sich auch meist nicht durch eine Blutung (und damit Ferritinerniedrigung) bemerkbar. Zudem wachsen sie extrem langsam. Die Wahrscheinlichkeit, dass so etwas bei einem 18 jährigen gefunden wird, geht fast gegen 0. Viel wahrscheinlicher als Blutungsquelle sind Angiodysplasien oder ein sogenanntes Meckel-Divertikel. Letzteres würde man auch noch in 3 Monaten unverändert finden, die Angiodysplasien findet man häufig gar nicht. Die Wahrscheinlichkeit, bei einer Dünndarmendoskopie einen Befund anzutreffen, der eine therapeutische Konsequenz nach sich zieht, ist also ohnehin nur sehr gering.

Ich finde das Konzept Ihres Doktors gut, erstmal abzuwarten. Bedenken Sie: Sie sind beschwerdefrei, haben nicht mal eine Anämie als Folge des Ferritinmangels und Ausgangspunkt der Diagnostik ist ein pathologischer Laborwert. Wenn der in 3 Monaten wieder normal sein sollte, kann man sich Diagnostik sparen.

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